Beweis für gute Frühform: Nach Sieg gegen Bochum legt Hertha BSC direkt nach
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2. Bundesliga
Nach dem Sieg in Bochum schlägt Hertha BSC auch Heidenheim mit 4:1. Die Mannschaft von Stefan Leitl beweist im Olympiastadion bemerkenswerte Frühform.
15.08.2026, 15:07 Uhr
3 Min
Marten Winkler jubelt über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 von Hertha BSC gegen den 1. FC Heidenheim.
© Eibner/Imago
So schön so ein Auftaktsieg in eine neue Saison auch immer sein mag, so hat er doch auch einen Haken: Man weiß trotz des Erfolgserlebnisses nicht so recht, wo man denn wirklich steht. Falls es dafür noch einen Beweis brauchte, musste man sich am Freitagabend nur mal das Ergebnis von Eintracht Braunschweig anschauen. Mit 6:1 hatten die Niedersachsen zum Auftakt noch den 1. FC Magdeburg abgeschossen und sich zum ersten Tabellenführer der neuen Spielzeit in der 2. Bundesliga gekürt – gegen den VfL Bochum allerdings am zweiten Spieltag 0:1 verloren.
Der VfL war seinerseits mit 0:1 gegen Hertha BSC unterlegen. Für die Berliner war es wiederum der erste Auftaktsieg seit der Bundesliga-Saison 2020/21. Nur eine Woche später war die Start-Euphorie mit dem 1:3 im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt allerdings schon wieder verflogen. Wie es anders gehen kann, zeigte Hertha BSC am Sonnabend gegen den 1. FC Heidenheim. Bereits zur Halbzeit hatte da die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl den Grundstein für den späteren 4:1-Sieg gelegt.
Sebastian Grönning erfüllt Forderung von Stefan Leitl
Vor allen Dingen aber hat das nach zahlreichen Abgängen stark veränderte Berliner Team gezeigt, dass das 1:0 beim VfL Bochum kein Ausrutscher nach oben war, sondern Leitl offenbar eine Mannschaft geformt hat, die auch als solche auftritt. Bestes Beispiel: Sebastian Grönning. Nach seinem Siegtreffer in Bochum brachte er Hertha BSC per Kopfball nach einer spannenden Freistoßvariante bereits in der zweiten Minute mit 1:0 in Führung und erfüllte auch im zweiten Saisonspiel die Forderung des Trainers.
Der Angreifer zeigte vor 41.459 Zuschauern im Berliner Olympiastadion auch gegen Heidenheim die Aggressivität, die sich Leitl von ihm wünscht, und lief den Gegner im Wechsel mit den anderen Hertha-Offensivkräften immer wieder früh an. Aggressivität war auch das richtige Stichwort für den zweiten Treffer. Marten Winkler eroberte in der 26. Minute an der Mittellinie den Ball, lief mit diesem Richtung Tor und traf aus mehr aus 20 Metern in zentraler Position zum 2:0.
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Und als auch noch der ebenfalls für seine Aggressivität bekannte Deyovaisio Zeefuik eine Vorlage von Winkler per Lupfer von der Strafraumkante sehenswert zum 3:0 vollendete, hatte Hertha BSC eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass das 1:0 zum Saisonauftakt keinesfalls nur ein Zufallsprodukt gewesen sein muss.
Gegen Bundesliga-Absteiger Heidenheim hatten die Berliner eine herausragende erste Hälfte gezeigt, lediglich kurz nach dem Seitenwechsel etwas die Kontrolle über die Partie verloren. Genau in dieser Phase kassierte die Mannschaft von Stefan Leitl das Gegentor von Jan Schöppner zum 1:3 nach einem Freistoß (49.). Aber: Dadurch ließ sich Hertha BSC nicht vom Matchplan abbringen, sondern hatte den Gegner spätestens nach 60 Minuten wieder im Griff.
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Etwas zu viel Aggressivität legte allerdings Zeefuik kurz vor Spielende an den Tag. Nach einer Tätlichkeit gegen Heidenheims Maximilian Breunig sah der Niederländer in der 88. Minute die Rote Karte. Für den positiven Schlusspunkt aber sorgte Oluwaseun Adewumi.
Der Sommerzugang traf im Anschluss an eine Heidenheimer Ecke aus einer Kontersituation zum 4:1-Endstand. Der zweite Sieg im zweiten Spiel war die Bestätigung einer offensichtlich guten Frühform der Berliner.
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