Di Salvo lobt Eintracht-Duo Baum und Aseko nach 4:0 gegen Lettland
Stand: 26.09.2026, 21:45 Uhr
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Elias Baum und Noel Aseko standen beim Sieg der deutschen U21 in Riga beide in der Startelf. Trainer Di Salvo erklärte danach, warum die Eintracht so viele U21-Nationalspieler hervorbringt.
Riga/Augsburg – Der Blick von Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche für entwicklungsfähige Talente macht sich auch in der deutschen U21-Nationalmannschaft bezahlt. Am Samstagabend gewann das Team von Antonio Di Salvo bei kühlen Temperaturen in Riga gegen Lettland 4:0 (2:0). Deutschland verteidigte damit die Führung in der EM-Qualifikationsgruppe vor den punktgleichen Griechen.
Die beiden 20jährigen Frankfurter Elias Baum und Noel Aseko gehörten gemeinsam der Startelf an. Beide wurden in der Schlussphase, als der Sieg praktisch feststand, ausgewechselt. Di Salvo lobte besonders Rechtsverteidiger Baum: „Baumi hat immer wieder angeschoben. Wir brauchten Außenverteidiger, die immer wieder die Tiefe anbieten. Das hat er gut gemacht. In den Zweikämpfen war er richtig griffig und giftig.“ Aseko habe nach seiner langen Pause wegen einer Knieverletzung zwar „noch immer nicht ganz den richtigen Rhythmus“, aber „einige wichtige Zweikämpfe gewonnen“. Zudem sei zu erkennen gewesen, „welche fußballerischen Qualitäten Noel hat“. Er hoffe, dass der von Bayern München verpflichtete Aseko „gesund bleibt und seinen Rhythmus beibehält“.
Der U21-Trainer hatte zuletzt immer wieder junge Eintracht-Profis nominiert. In den Vorjahren waren bereits Nnamdi Collins, Ansgar Knauff und Nathaniel Brown regelmäßig dabei. „Die Eintracht macht eine gute Jugendarbeit“, lobte Di Salvo und fügte mit dem Verweis auf die aus Dortmund und Nürnberg verpflichteten Collins und Brown an: „Die Eintracht konzentriert sich auch beim Kauf von Toptalenten auf sehr gute Spieler, die dann eine realistische Chance haben, sich bei den Profis durchzusetzen.“ Diesen Plan, viele U21-Spieler im Eintracht-Profikader dabei zu haben, findet Di Salvo gut.
Für die deutsche Mannschaft erzielte Paris Brunner die beiden ersten Treffer bereits vor der Pause. Der Offensivmann vom AS Monaco war vor drei Tagen von der Disziplinarkommission des französischen Fußball-Ligaverbands LFP für bis zu vier Spiele (zwei auf Bewährung) gesperrt worden. Der 20-Jährige hatte nach einem Traumtor bei Racing Straßburg gegenüber den Fans der Gastgeber das Durchschneiden einer Kehle imitiert. Begründung: Er sei von diesen zuvor beleidigt worden.
Der schwer zähmbare Brunner gehörte zu den besten deutschen Spielern im U17-Welt- und Europameisterkader, war aber als ehemaliger Dortmunder Profi einmal aus disziplinarischen Gründen suspendiert worden, ehe ihn die Borussia für vier Millionen Euro nach Monaco gehen ließ. U21-Nationaltrainer Di Salvo sagte am Freitag, Debütant Brunner habe sich bei der U21 bisher „top“ verhalten. Er sei gleichwohl „natürlich jetzt nicht super happy über diese Geste, die er gemacht hat“. Umso glücklicher war Di Salvo am Samstag über Brunners Leistung und Tore.
Im spärlich gefüllten, weitläufigen Daugavas Stadions in Rīga befand sich zwar der nach Regenfällen nasse Rasen im Topzustand, die Atmosphäre war jedoch gewöhnungsbedürftig. Statt einer Gegentribüne gab es hinter der Laufbahn nur eine Baumreihe und eine riesige Videowall. Di Salvo sprach von einem „Thema, das man nicht unterschätzen darf. Denn die Spieler spielen normalerweise in großen Stadien vor großen Kulissen.“ Er habe „kurz vor dem Spiel thematisiert, dass man auch so klarkommen muss – das sind Widerstände, die man beiseiteschieben muss.“ Das tat das deutsche Team, das am Montag direkt aus Riga weiter nach Malta fliegt. Dort findet am Mittwoch das nächste EM-Qualifikationsspiel statt.
