Autofahrern drohen Saharastaub und Blutregen: Nächste Autowäsche wird zum Risiko


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Saharastaub und Blutregen drohen am Wochenende wieder Millionen Autos in Deutschland zu verschmutzen. Wer dann aber achtlos das Fahrzeug wäscht, riskiert einen echten Schaden.

Sandpartikel auf dem Auto können schnell den Autolack zerkratzen.

Sandpartikel auf dem Auto können schnell den Autolack zerkratzen. (Quelle: Netzwelt / Mit KI generiert)

Nach der Hitzewelle droht Autofahrern in der ersten Augustwoche die nächste Herausforderung: Für viele Regionen Deutschlands sind Saharastaub und Blutregen angekündigt, die jede Menge feinen Wüstenstaub auf dem Lack hinterlassen. Oft ist der erste Reflex, sofort selbst zu Schwamm und Putzeimer zu greifen. Wenn ihr aber achtlos auf dem Lack herumschrubbt, zerkratzt ihr mit den Sandpartikeln im schlimmsten Fall den Autolack. Da er an den Scheiben aber die Sicht behindert, könnt ihr den Schmutz auch nicht einfach ignorieren. Entscheidend ist die Wassermenge.

Statt den Sand wegzuschrubben, solltet ihr ihn mit ausreichend Wasser abspülen und erst dann zum Schwamm greifen, wenn der Lack von dem rauen Sand befreit ist. Doch Autofahrern kann dabei ein Bußgeld drohen. Vielerorts ist es nämlich verboten, daheim das Auto zu waschen, weil es dabei zu einer Verschmutzung des Grundwassers kommen kann. Laut dem offiziellen Bußgeldkatalog reichen die Strafen bei Missachtung dieses Verbots von 25 Euro bis 100.000 Euro. Nur einige Bundesländer wie Berlin, Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt nennen keine exakten Beträge.

Bei Sand und Staub auf dem Auto: Lieber in die Waschanlage

Besser als eine eigene Autowäsche ist es deshalb, den Schmutzfilm auf dem Auto in einer Waschanlage zu entfernen. Diese verfügen über entsprechende Ölabscheider und moderne Filteranlagen. Ein weiterer Vorteil: Ihr spart euch die stundenlange Arbeit daheim, bei der im schlimmsten Fall noch eine Beschädigung des Lacks droht.

Wenn ihr die Reinigung dennoch lieber händisch durchführen möchtet, sollte dies nur an dafür zulässigen Orten tun, etwa an Selbstbedienungs-Waschplätzen. Nutzt ausreichend Wasser und verwendet stets ein durchnässtes Mikrofasertuch. Der ADAC empfiehlt außerdem, den Lappen möglichst oft zu waschen, damit sich nicht allzu viele Schmutzpartikel darauf absetzen können. Idealerweise wechselt ihr den Lappen nach einiger Zeit, um ganz sicherzugehen.

Der Saharastaub ist ein Phänomen, das oft infolge von Hitzewellen entsteht, wenn Sandpartikel aus warmen Wüstengegenden mit Luftströmen nach Deutschland gelangen. Kommt es aufgrund plötzlich absinkender Temperaturen zeitgleich zu schlagartigen Regenfällen, vermischen sich Saharastaub und Regen und bilden einen rötlichen Regenguss - den Blutregen. Aufgrund ihrer Nähe zu Afrika sind westliche und vor allem südliche Regionen in Deutschland von dem Phänomen betroffen.

Saharastaub und Blutregen vorbeugen: Auto geschützt abstellen

Der beste Schutz vor Saharastaub und Blutregen ist es natürlich, euer Auto vorher irgendwo sicher unterzustellen. Das kann etwa in einer Garage sein oder unter einem einfachen Unterstand. Wenn ihr die Möglichkeit nicht hat, etwa weil es an einem passenden Stellplatz fehlt, solltet ihr bei der anschließenden Reinigung immer die oben genannten Tipps beachten.

Wer darüber hinaus mit dem E-Auto unterwegs ist, sollte sich für die derzeitige Feriensaison auf die Hitze vorbereiten. Wir verraten euch, warum viele ihre E-Autos bei Hitze falsch laden und welche Tipps helfen, um den Akku zu schonen und schneller ans Ziel zu kommen.

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