35 bis 38 Grad - Nächste Hitzewelle rollt an – Trockenheit verschärft sich weiter


Bereits Mitte nächster Woche steigen die Temperaturen in der Schweiz voraussichtlich auf 35 bis maximal 38 Grad. Die Gewitter am Wochenende bringen kaum Entspannung.

24.07.2026, 18:21

Braune Wiesen, trockene Felder und sinkende Pegelstände: Die Schweiz leidet seit Wochen unter Trockenheit – und nun steht die nächste Hitzewelle bevor. Nach den Prognosen von SRF Meteo steigen die Temperaturen ab Mitte nächster Woche erneut markant an.

Dazu SRF-Meteorologe Jan Eitel: «Ab Dienstag haben wir wieder Temperaturen über 30 Grad, ab Donnerstag 35 bis 38 Grad. Und es gibt einige Modelle, die zeigen sogar, dass der Rekord in Basel von 39 Grad geknackt werden könnte. 40 Grad oder 41 wären möglich.»

Trockenheit bleibt trotz Gewittern bestehen

Die für dieses Wochenende angekündigten Gewitter bringen zwar lokal Regen, eine nachhaltige Entspannung erwartet Eitel aber nicht: «Die Trockenheit ist schon so fortgeschritten, dass lokale Platzregen oder Gewitter nicht viel bringen.»

In ihrem aktuellen Trockenheitsbulletin schreibt das Bundesamt für Umwelt (Bafu), dass es weiterhin keine Anzeichen für eine länger anhaltende, flächige Niederschlagsperiode gibt.

Person fährt Fahrrad mit Hund auf weitem Feld bei See.
Legende:

Die Hitze und die Trockenheit hinterlassen an der Bieler Seepromenade deutliche Spuren (15. Juli 2026).

Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

Besonders betroffen sind das westliche und östliche Mittelland sowie die Region vom Jura bis nach Basel. Dort beträgt das Niederschlagsdefizit der vergangenen 30 Tage stellenweise bis zu 70 Prozent. Über einen Zeitraum von 90 Tagen weist praktisch die ganze Schweiz ein grosses bis extremes Niederschlagsdefizit auf.

Wasserstände sinken weiter

Nicht nur die Böden leiden unter der anhaltenden Trockenheit. Gemäss Bafu führen Flüsse in der ganzen Schweiz sehr wenig Wasser, vielerorts werden aussergewöhnlich tiefe Abflussmengen gemessen.

Auch mehrere Seen – darunter Bodensee, Walensee, Vierwaldstättersee, Zürichsee und der Lago Maggiore – weisen für die Jahreszeit ungewöhnlich tiefe Wasserstände auf.

Drei Menschen mit Keschern gehen entlang eines steinigen Flussbetts im Wald.
Legende:

In der Emme wurden gewisse Stellen wegen des fast ausgetrockneten Flussbetts bereits Mitte Juli abgefischt.

Keystone

Jan Eitel erklärt: «Seit letztem Dezember ist es fast jeden Monat zu trocken gewesen. Ausser im Februar war es zu nass. Aber seither war es wirklich aussergewöhnlich trocken, und das dürfte bis mindestens Mitte August so bleiben.»

Auch der Bund erwartet für die kommenden Wochen eher unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Mit der nächsten Hitzewelle dürfte sich die Trockenheit deshalb in vielen Regionen der Schweiz weiter verschärfen.