Eintracht und der Millionen-Poker um Futkeu – Deutschlands bester Zweitliga-Torjäger ohne Chance


Stand: 28.07.2026, 17:44 Uhr

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Noel Futkeu ist treffsicher, Verwendung für ihn hat Eintracht Frankfurt jedoch nicht. Als Millionen-Deal eingeplant, stockt der Transfer des Torjägers.

Grassau/Frankfurt am Main – Eintracht Frankfurt hatte mit Noel Futkeu einen klaren wirtschaftlichen Plan: Rückkauf zum Schnäppchenpreis, Weiterverkauf mit sattem Gewinn. Der Stürmer, in Fürth zum treffsicheren Torjäger gereift, sollte zum Musterbeispiel smarter Transfer-Strategie werden – und kann dies noch werden. Doch bislang bleibt der große Deal aus.

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Um die Wette der Eintracht zu verstehen, lohnt der Blick auf die Zahlen: Rund 1,3 Millionen Euro flossen für die Rückkaufoption, mit welcher der 23-Jährige im Frühjahr offiziell von der SpVgg Greuther Fürth zurück an den Main geholt wurde. Intern kursierten schnell Summen von acht bis zehn Millionen Euro, die ein Transfer theoretisch einbringen könnte.

Eintracht Frankfurt und Noel Futkeu: Transfer-Poker mit Risiko

Sportlich lieferte der Angreifer starke Argumente: In der vergangenen Zweitliga-Saison erzielte er 19 Tore, bereitete weitere Treffer vor und sicherte sich die Torjägerkanone. Ein Stürmer in diesem Alter und dazu mit dieser Quote passt perfekt in das übliche Beuteschema von Klubs, die auf der Suche nach einem weiter entwicklungsfähigen Angreifer sind.

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Trotzdem scheint der Mittelstürmer in den Planungen von Eintracht Frankfurt keine zentrale Rolle zu spielen. Die SGE setzt im Angriff auf andere hochveranlagte Spieler, die Adi Hütter in der neuen Saison formen will. Für Futkeu bleibt damit vor allem die Rolle eines Assets, das über einen Transfer möglichst gewinnbringend veräußert werden soll.

Aber: Solange kein konkretes Angebot eingeht, existiert der erhoffte Marktwert nur auf dem Papier. Die Forderung (einst zehn Millionen, nun offenbar acht Millionen Euro) ist ein klares Statement der SGE, aber sie muss auch von einem interessierten Klub bestätigt werden. Bleibt diese aus, wird aus Selbstbewusstsein schnell Verhandlungsdruck.

Rein rechnerisch wäre bereits ein Verkauf im Bereich von sechs bis acht Millionen Euro ein glänzendes Geschäft für Eintracht Frankfurt: Aus einer Investition von 1,3 Mio. würde ein Mehrfaches an Erlös. Für die SGE geht es jedoch nicht nur um Zahlen, sondern auch um ihr Image als Verein, der Talente holt, entwickelt und über Transfers immer wieder große Sprünge macht.

Hinzu kommt der Faktor Zeit. Je länger der Sommer voranschreitet, desto voller werden die Kader. Gleichzeitig läuft für Noel Futkeu bei der Eintracht die Uhr: Bleibt er, blockiert er Budget und einen Kaderplatz, ohne in der Hierarchie gesetzt zu sein. Für die SGE wäre das sportlich wie wirtschaftlich ein Balanceakt.

Futkeu: Die nächsten Wochen zeigen, ob sich die SGE verzockt hat

Hat sich die Eintracht also verzockt? Noch ist es zu früh für ein endgültiges Urteil. Der Transfer-Poker um den Deutsch-Kameruner zeigt jedoch, wie schmal der Grat geworden ist. Gelingt ein Transfer nahe an der ursprünglichen Bewertung, wird der Deal zur Bestätigung des Modells. Fällt die Ablöse deutlich, bleibt eine Mahnung: Auch Sportvorstand Markus Krösche und Co. können nicht jeden Markt perfekt lesen. (PF)