Hintergründe zum Musiala-Schock beim FC Bayern: Hoeneß spricht von „Drama“ und ist „sprachlos“


Bayern-Patron Hoeneß nach Musiala-Schock sprachlos: „Es ist ein Drama“

Stand: 19.08.2026, 13:31 Uhr

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Der Schock beim FC Bayern über die Erkrankung von Jamal Musiala sitzt tief. Ehrenpräsident Uli Hoeneß zeigt sich hoch emotional.

München – Mit seinen Zusammenbrüchen in den Testspielen gegen RB Leipzig und den 1. FC Heidenheim hat Jamal Musiala ganz Fußball-Deutschland in Angst und Schrecken versetzt. Wenig später hat der 23-Jährige dann in einem Statement öffentlich gemacht, dass er an einer neurologischen Dysfunktion leidet. Inzwischen hat sich Uli Hoeneß zu dem Vorfall geäußert. Der Ehrenpräsident des FC Bayern ist sichtlich geschockt.

Uli Hoeneß ist nach dem Musiala-Schock sprachlos.

Uli Hoeneß ist nach dem Musiala-Schock sprachlos. © picture alliance/dpa | Matthias Balk / Bernd Feil/M.i.S.

„Wir sind schon länger über die Probleme informiert, aber gegen Leipzig ist es das erste Mal auf dem Platz passiert, für jeden sichtbar. Da haben wir noch gedacht, wenn das jetzt nicht so schnell wieder passiert, werden die Medikamente irgendwann helfen. Aber dass es vier Tage später wieder passiert, das hat mich vom Hocker gehauen“, betonte Hoeneß in einem Interview mit Sky. Als er von dem erneuten Zusammenbruch erfahren habe, sei er „sprachlos“ gewesen, „was selten genug vorkommt“.

Seit wann der FC Bayern über die Erkrankung Bescheid weiß, verriet Hoeneß nicht. Er erklärte lediglich, dass es „immer wieder Hinweise und das ein oder andere Problem“ gegeben habe, „das aber nie bei uns stattgefunden hat. Insofern waren wir nie so involviert. (…) Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit dieser Häufung dieser Probleme. Es ist ein Drama, speziell für Jamal“, so Hoeneß weiter.

In erster Linie sei es ein Problem für den Menschen Jamal, „aber mittelfristig auch für den Verein, weil wir im Moment ziemlich sprachlos sind. Wir haben uns darauf nicht vorbereiten können und wir müssen erst lernen, mit dieser Situation umzugehen“, sagte ein sichtlich geschockter Hoeneß: „Ich gehe mit dem Gedanken ins Bett und wache mit dem Gedanken an ihn auf.“

Der 74-Jährige stellte klar, dass Musiala in jeder Hinsicht „eine bedingungslose Unterstützung“ erhalten werde. „Der Verein hat ihm immer zugesagt, dass wir alles tun würden, um ihm zu helfen“, ergänzte Hoeneß. Abschließend stellte der langjährige Bayern-Manager klar, dass man sich vor Musialas Einsätzen gegen Leipzig und Heidenheim medizinisch umfassend absichern ließ. Ansonsten hätte man den DFB-Star gar nicht spielen lassen.

„Die neurologischen Spezialisten haben es uns schriftlich gegeben, dass es aus ihrer Sicht keine Bedenken gegen einen Hochleistungssport für Jamal gibt. Seitdem schlafen wir ein bisschen ruhiger, aber ich muss ehrlich sagen: Wir müssen uns an diese neue Situation erst herantasten“, so Hoeneß. (dwe)