Blaualgen am Buga-See: Gesundheitsamt spricht Badeverbot aus und sperrt Wasserspielplatz


Stand: 03.08.2026, 17:31 Uhr

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PRODUKTION - 28.07.2022, Hessen, Kassel: Ein ·Baden verboten·-Schild steht am Strand des Buga-Sees. Aufgrund des vermehrten Auftretens der Blaualge ist der See am Rand der Innenstadt für Badegäste bis auf Weiteres gesperrt. (Zu dpa: „Grünliche Gewässer vermiesen Badespaß - Nicht alle Blaualgen toxisch“) Foto: Uwe Zucchi/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Baden verboten: Wegen Blaualgen darf an der Buga nun nicht mehr geschwommen werden. © Uwe Zucchi/dpa

Blaualgen haben sich im Bugasee massenhaft vermehrt, gesundheitliche Beeinträchtigungen lassen sich nicht ausschließen. Auch Bereiche des Wasserspielplatzes sind betroffen.

Kassel – Durch die anhaltende Trockenheit sowie die hohen Temperaturen haben sich die Blaualgen im Bugasee massenhaft vermehrt, so die Stadt in einer Pressemitteilung. Nun hat das Gesundheitsamt gemeinsam mit dem Umwelt- und Gartenbauamt ein Badeverbot ausgesprochen, da gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht auszuschließen sind. Davon betroffen ist außerdem der Wasserspielplatz, der mit Seewasser gespeist wird. Die übrigen Spielgeräte sind weiterhin nutzbar.

Auch die sehr geringe Sichttiefe bedeutet ein deutlich erhöhtes Sicherheitsrisiko, da Rettungsmaßnahmen deutlich erschwert werden und eine höhere Verletzungsgefahr besteht. Zuletzt wurde im Juli 2022 ein Badeverbot für den See ausgesprochen.

Sonne, steigende Wassertemperaturen und wenig Wasser begünstigen Blaualgen

Die Kombination aus sinkendem Wasserstand, intensiver Sonneneinstrahlung und steigenden Wassertemperaturen schafft günstige Bedingungen für die Entwicklung von Cyanobakterien, wie Blaualgen eigentlich heißen. Entgegen der weitverbreiteten Bezeichnung handelt es sich bei Blaualgen jedoch nicht um Algen, sondern um Bakterien. Sie gehören zu den ältesten Organismen der Erde und können sich insbesondere in nährstoffreichen, warmen und langsam fließenden oder stehenden Gewässern stark vermehren. 

Einige Arten bilden Stoffwechselprodukte, die für Menschen und Tiere gesundheitsschädlich sein können. Deshalb werden die Gewässer während der Badesaison regelmäßig kontrolliert.

Größere Wasserpflanzen leisten in Buga Beitrag zur Wasserqualität

Einen wichtigen Beitrag zur Wasserqualität leisten die im See vorkommenden Makrophyten, also größere Wasserpflanzen wie Laichkräuter oder Tausendblatt. Sie nehmen Nährstoffe aus dem Wasser auf, produzieren Sauerstoff, stabilisieren das ökologische Gleichgewicht und konkurrieren mit Cyanobakterien um Licht und Nährstoffe. Damit wirken sie als natürliche „Wasserreiniger“ und tragen wesentlich zur Verbesserung der Wasserqualität bei.

Aus diesem Grund wurden die Wasserpflanzen im Bugasee bewusst erhalten. Die ökologische Funktion der Makrophyten ist ein wesentlicher Bestandteil eines nachhaltigen Gewässermanagements. Aber auch hier war dieses Jahr eine überdurchschnittlich starke Vermehrung der Makrophyten zu erkennen. Diese werden im September mit einem Unterwassermähboot zurückgeschnitten und die Biomasse aus der Buga entfernt.