Abgreifen von Daten möglich: Google schließt mit Chrome 152 mehrere kritische Lücken


Google hat eine neue stabile Version von Chrome veröffentlicht. Mit Version 152 schließen die Entwickler 26 Sicherheitslücken, von denen zwei mit dem höchsten Gefährdungsgrad eingestuft sind. Aufgrund der Gefahr, dass durch diese auf sensible Daten zugegriffen werden kann, sollten Anwender das Update schnellstmöglich einspielen.

Hohe Gefahrenlage

Bei den beiden mit dem höchsten Gefährdungsgrad bewerteten Schwachstellen handelt es sich um einen Use-after-free-Fehler in den Komponenten Shared Tab Groups und WebGK. Dabei greift die Anwendung auf Speicherbereiche zu, die vom System zuvor bereits freigegeben wurden. Solche Lücken können Angreifern das Einschleusen von schadhaften Code ermöglichen, wodurch sich sensible Daten abgreifen oder im schlimmsten Fall sogar die vollständige Kontrolle über das System erlangen lässt. Bereits aufgrund dieser beiden Schwachstellen empfiehlt sich eine schnellstmögliche Installation des Updates.

Die gleichen Probleme haben die Entwickler darüber hinaus ebenfalls in der Browser- und der Proxy-Komponente sowie in Dawn, der Abstraktionsschicht für Grafik und WebGPU, gefunden. Hinzu kommt ein Pufferüberlauf in der GPU-Komponente. Auch die JavaScript-Engine V8 ist erneut betroffen, dieses Mal durch eine nicht initialisierte Ressource. Weitere als hoch eingestufte Schwachstellen umfassen eine fehlerhafte Autorisierung im FileSystem, eine mögliche Preisgabe von Informationen über die Grafikbibliothek Skia sowie eine unzureichende Eingabevalidierung in der Omnibox und eine entsprechende Schwachstelle in DataTransfer.

Erneut kaum Informationen zu Sicherheitslücken

Wie bei Sicherheitsupdates üblich, hält Google zunächst nähere Details zu einzelnen Schwachstellen zurück. Damit sollen Anwender ausreichend Zeit erhalten, die Aktualisierung einzuspielen, ohne potenziellen Angreifern zugleich zusätzliche Informationen zur Ausnutzung der Sicherheitslücken zu liefern. Entsprechende Einschränkungen können länger bestehen bleiben, wenn sich ein Fehler in einer Drittanbieterbibliothek befindet, die auch von anderen Projekten verwendet wird und dort noch nicht behoben wurde.

Ob darüber hinaus eine der 15 Schwachstellen bereits aktiv für Angriffe ausgenutzt wird, geht aus den vorliegenden Release Notes nicht hervor.

Ab sofort erhältlich

Für Windows und macOS stellt Google mit 152.0.7977.75/.76 ab sofort korrigierte Versionen bereit. Unter Linux und Android steht mit Chrome 152.0.7977.75 ebenfalls eine aktualisierte Fassung zur Verfügung. Für iOS sowie Chromium-basierte Browser wie Microsoft Edge dürfte die entsprechende Aktualisierung erfahrungsgemäß in den kommenden Tagen folgen.

Die meisten Nutzer dürften inzwischen eine entsprechende Update-Benachrichtigung erhalten haben. Alternativ lässt sich die neue Version wie gewohnt über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase beziehen. Android-Nutzer erhalten die bereinigte Fassung über den Google Play Store, während Nutzer von iOS und iPadOS dafür den App Store von Apple aufsuchen.

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