Darum gibt es beim FC St. Pauli einen Tausch der Spielanalysten
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Alexander Rudies bewies gleich bei seiner Premiere für den FC St. Pauli eine Fähigkeit, die für einen Spielanalysten unabdingbar ist: Er arbeitet vorausschauend. Schon um die 40. Minute verließ der 25-Jährige seinen Platz auf der Pressetribüne der Bielefelder Schüco-Arena, um es zur Halbzeit rechtzeitig ganz nach unten in die Kabine zu schaffen.
Dort dürfte Rudies Trainer Marcel Rapp markante Spielszenen aus der ersten Halbzeit präsentiert haben. Debüt gelungen, lässt sich behaupten. Denn der Kiezclub zeigte beim 2:2 bei der Arminia am Freitagabend seine beste Saisonleistung, und Rudies dürfte einen kleinen Anteil daran getragen haben.
FC St. Pauli tauscht Analysten aus
Erst seit Montag ist er im Trainerstab dabei. Rudies ersetzt Spiel- und Gegneranalyst Niklas Landwehr, der St. Pauli mit Abschluss des Augusts auf eigenen Wunsch verlassen hat. „Niklas kam zu uns und meinte, dass er aus privaten Gründen aufhören will“, sagte Rapp in Bielefeld. Landwehr hatte seinen Posten erst zu Beginn vergangener Saison angetreten.

Alexander Rudies (25) ist neuer Spielanalyst des FC St. Pauli.© Imago | Marcel von Fehrn
Bei der Suche nach Ersatz mussten die Hamburger nicht lange fahnden. Der Anstoß dürfte von Rapp selbst gekommen sein. Er hatte bei Holstein Kiel bereits mit Rudies zusammengearbeitet. „Der Draht war noch da, Alexander konnte sich das vorstellen“, so der Trainer.
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In Kiel hatten Rapp und Rudies von 2021 bis Ende 2025 in der Konstellation Cheftrainer-Chefanalytiker Erfolge gefeiert, unter anderem 2024 gemeinsam mit dem FC St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga. Eine Saison später stieg die KSV Holstein wieder ab. Seit Anfang dieses Jahres war Rudies Leiter der Scouting-Abteilung der Störche. Sein Heimdebüt für die Braun-Weißen gibt er am Sonnabend (20.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg. Die Wegeführung von der Tribüne in die Kabinen im Millerntor-Stadion dürfte er dann bestens kennen.