37 Stunden unter Trümmern: Daniela (32) wurde zum Symbol der Hoffnung – nun ist sie tot
Publiziert16. August 2026, 04:36
37 Stunden unter TrümmernDaniela (32) wurde zum Symbol der Hoffnung – nun ist sie tot
Ihre Rettung aus den Trümmern machte Hoffnung. Drei Tage später ist Daniela Largo (32) an den schweren Folgen des Erdbebens in Kolumbien gestorben.

Darum gehts
- Daniela Largo (32), die als Symbol der Hoffnung nach dem Erdbeben in Kolumbien galt, ist drei Tage nach ihrer Rettung gestorben.
- Sie starb an den Folgen eines Crush-Syndroms und schwerer Dehydrierung, nachdem sie 37 Stunden unter Trümmern überlebt hatte.
- Das Erdbeben der Stärke 7,4 forderte mehr als 280 Todesopfer und verletzte fast 4000 Menschen.
Sie war in ganz Kolumbien zu einem Symbol der Hoffnung nach der verheerenden Naturkatastrophe geworden. Doch ihr Körper konnte den schweren Folgen der vielen Stunden unter den Trümmern nicht standhalten. Daniela Largo* ist am Freitagabend gestorben – drei Tage nach ihrer Rettung aus den Erdbebentrümmern.
Wie die kolumbianische Zeitung «El Tiempo» berichtet, starb Daniela an den Folgen eines Crush-Syndroms und schwerer Dehydrierung. Die 32-Jährige war 37 Stunden nach dem Erdbeben lebend aus den Schuttmassen geborgen und anschliessend auf der Intensivstation eines Spitals in Cali behandelt worden.

Ihr Zustand war heikel
Bereits kurz nach ihrer Rettung hatte Daniela einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. 17 Minuten lang kämpften die Ärzte mit Wiederbelebungsmassnahmen um ihr Leben. Das behandelnde Team bereitete die Familie darauf vor, dass nur noch ein Wunder sie retten könne.
«Sie geriet in eine Krise und war sehr krank. Aufgrund der Dehydrierung erlitt sie einen Herz-Kreislauf-Stillstand», sagte ihr Vater zwei Tage vor ihrem Tod gegenüber «Noticias Caracol».
Danielas Zustand blieb kritisch. Nach Angaben der Ärzte arbeitete ihr Herz nur noch mit rund 20 Prozent seiner normalen Leistung. Zudem war Gewebe an einem ihrer Arme abgestorben. Auch lebenswichtige Organe wie Lunge, Nieren und Leber versagten zunehmend. Schliesslich erlag die 32-Jährige den schweren Folgen ihrer Verletzungen.
Daniela Largo hinterlässt einen zwölfjährigen Sohn. «Ich will einfach nur, dass all das schnell vorbei ist», sagte ihre Mutter Sandra Milena Perez gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Das Erdbeben der Stärke 7,4 hatte Kolumbien am Montag erschüttert. Es war das schwerste Beben in dem südamerikanischen Land seit einem Jahrzehnt. Nach offiziellen Angaben kamen mehr als 280 Menschen ums Leben, fast 4000 weitere wurden verletzt. Die Regierung geht zudem von Hunderten Vermissten aus.
* In ersten Medienberichten war sie fälschlicherweise Diana genannt worden.
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Karin Leuthold (kle), Jahrgang 1968, arbeitet seit 2005 für 20 Minuten und ist derzeit am Newsdesk tätig.
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