Deutscher Männer-Doppevierer holt Silber mit Deutschem Rekord


Der Doppelvierer der Männer sorgte am Samstagmittag für deutschen Jubel bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Amsterdam (Niederlande). Mit neuem Deutschen Rekord sicherte sich das Team mit dem Wahl-Berliner Jonas Gelsen Silber hinter Titelverteidiger Italien.

Auf der Bosbaan fuhr das Quartett aus Gelsen, Marc Weber, Felix Heinrich und Ole Hohensee in 5:34,46 nur knapp hinter den Italienern ins Ziel (5:33,60), es war insgesamt ein enges Rennen, Großbrittanien auf Platz drei landete nur eine knappe Sekunde hinter den Deutschen. Der 24-jährige Jonas Gelsen startet offiziell zwar als Frankfurter (Main), wohnt und trainiert aber seit rund einem Jahr in Berlin und am Wannsee.

Achtungserfolge für weitere Boote

Mit einem auffällig starken Start brachte sich das deutsche Boot früh im Rennen in eine gute Position, lag zwischenzeitlich sogar deutlich vorne. "Da musste ich selbst erstmal gucken, als Marc gesagt hat, wir seien eine Länge vorne und war ein bisschen perplex", sagte Jonas Gelsen der ARD. "Heute war so viel Energie und Motivation drin, dass es irgendwie natürlich kam", so Gelsen. Obwohl wenn der Vorsprung letztendlich nicht ins Ziel gebracht wurde, überwiegte der Stolz: "Silber ist ein gutes Ergebnis. Ich sehe es nicht so, dass wir Gold verloren, sondern Silber gewonnen haben", so Gelsen.

Die weiteren Sportlerinnen und Sportler aus Berlin und Brandenburg verpassten Medaillenränge: Der Frauen-Doppelvierer mit der Potsdamerin Maren Völz, Juliane Faralisch, Johanna Debus und Frauke Hundeling sowie der Frauen-Vierer ohne Steuerfrau mit Hannah Reif, Paula Hartmann, Annabelle Bachmann und Pia Greiten landeten beide auf Rang sechs. Die Frauen starten größtenteils für ihre Heimatvereine, trainieren aber alle bereits seit Jahren am Bundesstützpunkt in Berlin.

Der Männer-Vierer ohne Steuermann mit dem Berliner René Schmela fuhr noch etwas näher ans Podest und landete auf Platz vier. Für einige Boote war schon der Finallauf an sich ein Erfolg, beim Doppelvierer der Frauen überwog nach schwachem Start ins Rennen der Frust.

Fast die Hälfte der deutschen Athletinnen und Athleten im WM-Kader kommen aus oder trainieren in Berlin und Brandenburg.

Sendung: rbb UM6, 29.08.2026, 18 Uhr

Video: rbb UM6, 29.08.2026, Torsten Michels