„Bares für Rares“-Händler verrät: Ein Anruf veränderte für ihn alles – „Wird langsam Zeit“
„Bares für Rares“-Händler verrät, wie er Teil der Kultshow wurde – „Wird langsam Zeit“
Stand: 10.10.2026, 12:30 Uhr
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Dieser Antiquitätenhändler ist sich nie für einen kleinen Witz zu schade. Und das erfuhren die Produzenten von „Bares für Rares“ schon beim ersten Telefonat.
Hamburg – Ein Anruf aus der Fernsehbranche, ein geliehener Geldbetrag und ein viel zu kurzes Sakko waren sein Weg zu „Bares für Rares“: Die Geschichte, wie Julian Schmitz-Avila (40) zu der Antiquitätensendung kam, klingt fast wie ausgedacht. Heute gehört der Kunsthändler längst zu den bekannten Gesichtern der beliebten ZDF-Trödelshow. Doch sein Weg dorthin war alles andere als selbstverständlich.
In der Ausgabe vom 9. Oktober 2026 des MDR-Talk „Riverboat“ erinnert sich der Händler an seine ungewöhnlichen Anfänge. Damals lebte er in Bamberg, wog nach eigenen Angaben rund 120 Kilogramm und hielt einen „Rekord im Starkbiertrinken“. Als plötzlich das Telefon klingelte und sich Warner Bros. meldete, reagierte er mit einem ziemlich frechen Spruch.
Für „Bares für Rares“-Casting musste sich dieser Händler Geld leihen
Julian Schmitz-Avila nimmt selten ein Blatt vor den Mund und ist immer für einen Witz zu haben. Das merkten die Verantwortlichen von Warner Bros., die „Bares für Rares“ im Auftrag des ZDF produzieren, auch sofort. Als der Anruf kam, mit dem der Antiquitätenhändler in die Sendung eingeladen werden sollte, meldete er sich mit: „Wird langsam Zeit – wofür braucht ihr mich, James Bond?“
Tatsächlich hatte er schon länger davon geträumt, bei „Bares für Rares“ mitzumachen. Allerdings fehlte ihm damals das nötige Geld. Bei einer Sechstagewoche verdiente er lediglich 800 Euro. Als er seinen Vater um finanzielle Unterstützung bat, erhielt er eine klare Absage. „Mein Vater hat gesagt: Wenn du meinst, dass du im Fernsehen auftreten musst, dann musst du auch gucken, woher du die Kohle nimmst“, erinnert sich der Händler. Schließlich lieh er sich 2.000 Euro von einem marokkanischen Freund. Zum Casting erschien der 1,90 Meter große Kunsthändler im Sakko seines nur 1,70 Meter großen Vaters.
Dass sein Einstieg so ungewöhnlich verlief, hatte Schmitz-Avila bereits 2016 gegenüber der Rhein-Zeitung angedeutet. „Ich weiß bis heute nicht, wie die auf mich gekommen sind“, sagte er damals. Zunächst war er lediglich als Ersatzhändler vorgesehen. Doch seit seinem ersten Auftritt am 3. Mai 2016 entwickelte er sich zum festen Bestandteil der Sendung. Auch beruflich hat sich seitdem einiges verändert. Gemeinsam mit seinem Bruder Lennart betreibt er das Antiquitätengeschäft „Rheinland Antik“ in Bad Breisig. Seine Leidenschaft gilt insbesondere historischen Möbeln aus Barock und Rokoko. Verwendete Quellen: MDR (Riverboat), Rhein-Zeitung