Aldi beendet Lieferdienst nach 4 Jahren: Rückkehr zum Discounter-Konzept
Publiziert23. August 2026, 12:10
Nach vier JahrenAus für Aldi-now: Discounter stampft Lieferdienst ein
Die Kundinnen und Kunden hat Aldi schon informiert: Aldi-now gibt es in den meisten Regionen bereits zum Monatsende nicht mehr.

Darum gehts
- Aldi stellt seinen Lebensmittel-Lieferdienst Aldi-now nach vier Jahren ein.
- Kunden in Bussigny, Bern, Genf, Luzern, Basel und Adliswil wurden bereits informiert. Ende September folgt wohl das Aus in der Region Zürich.
- Aldi begründet den Schritt mit seiner Strategie «Zurück zum echten Discounter – kein Chichi».
Nach vier Jahren stellt Aldi seinen Lebensmittel-Lieferdienst Aldi-now wieder ein, wie die «Sonntagszeitung» berichtet. Die Kunden in Bussigny, Bern, Genf, Luzern, Basel und Adliswil seien bereits informiert worden, dass sie Aldi-now nur noch diesen Monat nutzen könnten, bestätigt eine Aldi-Sprecherin der Zeitung. Wie es im Bericht unter Bezug auf mehrere Quellen heisst, folgt Ende September auch das Aus in der Region Zürich.
Aldi begründet das Ende des Diensts mit seiner Strategie «Zurück zum echten Discounter – kein Chichi». Dabei überprüfe das Unternehmen zahlreiche Prozesse und Dienstleistungen. So verzichtet Aldi künftig unter anderem auf teure Prestigestandorte in besonders teuren Lagen wie etwa in der Nähe der Zürcher Bahnhofstrasse.
Der Discounter bezeichnete Aldi-now beim Start als Testprojekt, lieferte die Lebensmittel aber zwischenzeitlich in 346 Postleitzahl-Gebieten aus. Doch bereits 2023 war der Dienst nur noch in grösseren Städten und der Romandie verfügbar.
Angestellte bekommen neue Aufgaben
Für die Lieferungen von Aldi-now arbeitete der Discounter mit der Firma 7Days aus Egerkingen SO zusammen. Mikaël Esteban von der 7Days-Geschäftsleitung bedauert gegenüber der Zeitung das Ende der Zusammenarbeit. Ein genereller Stellenabbau sei deshalb nicht vorgesehen, aber es werde Anpassungen in der Tourenorganisation geben. Auch bei Aldi soll es nicht zu einem Stellenabbau kommen. Einzelne Angestellte müssten aber mit veränderten Aufgaben rechnen.
Lebensmittel-Lieferdienste haben es generell schwer in der Schweiz seit ihrem Hoch in der Corona-Krise. Vor allem kleinere Anbieter sind zuletzt verschwunden. So meldete der Onlinehofladen Farmy im Mai Konkurs an und im April stellte das Unternehmen Smood seinen Betrieb ein, an dem die Migros beteiligt war.
Wie stehst du zum Aus des Aldi-Lieferdienstes?
Ich finde es schade, ich habe den Service gerne genutzt.
Es ist mir egal, ich gehe lieber direkt im Laden einkaufen.
Es war absehbar, dass sich dieser Dienst nicht langfristig halten kann.
Ich habe den Lieferdienst von Aldi bisher gar nicht gekannt.
Ich finde es gut, dass sich Aldi wieder auf das Wesentliche konzentriert.
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Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft
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