Bremen warnt vor Hitze-Hammer: Über 32 Grad, nachts kaum Abkühlung
Stand: 13.08.2026, 18:22 Uhr
Kommentare

Temperaturen von über 32 Grad und eine dauerhaft hohe Wärmebelastung erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für diesen Freitag in der Stadt Bremen. Das Gesundheitsamt gibt Tipps für die Hitze.
Bremen – Für den 14. August hat der DWD eine Hitzewarnung herausgegeben, die neben der extremen Tageshitze auch vor verringerter nächtlicher Abkühlung warnt, insbesondere in dicht bebauten Stadtgebieten.
Vor diesem Hintergrund ruft das Gesundheitsamt Bremen die Bevölkerung dazu auf, den Alltag an die außergewöhnlich hohen Temperaturen anzupassen. Tätigkeiten im Freien sollten – sofern möglich – in die kühlen Morgen- oder Abendstunden verlegt und körperliche Anstrengungen weitgehend vermieden werden. Besonders wichtig sei es, viel zu trinken, auch ohne ausgeprägtes Durstgefühl. Geeignet seien vor allem Wasser und ungesüßte Getränke; von alkoholischen oder stark zuckerhaltigen Getränken wird abgeraten. Um Magenbeschwerden zu vermeiden, sollten Getränke zudem nicht zu kalt sein. Menschen mit Nieren- oder Herzleiden sollten laut Angaben des Gesundheitsamts Rücksprache mit ihrem Hausarzt oder ihrer Hausärztin halten, welche Trinkmenge für sie angemessen ist. Empfohlen werden mehrere kleine, leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt.
Morgens lüften
Um die Wohnräume möglichst kühl zu halten, rät das Gesundheitsamt zu Stoßlüften in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden sowie zum Einsatz von Jalousien und Vorhängen. Ventilatoren können bei stehender Luft für zusätzliche Luftbewegung sorgen. Tätigkeiten, die zusätzliche Wärme erzeugen – etwa Backen oder Bügeln – sollten möglichst vermieden werden. Im Freien sei es ratsam, sich überwiegend im Schatten aufzuhalten. Zur Kühlung des Körpers empfehlen die Fachleute kühle, feuchte Umschläge an Armen, Beinen, Stirn oder Nacken sowie wohltuende Fußbäder. Das Wasser sollte dabei nicht zu kalt sein, da plötzliche Kälte den Blutdruck in die Höhe treiben und das Schwitzen im Anschluss noch verstärken kann. Auch ausreichender Schlaf – möglichst im kühlsten Raum der Wohnung – und leichte Bettwäsche tragen laut Gesundheitsamt zum Schutz vor Hitzebelastung bei.
Ein weiterer Schwerpunkt der Empfehlungen betrifft den Sonnenschutz im Freien. Empfohlen werden Sonnenschutzmittel mit geeignetem Lichtschutzfaktor, das Tragen eines Sonnenhuts sowie einer Sonnenbrille. Kleidung sollte leicht und möglichst hell sein, um zusätzliche Aufheizung zu vermeiden.
Ältere Menschen und Kinder gefährdet
Als besonders gefährdet gelten nach Angaben des Gesundheitsamts Kinder, ältere und gesundheitlich geschwächte Menschen. Betreuende Personen seien angehalten, hier besonders auf ausreichenden Schutz zu achten. Unter keinen Umständen dürfen Kinder, geschwächte Personen oder Haustiere in geparkten Fahrzeugen zurückgelassen werden: In Autos können die Temperaturen – je nach Außentemperatur – innerhalb weniger Minuten auf bis zu 70 Grad Celsius steigen und damit lebensbedrohlich werden.
Auch der richtige Umgang mit Medikamenten spielt laut Behörde eine Rolle. Arzneimittel sollten auf ihre Hitzeverträglichkeit geprüft und ordnungsgemäß gelagert werden. Im Zweifel wird empfohlen, den Hausarzt oder die Hausärztin zum richtigen Umgang zu befragen.
Weitere Informationen zum Verhalten bei großer Hitze sowie Hinweise zu kühlen Aufenthaltsorten in Bremen und Bremerhaven sind nach Angaben der Stadtverwaltung auf dem Hitzeportal abrufbar. Zusätzlich bietet das Gesundheitsamt Bremen eine telefonische Beratung zum Umgang mit Hitzewellen an. Das Beratungstelefon ist montags und mittwochs jeweils von 9 bis 13 Uhr unter der Nummer (0421) 361 15513 erreichbar.
Tagesaktuelle Hinweise, ob im Land Bremen starke Hitze zu erwarten ist, stellt der Deutsche Wetterdienst zur Verfügung.