Siggis Hütte vor dem Aus: Streit zwischen Pächter und Eigentümer
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Streit zwischen Pächter und Eigentümer Zoff um Aus für Siggis Hütte
Nach 50 Jahren endet der Pachtvertrag zwischen den Betreibern von Siggis Hütte auf dem Ettelsberg. Gegen die Eigentümer-Gesellschaft erhebt der Pächter nun Vorwürfe.
In einer Videobotschaft hat Gastwirt Siegfried von der Heide Vorwürfe gegen den Verpächter erhoben. Es sei keine einvernehmliche Trennung. Bild © hr
Siggis Hütte auf dem Ettelsberg bei Willingen (Waldeck-Frankenberg) macht im Jahr 2028 dicht. Nach 50 Jahren läuft der Pachtvertrag aus. Um die Ecke von der Bergstation gibt es hier seit 1977 Erbsensuppe im Glas, Getränke und Après-Ski-Atmosphäre.
Ende des Videobeitrags Zunächst schien es so, als hätte Gastwirt Siegfried von der Heide keinen Nachfolger gefunden, doch nun wird klar: Verpächter und Pächterfamilie trennen sich im Streit. Einvernehmlich habe er das nicht erlebt, sagt der Gastwirt in einer Videobotschaft im Netz.
Pächter: "Wir hätten Siggis Hütte sehr gerne weitergeführt"
Es stehen auch konkrete Vorwürfe im Raum: Dass der Pachtvertrag mit seiner Familie nicht verlängert werde, habe er vergangenen Mittwoch zuerst aus der Presse erfahren, sagt von der Heide. "Wir hätten Siggis Hütte sehr gerne weitergeführt."
Vor zwei Jahren habe die Familie erstmals ein Wochenende lang Betriebsferien gemacht. Das habe der Verpächter übel genommen - "wegen der geringeren Ticketverkäufe", so von der Heide. Gleichzeitig seien die "lebendigen Samstage" mit ausgelassener Partystimmung kritisiert worden. "Das passt für uns nicht zusammen."
Verpächter äußert sich nicht
Verpächter ist die Firma Ettelsberg Seilbahn mit ihrem Geschäftsführer Jörg Wilke. Der möchte sich nicht zu den Vorwürfen äußern.
Am Sonntag sagte Wilke noch in der hessenschau über Siegfried von der Heide: "Der Mann ist eine Legende." Allerdings: Wenn es einen Schnitt geben solle, wäre dieser Zeitpunkt der richtige. Es werde über ein erweitertes Angebot und auch einen Neubau nachgedacht.
"Wir werden die Samstage weiter hier oben feiern, ganz sicherlich", fügte Geschäftsführer Wilke hinzu.
Von der Heide blickt nach vorn und auf die verbleibende Zeit. Ein trauriges Video solle das nicht werden, sagt er: "Bis Ende 27 haben wir noch einige besondere Aktionen vor und im nächsten Jahr auch noch unsere allerletzte Alphornmesse."