Alba hilft den Skyliners beim Realitätscheck
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Wenn es danach geht, welche Klubs der Basketball Bundesliga (BBL) die größten Visionen haben, spielen die Frankfurt Skyliners sicher jetzt schon ganz vorn mit. Neue Halle, Titel, NBA Europe oder Euroleague – die Hessen nehmen jedes Ziel ins Visier. Aber Schritt für Schritt, erst einmal die neue Arena, dann der Rest. 2030 soll die Halle stehen. Bis dahin will man sich langsam heranpirschen an die Großen. Diese Saison soll der Sprung in das Play-off gelingen.
Diesbezüglich konnten die Skyliners die eigenen Vorstellungen bei Alba Berlin einem Realitätscheck unterziehen. Während der Meister, ein Klub mit großen Ambitionen bezüglich neuer Halle und NBA Europe, sein zweites Ligaspiel absolvierte, war die Partie in der Uber Arena die Saisonpremiere für Frankfurt. Vor den 6711 Zuschauern hatte es der Titelverteidiger nicht leicht. Doch letztlich setzte sich Alba mit 94:83 (41:39) durch. Allerdings verletzten sich in Jack Kayil, Martin Hermannsson und Norris Agbakoko gleich drei Spieler.
Alba Berlin mit einigen Schwierigkeiten
Viel weiter als beim Auftakt in der Vorwoche gegen Chemnitz (89:82) ist das Team von Trainer Pedro Calles allerdings noch nicht gekommen. Die üblichen Schwierigkeiten bei der Abstimmung, die sich zu einem so frühen Zeitpunkt ergeben, waren erneut sichtbar. Deshalb mussten die Berliner wieder kämpfen, um das Ergebnis positiv zu beeinflussen. Spielerisch gelang das zu selten. Ob in der Defensive, unter den Körben, bei der Kreativität, beim Tempo oder den Wurfquoten – Unzulänglichkeiten gab es einige.
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Deshalb wechselte die Führung häufig. Kurz vor der Hälfte lag Alba sogar mit acht Punkten zurück (31:39/19.). Doch ein 10:0-Lauf in weniger als zwei Minuten kurz vor der Pause zeigte, was Alba zu leisten vermag, wenn alle Rädchen ineinandergreifen. Und die Routiniers Martin Hermannsson, der kurz vor Schluss angeschlagen vom Feld musste, und Justin Bean das Spiel dirigieren. Dadurch fand auch der Rest zu mehr Stabilität. „Wir müssen ein paar kleine Fehler noch abstellen, die sich addieren“, sagte Malte Delow. Alba setzte sich ein wenig ab (60:49/27.), bekam mehr Kontrolle.
Das genügte gegen Frankfurt. Die Skyliners forderten die Berliner mit physischem Spiel heraus und zwangen sie, sich damit zu arrangieren. Dass der Kampfgeist schon stimmt, wird dem Alba-Team zumindest den richtigen Schwung geben für die nächste Aufgabe. Die könnte kaum größer sein, die Berliner gastieren am Sonnabend bei Bayern München. Gegen den mit Abstand am besten ausgestatteten Klub der Liga kann dann auch der Meister seine Ambitionen einem wichtigen Check unterziehen.