„Bündnis zwischen Moskauer Dreckskerlen und dem wahnsinnigen Regime in Nordkorea“: Selenskyj beklagt Einsatz nordkoreanischer Rakete


Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland bei seinem schweren Luftangriff erstmals seit längerer Zeit wieder eine Rakete aus Nordkorea eingesetzt. Gerade diese Rakete habe das Wohnhaus einer Großfamilie in Raduschne bei Krywyj Rih getroffen, sagte Selenskyj in einer Videoansprache aus Kyjiw. Es werde noch Untersuchungen geben, aber nach derzeitigem Stand handele es sich um eine nordkoreanische ballistische Rakete.

„Das Bündnis zwischen den Moskauer Dreckskerlen und dem wahnsinnigen Regime in Nordkorea existiert für Raketen, für nordkoreanische Truppen an unseren Grenzen hier in Europa und dafür, unsere ukrainischen Kinder zu töten“, heißt es in der Verschriftlichung der Ansprache.

In Raduschne wurden nach vorläufigen Angaben sechs Mitglieder einer Familie getötet, wobei in dem völlig zerstörten Haus zehn Menschen wohnten.

Russland und das isolierte kommunistische Nordkorea haben eine enge militärische Zusammenarbeit mit gegenseitigem Beistand vereinbart. Nordkoreanische Soldaten kamen 2024 und 2025 in Russland zum Einsatz, als es darum ging, eingedrungene ukrainische Truppen aus dem westrussischen Gebiet Kursk zu verdrängen.

Nach Erkenntnissen der Ukraine und westlicher Geheimdienste hat Nordkorea aber auch ballistische Raketen, Artilleriegeschütze und Raketenwerfer und Munition an Moskau geliefert. Die Ukraine warnt davor, dass Pjöngjang erneut Tausende Soldaten an Russland abstellen könnte. Im Juli haben beide Länder bei einem Besuch der Außenministerin Choe Son Hui in Moskau ihr Bündnis bekräftigt.

Der Ukraine gelingt es unterdessen, Russland durch Langstreckenangriffe auf die Ölindustrie, auf Waffenfabriken und Logistikzentren unter Druck zu setzen. Auch Moskau meldete in diesem Zusammenhang tote Zivilisten, allerdings sind die Opferzahlen in der überfallenen Ukraine weitaus größer. (dpa/Tsp)