120 Menschen beim Bürgerfrühstück – Stiftung unterstützt Projekte


Stand: 24.08.2026, 19:53 Uhr

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Bürgerfrühstück der Bürgerstiftung Werra-Meißner, Wanfried, August 2026

Infos zum Frühstück: Nina Gerhardt stellt die Jugendfeuerwehr Aue vor. © Kristin Weber

Die Bürgerstiftung Werra-Meißner lud zum vierten Mal zum Bürgerfrühstück ein. Jeder brachte Leckereien mit, gegessen wurde auf dem Campus in Wanfried.

Wanfried – Gäste, die in Wanfried zum Bürgerfrühstück strebten, waren an den Henkelkörben zu erkennen. Darin waren alle möglichen Leckereien für einen Brunch eingepackt – von selbst gemachter Marmelade über Käse bis zu Lachsschnittchen. Mitbringen musste jeder selbst, gegessen wurde gemeinsam.

120 Menschen aus allen Teilen des Kreises

Auf dem Campus des Schulzentrums wurden die Tische gedeckt. „Jeder von uns hat eine Platte mitgebracht, wir sind zehn Personen, so haben wir eine große Auswahl“, erzählte etwa Beate Grein. Zusammensitzen, essen und dabei ins Gespräch kommen, hieß das Ziel der Bürgerstiftung Werra-Meißner, die zum vierten Mal zum Bürgerfrühstück eingeladen hatte. 120 Menschen aus allen Teilen des Kreises kamen nach Wanfried. Aber es ging um mehr, wie die Vorsitzenden Gudrun Lang und Bärbel Schuhmann-Nolte erklärten.

Die Bürgerstiftung wurde 2004 aus einer Initiative von Bürgern heraus gegründet, die im Kreis etwas bewegen wollten. Je mehr Menschen mitmachen, ob durch Spenden oder Anteile am Stiftungskapital, umso mehr gemeinnützige Projekte werden gefördert. 140 Mitglieder hat die Stiftung, 830.000 Euro Stiftungskapital sind angelegt. Von den Zinsen werden Projekte aus Kultur, Umweltschutz, Völkerverständigung oder Begegnung der Generationen unterstützt. In Wanfried freuten sich Bürgermeister Thilo Vogt und Schulleiter Tobias Schmidt, die Gäste der Bürgerstiftung auf dem Schulcampus zu begrüßen.

Geförderte Projekte stellen sich bei Bürgerfrühstück in Wanfried vor

Einige der geförderten Projekte stellten sich vor. So unterstützte die Stiftung eine Wanderausstellung über das Schicksal Anne Franks, die die Anne-Frank-Schule zeigte. Lehrerin Kathrin Theophel und die Schülerinnen Hana Issa und Alina Reinhardt, die zu Peer-Guides ausgebildet wurden, berichteten. Die Schülerinnen lernten, ihre Mitschüler durch die Ausstellung zu führen und ihnen das Wissen über die Verfolgung im Dritten Reich zu vermitteln. Dabei gewannen sie nicht nur ein tieferes Verständnis für das Thema, sondern auch Selbstbewusstsein. In Altenburschla möchte der Verein Johanniskirche die mittelalterliche Dorfkirche für nachfolgende Generationen bewahren, wie Ulrich Bernhardt erklärte.

Der marode Turm muss saniert werden, Spenden werden durch Veranstaltungen gesammelt. Die Bürgerstiftung förderte eine Lichtanlage. Schließlich präsentierte sich die Kinder- und Jugendfeuerwehr Aue mit ihrer Feuerwehrwartin Nina Gerhard. Die Jugendlichen halfen beim Aufbau der Tische. Ihre Jugendarbeit wurde mit Spenden vom Tag unterstützt.

Zwischen den Informationshappen wurden Brötchen geschmiert, Kaffee eingeschenkt und der Frischkäse rumgereicht. „Uns geht es auch darum, die Identität als Einwohner des Kreises zu stärken“, sagte Gudrun Lang. Nicht nur das Essen, auch die Gespräche wurden zwischen den Tischen miteinander geteilt. Marita Waßmann und Birgit Rappman-Leidig finden es wichtig, die Initiative zu unterstützen. „Wir brauchen Menschen, die in unserer Gesellschaft etwas unternehmen und in Bewegung bringen.“