Bornauw kämpfte um den HSV-Wechsel – und hat klare Pläne


HSV

Mussten lange warten, bevor ihre Zusammenarbeit begann: Sebastiaan Bornauw (l.) und HSV-Trainer Merlin Polzin
Witters

Sebastiaan Bornauw soll beim HSV die Abwehr führen. Der Belgier fühlt sich in Hamburg schon jetzt wohl – und kann sich einen langfristigen Verbleib vorstellen.

An diesem Transfer wurde im Hintergrund lange gearbeitet. Bereits unmittelbar nach dem Ende der vergangenen Saison nahm der HSV erstmals Kontakt zu Sebastiaan Bornauw auf. Drei Monate später ist der Innenverteidiger nun endlich in Hamburg. Unterschrieben hat der Belgier zunächst einen Leihvertrag für eine Spielzeit. Bleiben will er jedoch länger. Das machte der 27-Jährige bei seiner Vorstellung im Volkspark deutlich.

Bornauw soll beim HSV in große Fußstapfen treten. Nach dem Abgang von Luka Vuskovic ist der Nationalspieler (vier Einsätze) als neuer Abwehrchef bei den Hamburgern eingeplant. „Ich habe seine Saison verfolgt und gesehen, dass er super gespielt hat“, sagt Bornauw über seinen Vorgänger.

Vergleichen will er sich mit Vuskovic aber nicht. „Jetzt bin ich hier, um mein Spiel zu machen. Ich hoffe, es wird eine gute Saison.“

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Bornauw mag das intensive Spiel auf dem Platz 

Der Belgier steht für eine intensive Spielweise. „Ich mag Zweikämpfe und versuche, am Ball ruhig zu bleiben. Wenn ich kann, nehme ich auch gerne mal ein Tor mit“, erzählt der Innenverteidiger, der für Köln, Wolfsburg, Anderlecht und zuletzt Leeds United bereits knapp 200 Profispiele absolviert hat.

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Für einen Wechsel zum HSV entschied sich Bornauw, weil er in England trotz guter Leistungen zu selten zum Einsatz kam. Dabei wollte der Premier League-Klub ihn eigentlich gar nicht abgeben. Entsprechend lang zogen sich die Gespräche hin. „Es war mit Leeds schon ein Kampf, dass sie mich gehen lassen, weil sie eigentlich sehr zufrieden waren“, verrät der Belgier. „Aber ich wollte mehr spielen. Das hoffe ich, jetzt hier zu machen.“

Chef-Rolle in der Abwehr ist für Bornauw „kein Problem“ 

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Bornauw ist grundsätzlich überzeugt, dass der HSV genau der richtige Verein für ihn ist. „Es ist ein sehr großer Traditionsverein, das passt zu mir. Das gibt mir als Spieler Energie und ich glaube, dass das das Beste aus dem Spieler Sebastiaan Bornauw rausholen kann“, betont der Blondschopf, der sich auch sehr gut mit der Rolle des Abwehrchefs identifizieren kann. „Es ist kein Problem, diese Rolle zu übernehmen. Ich glaube, dass ich ein bisschen Persönlichkeit habe. Ich mag es zu reden und meinem Kollegen zu helfen. Ich bin ein Typ, der sehr gerne arbeitet.“

Zu sehen war all das bereits an seinen ersten beiden Trainingstagen im Volkspark. Bornauw, der die komplette Saisonvorbereitung mit Leeds United absolviert hat, ist topfit und bereit, in der kommenden Woche beim Pokalspiel in Verl und zum Ligastart in Dortmund direkt richtig loszulegen. Sein Ziel ist es, mit dem HSV eine „gute und stabile Saison“ zu spielen und dabei möglichst frühzeitig den Klassenerhalt zu schaffen. Danach soll der HSV die Kaufoption über 4,6 Millionen Euro ziehen. „Das hoffe ich“, sagt er dazu. „Wenn ich hier glücklich bin, sehe ich keinen Grund, zu wechseln.“