Schock-Video aus Polen: Seniorin rammt beim Einparken sechs Fahrzeuge


Beim Einparken rammt Seniorin (78) in Sekunden sechs Autos – Überwachungskamera filmt das ganze Chaos

Stand: 17.09.2026, 13:38 Uhr

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Ein scheinbar einfaches Fahrmanöver einer 78-jährigen Fahrerin wurde in Sekunden zu einer Serie gefährlicher Zusammenstöße: Mit ihrem Skoda rammte sie sechs Autos, eine städtische Kamera zeichnete alles auf.

Zakliczyn – Zakliczyn ist eine Kleinstadt im Landkreis Tarnów in der Woiwodschaft Kleinpolen. Sie liegt am rechten Ufer des Dunajec und gilt normalerweise als eher beschaulicher Ort mit wenig Verkehr. Nun hat jedoch ein Vorfall auf dem örtlichen Marktplatz im Internet für großes Aufsehen gesorgt und die Ruhe der Stadt abrupt beendet.

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Dieser Artikel von Tomasz Lezon entstand in Kooperation mit Euronews

Auslöser war ein riskantes und völlig missglücktes Manöver einer 78-jährigen Autofahrerin. Das Portal Tarnowska.tv veröffentlichte auf Facebook die Aufnahmen einer städtischen Überwachungskamera, die den gesamten Vorgang dokumentiert.

Auf dem Video ist der Marktplatz von Zakliczyn zu sehen und ein orangefarbener Skoda Fabia, der sich langsam zwischen geparkten Autos hindurchschlängelt. Schon in dieser Phase wirkt das Fahrmanöver unsicher, dennoch versucht die Fahrerin weiter, eine Lücke zu finden.

Missglücktes Parkmanöver mitten auf dem Markt

Schließlich entscheidet sich die Fahrerin, eine freie Parklücke am Rand des Platzes zu nutzen und lenkt den Skoda ein. Beim Einlenken prallt der Wagen jedoch frontal gegen einen Poller vor ihr, statt rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Offenbar verschätzt sich die Frau sowohl beim Abstand als auch bei der Kontrolle über das Gaspedal deutlich.

Die Fahrerin setzt anschließend zurück, um sich aus der misslichen Lage zu befreien. In diesem Moment gerät die Situation endgültig außer Kontrolle und eskaliert innerhalb weniger Sekunden.

Zwar gelingt es ihr, den Wagen beim nächsten Versuch von dem Hindernis zu lösen, doch beim erneuten Rückwärtsfahren beschleunigt der Skoda plötzlich stark und kracht mit Wucht in die hinter ihr abgestellten Fahrzeuge.

Sechs beschädigte Autos und Schäden auf dem Marktplatz

Durch den unkontrollierten Rückwärtsstoß werden mehrere geparkte Autos ineinandergeschoben und erheblich deformiert. Insgesamt wurden nach Angaben aus der Region sechs Fahrzeuge beschädigt, einige davon deutlich sichtbar im Heckbereich. Auch die Karosserie des Skoda der 78-Jährigen trägt deutliche Spuren der Kollisionen, die in der kurzen Sequenz nacheinander zu sehen sind.

Neben den Autos nahmen auch Teile der Infrastruktur auf dem Marktplatz Schaden, darunter der zuvor gerammte Poller und angrenzende Einrichtungen. Die Aufnahmen zeigen deutlich, wie sich innerhalb eines Augenblicks eine gewöhnliche Alltagsszene in ein chaotisches Durcheinander verwandelt.

Passanten bleiben stehen und blicken fassungslos auf die Unfallstelle, während der Skoda schließlich zum Stillstand kommt.

Glück im Unglück: Niemand wird verletzt

Am Steuer des Skoda saß eine 78-jährige Frau aus der Region, die offenbar überfordert war und die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Die Szene wirkt besonders gefährlich, weil der Wagen bei den Ausparkversuchen mit großer Kraft zurücksetzt und sich mehrfach ruckartig bewegt.

Beobachtern zufolge deutet vieles darauf hin, dass die Fahrerin in der Stresssituation möglicherweise Gas und Bremse verwechselte. Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich zum Glück kein Fußgänger unmittelbar im Gefahrenbereich hinter dem Auto, wo sich die heftigsten Kollisionen abspielten.

Wäre jemand in diesem Moment über den Marktplatz gegangen oder hätte zwischen den Fahrzeugen gestanden, hätten die Folgen deutlich schwerer ausfallen können. So blieb es beim Blechschaden und dem Schreckmoment für alle Beteiligten.

Versicherung, Polizei und mögliche Konsequenzen

Die Reparatur der beschädigten Fahrzeuge dürfte nach derzeitigem Stand von der Haftpflichtversicherung der Verursacherin übernommen werden. Wie hoch der Gesamtschaden ausfallen wird, ist noch nicht bekannt und hängt vom Ausmaß der nötigen Instandsetzungen ab.

Unklar bleibt zudem, welche weiteren rechtlichen Konsequenzen der Vorfall für die 78-Jährige haben könnte und ob die Polizei bereits formell Ermittlungen aufgenommen hat. In vergleichbaren Fällen prüfen die Behörden unter anderem, ob eine mangelnde Fahrtüchtigkeit vorliegt oder Auflagen für die zukünftige Teilnahme am Straßenverkehr notwendig sind.

Dazu können medizinische Gutachten, Reaktionstests oder Fahrprüfungen gehören, insbesondere wenn es sich um ältere Verkehrsteilnehmer handelt. Auch in Zakliczyn stellt sich nun die Frage, ob derartige Maßnahmen in Betracht gezogen werden.

Debatte über Fahrtauglichkeit älterer Autofahrer

Das Video löste im Netz rasch eine kontroverse Debatte aus, die weit über den lokalen Rahmen hinausreicht. In zahlreichen Kommentaren stellen Nutzer die Frage nach der allgemeinen Verkehrssicherheit und der Fahrtauglichkeit hochbetagter Autofahrer.

Immer wieder tauchte auch der Vorschlag auf, Senioren ab einem bestimmten Alter regelmäßig medizinisch untersuchen zu lassen oder zusätzliche Fahrtests vorzuschreiben. Andere Stimmen warnen jedoch davor, allein das Alter als Maßstab für Einschränkungen zu verwenden, und plädieren für eine individuelle Betrachtung.

Sie verweisen darauf, dass viele ältere Menschen sehr umsichtig fahren und statistisch häufig defensiver unterwegs sind als Jüngere. Die Diskussion spiegelt damit ein generelles Spannungsfeld wider zwischen dem Recht auf Mobilität im Alter und dem Bedürfnis nach größtmöglicher Sicherheit im Straßenverkehr.

Lehren aus einem scheinbar harmlosen Parkversuch

Die Aufnahmen aus Zakliczyn machen eindrücklich deutlich, wie ein scheinbar einfacher Parkvorgang binnen weniger Sekunden erhebliche Sachschäden verursachen kann. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit oder Überforderung genügt, damit ein Fahrzeug unkontrolliert beschleunigt und mehrere Hindernisse mitreißt.

Der Fall erinnert daran, wie wichtig Routine, Konzentration und ein realistischer Blick auf die eigenen Fähigkeiten am Steuer sind. In Zakliczyn blieb es dieses Mal beim Blechschaden, Menschen kamen nicht zu Schaden – ein Umstand, den viele Kommentatoren als „Glück im Unglück“ bezeichnen.

Dennoch dürfte der Vorfall für Diskussionen sorgen, sowohl in der Stadt selbst als auch unter Verkehrsexperten, die seit Jahren auf Risiken durch Fehleinschätzungen im Straßenverkehr hinweisen. Ob aus dem spektakulären Video langfristig konkrete Maßnahmen erwachsen, bleibt vorerst offen.