Brockels Nasir wird im Samtgemeinde-Derby zum Helden
Stand: 05.10.2026, 13:24 Uhr
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Während die Brockeler einen für sich wichtigen Sieg feiern, fertigt Visselhövede die Hemslinger ab und bei Jeddingen bricht der Bann.
Rotenburg – Nach dem großen Samtgemeinde-Derby hat der TuS Brockel gejubelt. Auf heimischem Platz besiegte das Team aus der 1. Fußball-Kreisklasse Süd den Ortsnachbarn TuS Bothel in einem durchaus hitzigen Duell dank eines späten Treffers mit 1:0. Spitzenreiter VfL Visselhövede hat derweil den nächsten Kantersieg gefeiert und den TuS Hemslingen/Söhlingen mit 8:0 geschlagen. „Die haben hier in der Liga nichts mehr verloren“, fand Hemslingens Trainer Kevin Bartels und schmunzelte.
VfL Visselhövede - TuS Hemslingen/Söhlingen 8:0 (4:0). Vor allem Linksaußen Collin Carstens versprühte große Spielfreude. Er traf doppelt (19./21.) und legte zudem einen weiteren Treffer von Daniel Reuter vor (90.). „Er war flink, griffig und hat gute Entscheidungen getroffen“, lobte Co-Trainer Oliver Dittmer. Er hat seinen Spielerpass übrigens in Hemslingen liegen und kam beim Gegner bereits zum Einsatz. „Gegen ,meine‘ Jungs habe ich mich natürlich außen zurückgehalten“, gab er zu. Jermain Peacock (12.), Kevin Braber (20.), Lukas Stahn (60.), Patrick Peter (70.) und Louis Helwig (89.) trieben das Ergebnis in die Höhe. „Anfangs konnten wir gut gegenhalten. Zwischen der 19. und 21. Minute haben wir aber komplett gepennt, drei Gegentore bekommen und der Ofen war total aus“, fasste Hemslingens Coach Kevin Bartels zusammen.
TuS Brockel - TuS Bothel 1:0 (0:0). Das Derby wurde für beide Mannschaften zu einer Geduldsprobe. Chancen auf beiden Seiten waren zwar da, wie unter anderem ein Lattenschuss von Hauke Westermann, doch Tore fielen nicht. Erst nach einem langen Ball in der 81. Minute machte sich Borreir Nasir auf den Weg, schoss ein und wurde so zum Derbyhelden. „Wir waren spielerisch schon deutlich verbessert, auch wenn wir im letzten Drittel viele schlechte Entscheidungen getroffen haben“, meinte Brockels Trainer Kai Surek. Bothel hatte mit Kilian Hoffmann, Westermann, Loris Mensing und Jannis Erler eine starke Viererkette, die viel löschte. „Man hat die Routine von Brockel gemerkt. Natürlich ist man da ein wenig geknickt. Man merkt, dass wir in der Entwicklung sind“, gestand Gästecoach Thorsten Hoffmann. Brockels „Co“ Mattis Leuenroth bekam in der Nachspielzeit noch Rot, weil er laut Surek „eine unpassende Äußerung“ wählte gegenüber eines Spielers.
TV Sottrum II - MTV Jeddingen 1:4 (0:2). Der Bann ist gebrochen! Im achten Anlauf gab es den ersten Sieg für Jeddingen in dieser Saison – und das beim Tabellendritten. „Eine tolle Leistung von den Jungs“, fand Gästecoach Peer Leefers. Er bot Leon Müller nach deutlich mehr als einem Jahr Pause aufgrund eines Kreuzbandrisses im rechten Mittelfeld auf. „Schon in den ersten 20 Minuten hat er den Unterschied gemacht“, freute sich Leefers. Die Tore erzielten Finn Vollmer (2./16.), Joris Helmke (47.) und Niklas Vollmer (52.). Sottrums Tor erzielte Enrico Grüpmeier (86.).
SG Hassendorf/Bötersen - SG Schwitschen/Wittorf 2:1 (1:0). Der Saisonstart war katastrophal, aber nun feierten die Hausherren bereits den vierten Sieg in Serie dank des späten Tores von Stephan Kornek (90.+2). Damit fügte er dem Gast die vierte Pleite in Serie zu. „Wir hatten da schon mit einem verdienten Unentschieden gerechnet“, gab Hassendorfs Trainer Matthias Grünig zu. Er betonte aber in Anbetracht vieler Chancen: „Es hätte auch gut 6:6 ausgehen können.“ Kimi Gerla hatte früh getroffen (2.), Schwitschen glich durch Pascal Prange aus (63.). „Wir haben drei, vier Hundertprozentige, die wir nicht machen. Das ist leider so, wenn man den Flow nicht mehr hat. Sonst war es in der zweiten Hälfte richtig gut“, fand Trainer Elias Jockusch. Meist machte der starke Keeper Tede Meyer den Gästen einen Strich durch die Rechnung.
Einer der besten Freistöße, die ich je gesehen habe.
Bartelsdorfer SV - SG Reeßeum/Taaken 2:2 (1:0). Reeßums Kevin Schnirpa sicherte seiner Elf mit seinen Schüssen das Remis. Erst haute der Mittelfeldspieler, der zwischendurch auch als Innenverteidiger agierte, aus 28 Metern einen Freistoß rein (73.). „Einer der besten, den ich je gesehen habe“, schwärmte Coach Sebastian Bettinger. Dann konnte Schnirpas Versuch nur abgeprallt werden und Fabian Rebbin staubte ab (89.). „Nach dem 0:2 haben nur noch wir gespielt“, fand Bettinger. Bartelsdorf hatte durch Dustin Hollmann (35.) und Michel Peters (56.) geführt. „Ein sehr schlechtes Spiel mit gerechter Punkteteilung“, fand Bartelsdorfs Trainer Tobias Schiller.
TuS Hemsbünde - VfL Sittensen 0:2 (0:1). Die Vorzeichen bei den Gastgebern waren schlecht. Am Morgen sagten noch mehrere Spieler ab. So schossen Jannes Bremer (29.) und Luca Schmidt (72.) den Sieg der Gäste heraus. „Wir waren nicht zwingend genug. Das Ergebnis ist trotzdem zu hoch für den Spielverlauf“, meinte Teammanager Alexander Grams. Er sah erst eine Rote Karte für Sittensens Prince Irankunda wegen Notbremse (46.) und dann Gelb-Rot gegen Hemsbündes Ahmad Al Mountafek wegen wiederholten Foulspiels (75.).