Bett statt Party: Varfolomeev sucht Ruhe nach WM-Gold


Stand: 15.08.2026, 05:49 Uhr

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Rhythmische Sportgymnastik - WM

Mehrkampf-Weltmeisterin Darja Varfolomeev hofft in den Einzelfinals auf weitere WM-Medaillen. © Marijan Murat/dpa

Darja Varfolomeev erfüllt sich bei der Heim-WM in der Rhythmischen Sportgymnastik den Gold-Traum im Mehrkampf. Gefeiert wird der besondere Erfolg jedoch nicht, winken doch noch weitere Medaillen.

Frankfurt/Main - Darja Varfolomeev wollte nach ihrem goldenen WM-Kraftakt im Mehrkampf nur noch ins Bett. „Das war einer meiner schwierigsten Titel. Ich muss schlafen und mich für Sonntag erholen“, sagte die nun zwölfmalige Weltmeisterin in der Rhythmischen Sportgymnastik mit Blick auf die Einzelfinals und fügte lachend hinzu: „Nach dem ersten Titel habe ich gedacht, ab jetzt wird es einfacher. Aber es wird immer schwerer.“

Der Triumph vor heimischer Kulisse in der Frankfurter Festhalle, die einem Tollhaus glich, war für die 19-Jährige vom TSV Schmiden „auf jeden Fall ein ganz besonderer. Ich wollte unbedingt im eigenen Land die Hymne mitsingen. Es ist mit Worten kaum zu beschreiben, wie hart es ist, bis zum Ende den Fokus zu behalten“, berichtete Varfolomeev.

Rhythmische Sportgymnastik - WM

Die Fans sorgten beim Mehrkampf-Finale für eine Gänsehautatmosphäre. © Marijan Murat/dpa

Ein spezieller Dank galt den 4.250 Fans, die jeden Auftritt der Ausnahmeathletin lautstark bejubelten und für eine Gänsehautatmosphäre sorgten. „Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung der Zuschauer. Man fühlt die Begeisterung der Menschen für den Sport“, sagte Varfolomeev.

Varfolomeev will mehr Edelmetall

Zum Abschluss der Titelkämpfe bieten sich am Sonntag drei weitere Gold-Chancen in den Einzelfinals mit dem Ball, dem Band und dem Reifen. „Es wird genauso schwer. Ich muss mich wirklich konzentrieren und werde versuchen, so gut wie möglich durchzukommen“, kündigte die Mehrkampf-Olympiasiegerin an.

Die Zeit bis dahin wolle sie vornehmlich zur Regeneration nutzen. „Es ist wichtig, jetzt abzuschalten und sich ein bisschen Zeit für sich selbst zu nehmen“, sagte Varfolomeev und beteuerte: „Feiern werde ich jetzt definitiv nicht.“ dpa