DHB-Frauen gewinnen knapp gegen Spanien


Die deutschen Handballerinnen Alexia Hauf (r.), Emily Vogel

Knapper Sieg in Granollers DHB-Frauen zeigen Licht und Schatten in erstem Spanien-Test

Stand: 25.09.2026 • 21:59 Uhr

Im ersten von zwei Testspielen gegen Spanien haben sich Deutschlands Handballerinnen nach einer wechselhaften Leistung am Ende knapp durchgesetzt.

Das DHB-Team gewann am Freitagabend (25.09.2026) mit 31:29 (15:13) und Bundestrainer Markus Gaigisch konnte in vielen wechselnden Formationen erste Erkenntnisse auf dem Weg zur Weltmeisterschaft im Dezember sammeln. Emily Vogel, Viola Leuchter, Antje Döll und Lisa Antl waren mit jeweils vier Toren beste deutsche Werferinnen. Am Sonntagvormittag steht der zweite "Härtetest" in Granollers auf dem Programm.

So Delgado nervt die deutsche Defensive

Die deutschen Frauen, die kurzfristig auf ihre angeschlagene Kapitänin Alina Grijseels verzichten mussten ("reine Vorsichtsmaßnahme"), starteten gegen die jungen Spanierinnen zwar dynamisch, aber fehlerhaft in die Partie. Oft scheiterten gute Ausgangssituationen an ungenauen letzten Pässen oder Fangfehlern, nach einer Viertelstunde führte Deutschland dank seiner agilen Defensive dennoch 7:6.

Wirklich abschütteln ließen sich die Gastgeberinnen, gegen die das DHB-Team in der WM-Hauptrunde im letzten Jahr 29:25 gewonnen hatte, auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte nicht - obwohl die Deutschen die reifere Spielanlage zeigten. Das lag sowohl an weiteren kleinen Ungenauigkeiten, als auch an Danila So Delgado, die aus dem Rückraum mit ihrer Dynamik immer wieder für Gefahr für das deutsche Tor sorgte. Zur Pause stand es 15:13 für Vogel und Co.

Deutschland zieht weg, aber Spanien kommt nochmal zurück

In Hälfte zwei wechselte Gaugisch Sarah Wachter für die gewohnt starke Katharina Filter ein - und die neue Torhüterin fand glänzend in die Begegnung. Gestützt auf Wachters Paraden zog Deutschland bis auf 21:15 davon. Erneute technische Fehler der Deutschen luden die Ibererinnen aber dazu ein, über ihr hohes Tempo wieder heranzukommen. Beim 23:20 nahm Gaugisch eine Auszeit. Zwischenzeitlich hätte das DHB-Team die Führung sogar mal auf sieben Treffer ausbauen können. Stattdessen war Spanien beim 25:23 wieder richtig auf Tuchfühlung.

Vorne fand die Gaugisch-Sieben über die taktische Variante mit vier Rückraumspielerinnen nun aber immer wieder freie Wurfgelegenheiten, die vor allem Leuchter zu nutzen wusste. In einer etwas wilden Schlussphase mit vielen Wechseln verkürzte Spanien zwar nochmal, die ein oder andere Wachter-Parade sorgte aber dafür, dass der Erfolg der Vize-Weltmeisterinnen nicht mehr in Gefahr geriet.