Apple dreht an Stellschrauben: Mehr iCloud-Komfort, höhere Apple-One-Preise

Apple hat iCloud+ still und leise ein ziemlich praktisches Upgrade spendiert: Wer eine eigene Domain für iCloud Mail nutzt, kann darüber jetzt bis zu zehn personalisierte E-Mail-Adressen anlegen. Bisher lag das Limit bei gerade einmal drei Adressen pro Domain. Gerade für Familien oder kleinere Unternehmen ist das eine willkommene Erweiterung, etwa, wenn mehrere Personen jeweils eine eigene Adresse unter derselben Domain bekommen sollen.
Der Charme des Features: Für die Nutzung einer eigenen Domain verlangt Apple innerhalb von iCloud+ keinen zusätzlichen Aufpreis, sofern die Domain dem Nutzer bzw. der Nutzerin gehört. Damit bietet Apple eine Funktion, für die bei spezialisierten Mail-Diensten häufig ein separates Abo fällig wird. Das Ganze gehört allerdings zu den eher versteckten iCloud+-Funktionen und dürfte vielen Personen mit aktivem Abo bislang gar nicht bekannt sein.
Die Erhöhung von drei auf zehn Adressen klingt zunächst nach einem kleinen Detail, macht den Dienst aber deutlich flexibler. Eine Familie kann beispielsweise mehrere persönliche Adressen unter einer gemeinsamen Domain betreiben, während Selbstständige verschiedene Adressen für unterschiedliche Zwecke einrichten können. Apple baut iCloud+ damit weiter von einem reinen Speicher-Abo zu einem Paket mit zusätzlichen Alltagsfunktionen aus. Die Einrichtung von eigenen E-Mail-Domains in iCloud+ wird von Apple hier beschrieben.
Deutschland noch nicht von Apple One-Preiserhöhung betroffen
Während iCloud+ an einer Stelle attraktiver wird, muss sich ein Teil der europäischen Apple One-Kundschaft auf höhere Kosten einstellen. Apple hat die Preise für Apple One Family in zwölf europäischen Ländern angehoben, namentlich Belgien, Bulgarien, Tschechien, Dänemark, Ungarn, Lettland, Malta, Portugal, die Slowakei, Slowenien, Spanien und die Schweiz. Apple One Premier ist in Portugal, Spanien und der Schweiz ebenfalls teurer geworden.
Wie stark die Preise steigen, hängt vom jeweiligen Land und der Währung ab. In Spanien und Portugal werden für Family und Premier jeweils zwei Euro mehr pro Monat fällig. Für die Neukundschaft gelten die höheren Preise sofort, bestehende Nutzer und Nutzerinnen bekommen die Erhöhung erst mit der nächsten Verlängerung zu spüren. Der günstigere Apple One Individual-Tarif bleibt vorerst unverändert.
Interessant ist das Timing: Es handelt sich bereits um die mindestens dritte Apple One-Preiserhöhung in diesem Jahr. Apple One bündelt je nach Tarif unter anderem iCloud+, Apple Music, Apple TV und Apple Arcade in einem Tarif; beim Premier-Paket kommen Apple Fitness+ und Apple News+ hinzu. Gleichzeitig baut Apple iCloud+ in bestimmten Märkten sogar zu einem umfassenderen Paket aus. Das zeigt ziemlich deutlich, wohin die Reise bei Apples Services geht: mehr Leistungen rund um bestehende Abos, aber eben teilweise auch zu einem höheren Preis. Alle Infos zu Apple One gibt es auf der eigenen Produktseite bei Apple.