Chaosfahrt durch Gießen: Mann rammte Autos und erfasste Fußgängerin – jetzt beginnt der Prozess
Stand: 01.09.2026, 20:16 Uhr
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Nach der Horrorfahrt in Gießen im Dezember 2025 beginnt am Mittwoch der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen.
Gießen – Rund acht Monate nach einer folgenschweren Fahrt durch die Gießener Innenstadt steht ein 32-jähriger Mann ab Mittwoch (2. September) vor dem Landgericht Gießen. Verhandlungsbeginn ist um 13.30 Uhr. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem versuchten Mord vor.
Die Anklagebehörde geht davon aus, dass der Mann zum Tatzeitpunkt an einer akuten Psychose gelitten haben dürfte. Aus diesem Grund hat sie kein reguläres Strafverfahren angestrengt, sondern ein sogenanntes Sicherungsverfahren eingeleitet. Ziel ist es, den Beschuldigten dauerhaft in einer psychiatrischen Einrichtung unterzubringen.
Geparktes Auto schleuderte in Richtung Bushaltestelle
Neben dem versuchten Mord werden dem Mann gefährliche Körperverletzung sowie gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr zur Last gelegt. Vorstrafen hat er laut Staatsanwaltschaft keine.
Die Tat soll sich am Abend des 22. Dezember 2025 ereignet haben. Zunächst soll der Beschuldigte mit seinem Fahrzeug ein anderes Auto gerammt haben. Anschließend wechselte er laut Anklage auf die Gegenspur und fuhr mit erhöhter Geschwindigkeit gezielt auf einen geparkten Wagen auf. Dieser wurde durch den Aufprall in Richtung einer Bushaltestelle katapultiert.
Dort soll das Fahrzeug eine Fußgängerin erfasst und schwer verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft ist der Auffassung, dass der heute 33-Jährige deren Tod zumindest billigend in Kauf genommen habe. Im weiteren Verlauf soll er teils über den Gehweg weitergefahren sein und zwei weitere Personen leicht verletzt haben. Nach einer Kollision mit einem weiteren geparkten Auto wurde er schließlich von der Polizei festgenommen.
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