Bayerns höchstes Holzhybridhaus feiert Richtfest in München


Stand: 11.10.2026, 17:00 Uhr

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Visualisierung Tridea

So soll das Projekt einmal aussehen, sobald es voraussichtlich im Jahr 2028 fertig ist. © Wonderworks

Der 100 Meter hohe „Urban Tower" des Projekts Tridea in Bogenhausen wächst auf einem früheren Siemens-Gelände in die Höhe. Entworfen hat das Ensemble Star-Architekt David Chipperfield – fertig sein soll es 2028.

München – In Bogenhausen hat Bayerns höchster Holzhybridbau jetzt Richtfest gefeiert. Rund zweieinhalb Jahre nach der Grundsteinlegung wird die Idee für diese innovative Bauart jetzt erstmals in ihrer ganzen Größe und Präsenz erlebbar.

Richtfest Tridea

Beim Richtfest für das Projekt kam auch die traditionelle Richtkrone zum Einsatz. © ConSite Photography

Während die Gebäudekerne in Massivbauweise entstehen, kommt in weiten Teilen der Bürogeschosse eine Holzhybrid-Konstruktion zum Einsatz. Die Kombination aus Holz und Beton spart Ressourcen, schafft eine bessere Atmosphäre für die Nutzer und reduziert signifikant den C02-Fußabdruck des Gebäudes.

Star-Architekt David Chipperfield entwarf das Tridea

Der 100 Meter hohe „Urban Tower“ bildet zusammen mit seinem 60 Meter hohen Kollegen und einem zwölfgeschossigen Verbindungsbau das „Trio am Denninger Anger“, kurz „Tridea“ genannt. In einen Teil davon soll die künftige Zentrale der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) einziehen.

Entworfen wurde das Ensemble vom Star-Architekten David Chipperfield. Tridea verbinde nachhaltige Bauweise mit moderner, identitätsstiftender Architektur und schaffe durch die Öffnung des Areals neue Qualitäten für den Stadtteil, lobte Stadtbaurätin Elisabeth Merk beim Richtfest. Die drei Gebäudeteile stehen an der Richard-Strauss-Straße 76 in Bogenhausen auf dem früher abgeschotteten Siemens-Gelände.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk begrüßt innovative Bauweise

„Besonders begrüßenswert sind die innovative Holzhybrid-Bauweise, die öffentlich zugänglichen Erd- und Dachgeschoss-Zonen sowie die begrünten Freiräume, die den Standort und seine Umgebung verbinden und aufwerten“, so Merk. So wird es eine öffentlich zugängliche Skybar mit Weitblick bis zu den Alpen, Gastronomie, ein Fitnessstudio, eine Kita, Konferenz- und Coworking-Bereiche sowie Dachterrassen und großzügige Außenflächen geben.

Insgesamt entstehen auf dem rund 20.400 Quadratmeter großen Grundstück circa 87.000 Quadratmeter Mietfläche. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für 2028 geplant.