Angriff auf CSD in Berlin: Mutmaßlicher Verdächtiger identifiziert – „Wird der islamistischen Szene zugerechnet“
Stand: 26.07.2026, 03:01 Uhr
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Vorfall beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin: Ein Auto fuhr in eine Menschengruppe. Es gibt mindestens ein Todesopfer, vieles ist noch unklar.
Berlin – Update 2.59 Uhr: Nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Days in Berlin hat die Polizei nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Verdächtigen identifiziert. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, sagte Polizeisprecher Florian Nath.
Update 2.27 Uhr: Die Polizei hat eine Wohnung in Schöneberg durchsucht. Es erfolgte keine Festnahme, weil kein Mensch angetroffen wurde, wie Polizeisprecher Florian Nath der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Zugriff, an dem Spezialkräfte der Polizei (SEK) beteiligt waren, erfolgte nach Informationen der „Welt“ gegen 1.10 Uhr. Demnach war in dem Mietshaus ein sehr lauter, explosionsartiger Knall zu hören. Vorher hatten Polizisten das Gebäude betreten. Nach dem „Welt“-Bericht rückte die Polizei gegen 1.25 Uhr wieder ab.
Update 1.17 Uhr: Nach Polizeiangaben gibt es unterschiedliche Aussagen dazu, ob es ein oder mehrere Täter gibt bei der Tat am Rande des Christopher Street Days in Berlin. „Deshalb haben wir uns sehr breit aufgestellt“, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Details wollte er nicht nennen - auch mit Blick auf den oder die flüchtigen Täter. Es seien seit dem Samstagmorgen mehr als 2.200 Polizisten in Berlin im Einsatz. Sie seien teils schwer bewaffnet. Auch verdeckte Kräfte seien dabei. Hinzu kämen mehrere Hundert Beamte im gesamten Stadtgebiet.
Update 1.11 Uhr: Zudem bittet die Polizei um Mithilfe und schreibt bei X: „Helfen Sie unseren Ermittlerinnen und Ermittlern in der aktuellen Lage im #Tiergarten! Zeuginnen und Zeugen werden gebeten sachdienliche Hinweise in Form von selbst aufgenommenen Fotos oder Videos zum Tatgeschehen über den folgenden Link für die weiteren Ermittlungen an unser #Hinweisportal zu übersenden: https://be.hinweisportal.de“
Polizei gibt neue Informationen: Nach aktuellem Stand 17 Verletzte, darunter ein Todesopfer
Update 1.09 Uhr: Die Polizei Berlin schreibt bei X: „Nach aktuellem Stand wurden 17 Personen verletzt, darunter eine tote Person und mehrere lebensgefährlich Verletzte. Für Angehörige wurde eine Personenauskunftsstelle unter 030 8485 4460 eingerichtet.
Die Ermittlungen zum Tathergang dauern an.“
Update 1.02 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Todesfahrt am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin als „abscheuliche Tat“ verurteilt. Merz stehe mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) „in engstem Kontakt“ und werde von den Sicherheitsbehörden „fortlaufend unterrichtet“, erklärte ein Regierungssprecher in der Nacht zum Sonntag. Merz und Dobrindt „danken den Einsatzkräften und werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen“.
CSD in Berlin: Festnahme von Polizei dementiert
Update 0.54 Uhr: Polizeisprecher Florian Nath dementiert laut Focus, dass es eine Festnahme gegeben habe, wie sie zuvor von ntv berichtet worden war. Es deutet aber immer mehr darauf hin, dass auch Menschen durch Stiche verletzt wurden. „Das ist das, was uns Zeugen geschildert haben. Dass dort Leute mit Stichverletzungen liegen sollen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath laut dpa.
Update 0.47 Uhr: Nach dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days in Berlin mit mindestens einem Toten und mehreren teils lebensgefährlich Verletzten prüft die Polizei, ob auch eine Stichwaffe eingesetzt wurde. „Es ist Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab. Ob jemand dann das Fahrzeug verlassen hat und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt und die verletzt hat“, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Die „Bild“ berichtete, eine Person mit einem Messer habe das Fahrzeug verlassen, die „B.Z.“ schrieb von einer Machete.
Update 0.42 Uhr: „Nach Informationen von RTL/ntv konnte der Amokfahrer festgenommen werden“, ist auf n-tv.de zu lesen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es noch nicht.
Update 0.17 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) spricht nach dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days von einem „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“. „Nach einem friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert“, teilte er mit.
CSD bei Berlin: Mindestens ein Toter, zudem Schwerverletzte
Update 0.07 Uhr: Bei dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days in Berlin hat es nach Polizeiangaben auch Schwerverletzte gegeben. Das erklärte Polizeisprecher Florian Nath bei X. Zuvor hatte er von 15 Betroffenen berichtet. Ein Mensch sei so lebensgefährlich verletzt worden, dass er gestorben sei.
Update 0.00 Uhr: Nach dem tödlichen Vorfall am Rande des Christopher Street Days warnt der Berliner Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler vor Spekulationen über den Hintergrund. Danach gefragt, ob es irgendwelche Hinweise für einen politischen oder kriminellen Hintergrund gebe, sagte der SPD-Politiker, dazu könne man im Moment noch nichts zu sagen. Es sei auch besser, noch nicht zu spekulieren. „Es hat sich ja auch nicht in der Veranstaltung selber abgespielt, sondern tatsächlich im Tiergarten.“ Das mache die Sache nun auch unübersichtlich.
Gaebler, der Innensenatorin Iris Spranger während ihres Urlaubs vertritt, zeigte sich bestürzt über den Vorfall - insbesondere bei einer Veranstaltung, bei der Hunderttausende „für Vielfalt, für Zusammenleben und für Achtung voreinander demonstriert haben“. „Und insofern ist das natürlich noch mal ein Beweis dafür, dass man das nicht oft genug machen kann“, sagte Gaebler.
Update 23.59 Uhr: Bei dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days in Berlin ist nach ersten Erkenntnissen ein weißer Wagen am Ahornsteig parallel zur Lennéstraße gefahren. Das sagte Polizeisprecher Florian Nath. Dort habe das Fahrzeug mehrere Personen angefahren, möglicherweise auch umgefahren, bevor er mit Baum kollidierte. Der Fahrer habe das Fahrzeug verlassen und sich in unbekannte Richtung entfernt.
CSD in Berlin: Hintergründe des Vorfalls noch völlig unklar
Update 23.57 Uhr: Nachdem ein Fahrzeug mehrere Menschen in Berlin angefahren hat, sind die Hintergründe noch unklar. „Wir wissen momentan noch nichts über irgendwelche Motivlagen, über die Person des Täters oder Ähnliches“, sagte ein Polizeisprecher. „Das ist alles noch nicht gesichert bekannt.“ Sie fahndeten mit Hochdruck nach möglichen Tatverdächtigen.
Update 23.46 Uhr: Bei dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days in Berlin ist nach Polizeiangaben mindestens ein Mensch getötet worden. 14 weitere Menschen würden wegen Verletzungen derzeit behandelt, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Nach dem Täter oder den Tätern werde unter „Hochdruck“ gefahndet, so die Polizei.
Update 23.34 Uhr: Die Polizei ist mit einem Großaufgebot in dem Bereich des Tiergartens. Einsatzkräfte leuchteten den Bereich zwischen Potsdamer Platz und der Südseite des Tiergartentunnels aus, wie ein dpa-Reporter berichtete. Sie suchten nach Spuren.
Update 23.31 Uhr: Der Christopher Street Day in Berlin ist abgebrochen worden. Nach Angaben der Polizei gibt es eine Lage mit mehreren Verletzten. Was ist bisher bekannt?
Was wir wissen:
- Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin den Christopher Street Day gefeiert.
- Gegen 22.00 Uhr wird das Fest plötzlich abgebrochen. Nach Angaben der Polizei kommt es zu dem größeren Polizeieinsatz im Tiergarten.
- Die Polizei berichtet, ein Fahrzeug habe mehrere Menschen angefahren. Man behandele mehrere verletzte Personen.
Alle Besucherinnen und Besucher werden gebeten, den Bereich zu verlassen.
- „Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, erklärt Polizeisprecher Florian Nath in einem Video auf X.
- Die Polizei ist mit zahlreichen Polizisten und Rettungskräften im Einsatz.
Was wir nicht wissen:
Was genau passiert ist, ist noch unklar.
Dazu zählen Ablauf, aktueller Stand, Zahl der Verletzten und die Hintergründe der Tat.
Ob der mutmaßliche Täter gefasst ist, ist offen, ebenso, ob es ein Einzeltäter ist oder mehrere sind.
Erstmeldung: Beim Christopher Street Day in Berlin soll nach ersten Angaben der Polizei ein Fahrzeug mehrere Menschen verletzt haben. Mutmaßlich sei ein Fahrzeug in den Tiergarten gefahren, teilte die Polizei auf der Onlineplattform X mitteilte. Der CSD wurde abgebrochen.
CSD in Berlin abgebrochen: Auto verletzt mehrere Menschen – „Meiden Sie den Bereich“
„Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath in einem veröffentlichten Video bei X. Die Polizei sei mit zahlreichen Polizisten und Rettungskräften im Einsatz. Alle Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, den Bereich zu verlassen. Was genau passiert ist, blieb zunächst unklar.
„Wir haben eine Polizeilage“, sagte der Polizeisprecher. „Bitte meiden Sie den Bereich und umfahren ihn weiträumig“, hieß es von der Polizei.
Hunderttausende Menschen feierten in der Hauptstadt den CSD. Mit ihrer Demonstration wollten die Veranstalter ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt setzen.
Am Abend trat unter anderem Sarah Connor bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor auf. Mit einer Regenbogenflagge um die Schultern spielte sie rund eine halbe Stunde lang ihre Songs. (Quellen: dpa, X, Polizei Berlin, n-tv, Focus) (lin)