Assassin's Creed Black Flag Resynced: Bevormundung der Spieler? Kleine Änderung sorgt für scharfe Kritik


Nachdem Spieler kurz nach dem Release des Remakes bereits die DLC-Politik von „Assassin's Creed: Black Flag Resynced“ kritisierten, gerät nun eine weitere Änderung ins Fadenkreuz der Community. Diese löste unter Spielern Vorwürfe der „Zensur“ sowie der Bevormundung durch die Entwickler aus.

Assassin’s Creed Black Flag Resynced: Bevormundung der Spieler? Kleine Änderung sorgt für scharfe Kritik

In der vergangenen Woche veröffentlichte Ubisoft das Remake „Assassin’s Creed: Black Flag Resynced“, das sowohl von den Spielern als auch den Kritikern positiv aufgenommen wurde.

Auch der Start verlief mit mehr als zwei Millionen verkauften Einheiten innerhalb von 24 Stunden sehr erfolgreich. Doch nachdem sich bereits Kritik an Ubisofts DLC-Politik regte, sieht sich der Publisher nun mit Vorwürfen einer anderen Art konfrontiert. Stein des Anstoßes ist eine Galionsfigur am Bug eines Schiffs, die sich im Remake deutlich „zugeknöpfter“ präsentiert als noch im Original von 2013.

Ein direkter Vergleich zeigt: Während die Brüste der ursprünglichen Statue entblößt waren, wurden sie in der Neuauflage durch zusätzliche Rüstungsteile verdeckt. Diese kleine Änderung sorgte auf Reddit umgehend für hitzige Diskussionen und brachte Ubisoft den Vorwurf der Zensur und Bevormundung ein.

Kritik an vermeintlicher Zensur im Remake

Insbesondere die Tatsache, dass es sich bei „Assassin’s Creed: Black Flag Resynced“ um einen Titel handelt, der in den USA mit dem M-Rating versehen wurde und damit erst für Spieler ab 17 Jahren freigegeben ist, sorgt unter Spielern für Unverständnis. „AC Black Flag: Re-Censored. Es ist so verdammt lächerlich, wenn Spiele ab 17 so einen Mist abziehen“, fasst ein Spieler seine Kritik zusammen.

„Heißt im Klartext wohl wieder: Hauptsache Gefluche und Gewalt, aber bloß keine echten Erwachsenenthemen. Genau deshalb nimmt die moderne westliche AAA-Industrie doch keiner mehr ernst.“

Ein Vorwurf, dem sich auf Reddit einige Spieler mit einem Verweis auf die Altersfreigabe des Remakes anschlossen. Gleichzeitig kritisierten diese, dass Ubisoft mit dem Remake einen zu stark geglätteten Kurs fahre, der darauf abziele, eine möglichst breite Zielgruppe anzusprechen, anstatt dem Original treu zu bleiben.



„Es ist einfach kein Spiel für Erwachsene. Die Brüste sind mir völlig egal, es geht um ihre generelle Herangehensweise an die Spieleentwicklung“, schrieb ein Nutzer dazu. „Der Kampf hat all diese visuellen Animationen wie in einem Cartoon-Arcade-Spiel, anstatt knackiger, rauer Kämpfe. Das HUD-Design und andere Elemente sind für Grundschüler konzipiert.“

Und weiter: „Die impliziten Inhalte für Erwachsene sind das geringste Problem. Aber das ist nur Teil eines fortlaufenden Trends, wie Disney ein möglichst breites Publikum anzusprechen.“

Auch DLC-Politik steht in der Kritik

Neben dem Verweis auf die vermeintliche Zensur im Remake nutzten die Spieler den Beitrag zudem, um auch die DLC-Politik von „Assassin’s Creed: Black Flag Resynced“ noch einmal zu kritisieren. Vor allem die Tatsache, dass die lediglich einzeln erhältlichen DLCs zusammen mehr kosten als das Hauptspiel, stößt bei den Spielern auf Unverständnis.

Daher rufen diese dazu auf, die kostenpflichtigen Zusatzinhalte komplett zu boykottieren, um ein Zeichen gegen überteuerte DLCs zu setzen.



„Es ist verrückt für mich, dass Leute tatsächlich damit einverstanden sind, dass Inhalte aus ihrem Spiel entfernt werden, um sie ihnen zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu verkaufen. Zugegeben, sie werden es nicht kaufen“, hieß es zu der Thematik unter anderem.

„Aber sie sind trotzdem damit einverstanden, dass Ressourcen für Skins verschwendet werden, die an dich verkauft werden sollen, anstatt einfach als versteckte Sammlerstücke oder so etwas in das Spiel integriert zu werden.“

„Assassin’s Creed: Black Flag Resynced“ ist für PC, PS5 und Xbox Series X/S erhältlich.

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