An der Spitze nachgeschärft – Lamborghini Revuelto SV


Stand: 14.08.2026, 21:19 Uhr

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Der Revuelto SV kommt auf eine Systemleistung von 783 kW/1.065 PS und ein maximales Drehmoment von 1.425 Newtonmetern

Der Revuelto SV kommt auf eine Systemleistung von 783 kW/1.065 PS und ein maximales Drehmoment von 1.425 Newtonmetern © Lamborghini

Die Revuelto-Familie von Lamborghini bekommt Zuwachs. Die neue Super-Veloce-Variante bietet ein überschaubares PS-Plus, aber zahlreiche Detail-Optimierungen.

SP-X/Sant’Agata Bolognese. Lamborghini baut seine V12-Baureihe mit einer auf den Rennstreckeneinsatz zugeschnittenen Straßenversion aus. Der Revuelto SV kommt auf eine Systemleistung von 783 kW/1.065 PS und ein maximales Drehmoment von 1.425 Newtonmetern. Der Plug-in-Hybrid beschleunigt den Supersportwagen in 2,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und in 6,7 Sekunden auf Tempo 200. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei mehr als 345 km/h liegen. 

Der Revuelto SV setzt die mehr als 50 Jahre alte „Super Veloce“-Tradition von Lamborghini fort, die 1971 mit dem Miura SV begann. Die Bezeichnung steht traditionell für besonders leistungsorientierte Varianten bestehender Modelle. Beim Revuelto SV steigt die Leistung gegenüber dem Basismodell um 50 PS. Der 6,5 Liter große V12-Saugmotor kommt auf 607 kW/825 PS und wird von drei Elektromotoren unterstützt, die von einer 7,3 kWh großen Batterie mit Strom versorgt werden. 

Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann bezeichnet den SV als „Spitze“ des aktuellen Modellprogramms. Wichtiger als die reine Mehrleistung sei die stärkere emotionale Einbindung des Fahrers. Das Ziel sei eine möglichst enge Verbindung zwischen Mensch und Maschine. Technisch unterscheidet sich der SV unter anderem durch eine überarbeitete Aerodynamik, ein aus dem Motorsport abgeleitetes Fahrwerk mit manuell einstellbaren passiven Dämpfern, eine neue Carbon-Keramik-Bremsanlage und speziell entwickelte Reifen vom Revuelto. 

Neu ist zudem der Fahrmodus „Pilota“. Er lässt sich für den Rennstreckeneinsatz in fünf Stufen konfigurieren und soll unter anderem auf Erkenntnisse aus Lamborghinis GT3-Programm zurückgreifen. Das System passt Traktions- und Stabilitätskontrolle an die Wünsche des Fahrers sowie an Streckenbedingungen und Reifenverschleiß an. Winkelmann zufolge soll die zusätzliche Technik das Auto trotz seiner hohen Leistung auch für weniger versierte Fahrer beherrschbar machen. 

Am V12-Motor will Lamborghini nach den Worten Winkelmanns mindestens bis Mitte der 2030er-Jahre festhalten. Der Revuelto SV sei auf die Abgasnorm Euro 7 vorbereitet und werde so entwickelt, dass er unterschiedliche Emissionsvorschriften weltweit erfüllen könne. Für die Zeit nach 2035 sieht Winkelmann weitere Chancen für Verbrennungsmotoren, sofern europäische Vorschriften etwa den Betrieb mit alternativen Kraftstoffen ermöglichen. Außerhalb Europas erwartet er bis dahin keine grundsätzlichen Probleme für den V12. 

Einen Preis sowie Angaben zum Produktionsumfang nennt Lamborghini nicht. Wie bei anderen Modellen der Marke sollen Kunden den Revuelto SV umfangreich individualisieren können, unter anderem mit verschiedenen Lackierungen, Sichtcarbon-Teilen, Felgen und Innenraumausstattungen. 

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit SPS Spot Press Services.