Kollege schlägt Alarm: Co-Pilot betrunken im Cockpit – Flug mit 100 Passagieren gestrichen
Co-Pilot von Turkish Airlines betrunken – Flug mit 100 Passagieren gestrichen
Stand: 29.08.2026, 07:11 Uhr
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Ein Co-Pilot sorgt für den Ausfall eines Turkish-Airlines-Fluges in Brüssel. Ein Atemtest war positiv ausgefallen – der Pilot hatte zu viel Promille.
Brüssel – Es war ein ganz normaler Donnerstagmorgen am Brüsseler Flughafen Zaventem – bis ein Kollege Alarm schlug. Eine Turkish-Airlines-Maschine mit mehr als 100 Passagieren an Bord rollte nicht auf die Startbahn. Der Grund: Der Co-Pilot war betrunken. Laut der belgischen Bundespolizei hatte die Fluggesellschaft selbst die Luftfahrtpolizei am Brussels Airport alarmiert.

„Heute Vormittag informierte eine Fluggesellschaft die Luftfahrtpolizei am Brussels Airport, dass ein Co-Pilot eines ihrer abfliegenden Flüge möglicherweise zu viel getrunken haben könnte“, bestätigte die Polizei gegenüber Het Belang van Limburg. Eine gut informierte Quelle ergänzte: „Es gab den Verdacht, dass einer der Piloten betrunken war.“ Die Beamten kamen, der Co-Pilot musste einen Atemtest ablegen – und der fiel positiv aus. Der Flug wurde zunächst verzögert und schließlich vollständig gestrichen. Über 100 Passagiere mussten am Gate bleiben.
Betrunkener Pilot aus Maschine gezogen: Bei Weitem kein Einzelfall
Ein betrunkener Pilot im Cockpit klingt nach einem Einzelfall. Derartige Fälle werden aber immer wieder gemeldet. Im Juli 2025 war ein Pilot von Delta Airlines in Stockholm aufgefallen. Nach einem positiven Atemtest wurde sein Transatlantikflug gestrichen. Im März 2024 hatte ein schottisches Gericht den 63-jährigen Piloten Lawrence Russell Jr. zu zehn Monaten Haft verurteilt. Dieser war in Edinburgh mit einem doppelt so hohen Blutalkoholwert wie erlaubt zum Dienst erschienen.
Im Januar 2025 hatte die Polizei in Savannah, Georgia, den Southwest-Airline-Piloten David Allsop im Cockpit beim Pre-Flight-Check verhaftet. Ein Sicherheitsbeamter vor Ort hatte Anzeichen von Trunkenheit bei dem Piloten bemerkt. Ein weiterer Flughafenmitarbeiter hatte kurz vor Weihnachten 2025 Alarm geschlagen. In Vancouver musste ein Air-India-Pilot mit dem Ziel Delhi seine Boeing 777 aufgrund von Trunkenheit stehen lassen.
Die Grenzwerte beim Alkohol liegen für Piloten in den meisten Ländern deutlich unter denen für Autofahrer. In der EU herrscht ein Limit von 0,2 Promille. In Deutschland dürfen Autofahrer mit unter 0,5 Promille noch auf die Straße. Mehrere Piloten von Air India waren kürzlich sogar positiv auf Drogen getestet worden. (Quellen: Simpleflying, CNN, Het Belang van Limburg) (rd)