Die egoistische Rückkehr der Sussexes bedeutet Gefahr für die königliche Familie


Stand: 24.08.2026, 14:30 Uhr

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Prinz Harry und seine Frau Meghan

Harry und Meghan kehren nach Großbritannien zurück. Charles begrüßt die Pläne seines Sohnes und dessen Frau, zieht aber eine klare Grenze. © dpa | Rolf Vennenbernd

Während der kranke König zwischen der Versöhnung mit Harry und der Loyalität zu William hin- und hergerissen ist, steckt die Zukunft der Krone in einer Krise. Ein Kommentar von Allison Pearson.

„Bitte, Jungs. Macht mir meine letzten Jahre nicht zur Qual.“ Die Worte des zukünftigen Königs Charles III., als er bei der Beerdigung seines Großvaters im April 2021 seine zwei Söhne bat, sich zu versöhnen, erhalten jetzt eine völlig neue Bedeutung. Die „Jungs“, besser bekannt als Prinz William und Prinz Harry, haben sich nie wieder zusammengerauft. Im Gegenteil, ihre Fehde wurde nur dunkler und tiefer, während der ältere Bruder über den Verrat des jüngeren an der königlichen Familie im Allgemeinen und an seiner Frau im Besonderen kochte.

Skandalöserweise beschuldigte Meghan in ihrem Interview mit Oprah nicht namentlich genannte Familienmitglieder des Rassismus in Bezug auf die Hautfarbe ihres ungeborenen Babys. Das letzte Mal, dass Harry und William, nur die beiden, Seite an Seite standen, war im Juli 2021 bei der Enthüllung einer Bronzestatue ihrer verstorbenen Mutter an deren 60. Geburtstag. Das Paar konnte einander kaum ansehen. Für William waren Harrys zutiefst persönliche und gehässige Enthüllungen zwei Jahre später in seiner Biografie „Spare“ ein unvorstellbarer Verrat durch den Menschen, dem er einst am meisten vertraute.

Auf diese brodelnde, beinahe shakespearesche Geschwisterrivalität ließ sich so lange ein Deckel halten, wie Dianas geliebte Jungen, nun Männer in ihren Vierzigern, durch einen Ozean getrennt waren. Harry und Meghan fanden in Kalifornien Freiheit von den erstickenden Windsor-Gepflogenheiten, die sie so öffentlich verspottet hatten. Die Wales’ blieben zurück, um das Schiff nach den Turbulenzen des „Megxit“ zu stabilisieren. Das taten sie bewundernswert und mit allgemeiner Anerkennung, trotz Prinzessin Catherines schockierender Krebserkrankung.

Die Rückkehr der Sussexes und die neue Gefahr für die Monarchie

Die plötzliche Ankündigung am Mittwochabend, dass der Herzog und die Herzogin von Sussex noch in diesem Monat in das Vereinigte Königreich zurückkehren – ein typisches Stück Sussex-Melodrama, zugleich sorglos egoistisch und vollkommen rücksichtslos –, gefährdet den brüchigen Waffenstillstand zwischen den Brüdern. Sie markiert zudem einen Moment höchster Gefahr für die Monarchie, denn nahezu alles könnte passieren – und nur sehr wenig davon wäre gut. Der König hat während seiner Krebsbehandlung enorme Standhaftigkeit bewiesen und führt seine Aufgaben weiterhin mit Charme und Souveränität aus, doch der 77‑jährige Charles ist geschwächt.

Es ist verständlich, dass darüber spekuliert wird, Harry habe diesen Moment ergriffen, um die Position seiner Familie zu festigen, solange ein liebevoller Papa noch auf dem Thron sitzt und in der Lage ist, ihn herauszupauken. Mit dem Bekenntnis zu einer verschlankten Monarchie – wahrscheinlich bestehend aus seinen eigenen drei Kindern George, Charlotte und Louis und deren direkten Erben – sähe unter einem zukünftigen König William V. vieles ganz anders aus. Der Herzog und die Herzogin sowie Prinz Archie und Prinzessin Lilibet, deren Gesichter der britischen Öffentlichkeit unbekannt sind, obwohl sie an sechster und siebter Stelle der Thronfolge stehen, könnten ihre Titel und ihren Zugang zu dem Einzigen verlieren, das sie außer Zehntausenden Gläsern von Meghans Marmelade noch zu verkaufen haben.

Da wären sie in einer klebrigen Lage, da werden Sie mir zustimmen. Zyniker weisen darauf hin, dass Harrys neu entdeckte Begeisterung für Großbritannien auf ein beschämendes Scheitern in den USA folgt. Nachdem die zuckersüße Lifestyle-Sendung der Herzogin, „With Love, Meghan“, verrissen wurde, verwässerte Netflix den üppigen Deal des Paares drastisch. Als sie von Spotify fallen gelassen wurden, angeblich weil sie nicht genug Inhalte produzierten, um die Zahlung von 20 Millionen Dollar (14,7 Millionen Pfund) zu rechtfertigen, soll ein wütender leitender Manager das royale Paar „verf***te Schwindler“ genannt haben.

Vom amerikanischen Traum zur gesellschaftlichen Ächtung

Amerikaner lieben Erfolg und fliehen wie aufgescheuchte Bisons vor seinem Gegenteil. Man begann sich über Harrys und Meghans Behauptung lustig zu machen, sie wünschten sich ein zurückgezogenes Privatleben mit geringem Profil, ganz dem „Dienst“ gewidmet. Die „Worldwide Privacy Tour“-Episode von South Park, eine urkomische Satire auf die schüchternen, zurückhaltenden Sussexes, ließ den Damm der Rücksichtnahme bersten. Sie wurden zu sozialem Gift und konnten sich keine Einladung zu den Oscars mehr erschleichen.

Sogar Oprah schien auf Distanz zu dem Paar zu gehen, dem sie so viel Mitgefühl entgegengebracht hatte, als es enthüllte, wie furchtbar herzlos diese Royals seien, während der arme Prinz Philip im Sterben lag. Die Wahrheit ist: So zynisch Sie auch in Bezug auf Meghan und Harry sein mögen, es reicht nicht. Ihre atemberaubende Heuchelei wird nur noch von ihrem Mangel an Selbstwahrnehmung und Reue übertroffen. Als Meister im Herunterleiern seiner eigenen Kränkungen kann Harry erstaunlich begriffsstutzig sein, wenn es darum geht, den Schmerz und die Verlegenheit zu erkennen, die er seinen Verwandten zugefügt hat.

Für Team Sussex zählt „meine Wahrheit“. Noch im vergangenen Jahr sagte ein tränenreicher Harry der BBC: „Es ist unmöglich für mich, meine Familie sicher ins Vereinigte Königreich zurückzubringen. Ich kann mir keine Welt vorstellen, in der ich meine Frau und Kinder zu diesem Zeitpunkt zurück nach Großbritannien bringen würde.“ Was hat sich also geändert? Ist das Vereinigte Königreich plötzlich nicht mehr so rassistisch, dass Meghan es hier nicht aushalten konnte? Hat sie keine Angst mehr davor, von ihren furchtbaren Schwiegerverwandten „zum Schweigen gebracht“ zu werden?

Öffentliche Empörung über die Rückkehrpläne

Ist Königin Camilla nicht länger „gefährlich“, wie Harry in seinem Buch behauptete? Steht ihre persönliche Sicherheit nicht mehr an erster Stelle? Haben sie die Entschuldigung erhalten, die sie überheblich als Bedingung für eine Rückkehr forderten? Nun, sie kommen trotzdem zurück. Und wir wollen sie nicht – wir wollen sie wirklich nicht. Über Nacht sprossen Tausende bissiger Sticheleien und wütender Ausbrüche in den sozialen Medien aus dem Boden.

„Was haben wir getan, um das zu verdienen?“, fragte ein Mann. „Vielleicht haben sie ein Angebot bekommen, bei ‚Celebrity Traitors‘ aufzutreten“, witzelte ein anderer. „Widerlich. Es ist offensichtlich, dass es bei diesem Schritt, wie bei allem anderen, nur darum geht, was für sie dabei herausspringt.“ „Es muss ein Problem mit Harrys US‑Visum geben – wer bei klarem Verstand würde in ein Land zurückkehren, das er verrissen hat und in dem er gehasst wird?“

„Unermüdliche Aufmerksamkeitsjukies, sie wollen nur weiteren Ärger für William und Kate verursachen.“ „Auf der Suche nach mehr Material für ihre Diana-Doku und die nächsten Bücher, ohne Zweifel.“ „Sie kommen zurück, um die Kinder zu monetarisieren!“ „Mit etwas Glück beschleunigt es die Scheidung.“ „Allein die Tatsache, dass sie überhaupt in Erwägung ziehen, zurückzukommen, zeigt, dass sie keinen Funken Reue oder Scham besitzen.“

Vom Kultpaar zum Objekt der Abneigung

„Sie werden für immer ein Stachel im Fleisch der königlichen Familie sein. Und in unserem auch, weil wir nie davor sicher sein werden, von ihnen zu hören. Sie wollen kein ruhiges Leben.“ „Pleite und in der Hoffnung, dass Papa sie raushaut.“ „Das Ganze ist grotesk angesichts ihrer Verachtung für unser Land und der Art, wie sie die Königin behandelt haben.“ Der Ausbruch von Feindseligkeit und Verbitterung ist überwältigend, vereinzelte positive Kommentare werden bei Weitem übertönt.

Den Reaktionen nach zu urteilen, wird Meghan Glück haben, wenn sie nicht ausgebuht wird, sollte sie je einen Fuß in Waitrose setzen. Hat je ein Paar so viel Wohlwollen in so kurzer Zeit verbrannt? Wie anders war das noch im Mai 2018, als ich für The Telegraph über Harrys und Meghans Märchenhochzeit in der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor schrieb. Es war ein glorreicher Tag, der Union Jack wehte und die Menschen bejubelten ihren liebsten jungen Royal.

Alle waren so glücklich, dass Dianas verlorener Junge – jener traumatisierte Zwölfjährige, den wir gesehen hatten, wie er geisterblass neben dem Sarg seiner Mutter herging – endlich eine strahlende, schöne Frau gefunden hatte, die ihn liebte. Zugegeben, die Alarmglocken läuteten, als Meghan das Verlobungsinterview an sich riss und versprach, „vom ersten Tag an durchzustarten“, eher wie eine ehrgeizige Kandidatin bei „The Apprentice“ als wie eine hingebungsvolle Verlobte. Aber Zweifel wurden von einer wunderschönen Zeremonie hinweggefegt, die das Beste aus Großbritannien und Amerika vereinte.

Vom Hochzeitstraum zum dauerhaften Zerwürfnis

In seiner Uniform der Blues & Royals sah Harry wie der schärfste Heilsarmee-Sergant aller Zeiten aus, wirkte aber nachdenklich und nervös. Neben ihm tat William sein Bestes, um seinen Bruder zu beruhigen. Wir wissen heute, dass William ernste Zweifel an der Brautwahl und der Geschwindigkeit der Beziehung hatte, doch ein verliebter Harry war weder zum Zuhören noch zur Vorsicht bereit. Als die Braut zu ihrem Mann mit einem Blick glänzender Anbetung aufsah (dieser Blick wirkte damals süß und aufrichtig, heute hingegen gespielt und nervig), warf die verstorbene Königin Meghan einen eulenhaften Blick zu.

Sie missbilligte, dass die amerikanische Geschiedene in makellosem Weiß erschien. Rückblickend scheint sie die Einzige gewesen zu sein, die klar sah, was kommen würde. So gut wie das ganze Land verliebte sich an jenem Tag in die Sussexes. Es bedurfte erheblicher Anstrengung ihrerseits, damit wir uns wieder von ihnen abwandten: Sie fanden an ihrem hübschen, geschichtsträchtigen Cottage, das auf US‑Standard und auf absurde Kosten renoviert worden war, ständig etwas auszusetzen, beklagten sich unablässig über die (überwiegend positive) Medienberichterstattung und „Rassismus“, und dann tauchten noch Vorwürfe auf, die anspruchsvolle Meghan habe Bedienstete des Palastes gemobbt.

Ein grotesk übersteigertes Anspruchsdenken führte zu der Forderung, das Paar möge sich als Herzog und Herzogin von Sussex in Amerika niederlassen dürfen, die Nähe zum Thron genießend, jedoch ohne die lästigen Pflichten. Die verstorbene Königin lehnte dies weise ab – sie wollte nicht, dass sie durch die Vermischung von Pflicht und Geldverdienen das Vertrauen in die königliche Familie untergruben – und so wurde der „Megxit“ 2021 endgültig. Harry wurden seine militärischen Titel und königlichen Schirmherrschaften entzogen, Dinge, die seinem Leben Halt und Sinn verliehen hatten.

Harrys Wandel und die mediale Abrechnung

Weitgehend geliebt, weil er immer für einen Scherz gut war, wurde Harry zu einem grimmigen Social-Justice-Krieger, der modische Phrasen über „unbewusste Voreingenommenheit“ nachplapperte, von denen man wusste, dass Meghan sie ihm beigebracht hatte. Und dann kam der coup de grace. Die Sussexes beschimpften die königliche Familie im amerikanischen Fernsehen vor Hunderten Millionen Zuschauern – all das, nachdem sie der verstorbenen Königin in ihren letzten Jahren so viel Sorge und Kummer bereitet hatten.

Für das britische Volk, das 32 Millionen Pfund für ihre Hochzeit hingeblättert hatte, fühlte sich das wie die widerlichste Undankbarkeit an. In diese schweflige nationale Stimmung kehren die Sussexes nun zurück. Meghan entgeht nur knapp der Rolle als unpopulärstes Mitglied der Royals, weil der ehemalige Prinz Andrew noch mehr verabscheut wird als die Herzogin. Rund 65 Prozent der Briten haben eine negative Meinung von Meghan (22 Prozent eine positive), während 58 Prozent Harry ablehnen (33 Prozent positiv).

Der Status des Herzogs und der Herzogin als „nicht arbeitende Royals“ soll unverändert bleiben, wie es heißt. Aber wer glaubt im Ernst, dass Meghan, die selbsternannte globale Menschenfreundin, damit zufrieden sein wird, wenn sie im Cotswolds-Hof zwischen ein paar Hühnern herumhängt, wo die Familie sich vermutlich niederlassen wird? Vielleicht gelingt es ihr, gelegentlich mit ihrer Fast-Nachbarin Victoria Beckham einen Chai Latte zu ergattern, doch Jeremy Clarkson wird die Sussexes garantiert nicht auf die Diddly Squat Farm zum Spanferkel einladen.

Isolation in Großbritannien und die Gefahr für die Wales’

Meghan würde Clarkson im Handumdrehen canceln wollen. Ich halte es für wahrscheinlich, dass Meghan, abgesehen von der Spencer-Seite der Familie sowie den Prinzessinnen Beatrice und Eugenie, sich ausgegrenzt, einsam und zunehmend frustriert fühlen wird. Sie mochte Großbritannien nie und ist offensichtlich eifersüchtig auf die enorme Zuneigung, die Kate hier entgegengebracht wird. Häufige Reisen zurück in die USA, mit oder ohne die Kinder, könnten räumliche Distanz zwischen sie und Harry bringen und den Trennungsprozess einleiten, den viele längst prophezeien.

Am Freitag erfuhren wir, dass Meghan möglicherweise ein Schauspielengagement in Großbritannien in Aussicht hat. Mir war nicht bekannt, dass die Royal Shakespeare Company auf der Suche nach einer Lady Macbeth ist. Wo auch immer sie sich niederlassen, Harry und Meghan werden eine ständige Ablenkung von den Aktivitäten der arbeitenden Royals sein – man sehe nur, wie ihre Eilmeldung die schöne Geschichte von Camillas Äußerungen über die Krebserkrankung ihres Mannes verdrängt hat. Es wird de facto zwei rivalisierende Höfe geben, angeführt von den verfeindeten Brüdern.

Was passiert, wenn Prinz George in einigen Wochen Eton beginnt und Fotografen für das traditionelle Bild bestellt werden? Werden die Sussexes Archie und Lilibet still und leise an ihrer neuen Schule absetzen, ohne Fotografen, oder wird dies eine Gelegenheit, ihren Rivalen, den Wales’, eins auszuwischen? Das erste Foto der Gesichter der Sussex-Kinder würde George auf jeder Titelseite ausstechen. Stellen Sie sich vor, wie sich William und Kate dabei fühlen würden. Und nun stellen Sie sich vor, mit welchem Jauchzer der Genugtuung Meghan das erfüllen würde.

Kinder als Druckmittel und ein „Akt der Aggression“

Wie lange wird es wohl dauern, bis die Sussexes durchblicken lassen, sie fänden es furchtbar traurig, dass Archie und Lilibet durch den grausamen, abweisenden William und die ebenso kalte Kate daran gehindert würden, ihre Cousins zu sehen? Ihre Kinder als Bauernopfer zu benutzen, könnte ihnen durchaus zuzutrauen sein. „Es ist schrecklich“, sagt Harrys Biografin Angela Levin. „Kate ist sanft, sie ist nicht wie Meghan, und Meghan wird sich keinen Deut ändern. Sie glaubt, alles zu wissen – sie muss immer gewinnen.“ Levin sorgt sich um die Auswirkungen des Stresses auf Kates Gesundheit.

Die ranghöchsten Mitglieder der königlichen Familie genießen derzeit ihre traditionelle Sommerpause in Balmoral. Mir wurde zugetragen, dass die Nachricht von Harrys und Meghans Rückkehr ins Vereinigte Königreich dort ankam wie ein Sporran voller kalter Haggis. Ein ranghoher Royal-Insider geht so weit, dies als „Akt gewalttätiger Aggression“ zu bezeichnen. „Ich fühle unendliches Mitleid mit William und Kate. Es ist furchtbar für sie.“ Der König ist ein sehr gütiger Mann, und es ist verständlich, dass er mehr Zeit mit Harry und dessen Kindern verbringen möchte.

Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob Charles durchdacht hat, was das für seinen Erben und dessen Familie bedeutet. Sollen William und Kate dazu gedrängt werden, einem Paar zu verzeihen, das ihnen so viel Schmerz und Aufruhr zugefügt hat? Erinnern wir uns daran, wie William nach dem berüchtigten Oprah-Interview einen Reporter wütend anfuhr: „Wir sind ganz sicher KEINE rassistische Familie.“ Die Wales’ sollen laut einer Quelle „kein Interesse daran haben, sich auf irgendetwas einzulassen, was Harry und Meghan tun oder sagen“.

Drohszenario „zwei Höfe“ und die Rolle des Königs

Das ist leichter gesagt als getan, wenn „Me Again Meghan“ dafür bekannt ist, Auftritte des Paares mit eigenen Terminen zu überstrahlen. William und Kate, die so viel zur Wahrung des Ansehens der Familie während „Megxit“ und der Schande um Andrew beigetragen haben, könnten sich an jeder Ecke von den Sussexes untergraben sehen. William wird, zu Recht, in Rage sein, wenn der verlorene Sohn von ihrem gutmütigen Vater so bereitwillig wieder in den Schoß der Familie aufgenommen wird.

Und was ist mit Weihnachten? Soll sich die königliche Familie in Sandringham versammeln, mit aufgesetzten Lächeln, während stets die Angst im Raum steht, dass Harry und Meghan Notizen für ihr nächstes Buch oder ihre nächste Doku zum 30. Todestag Dianas im kommenden Jahr machen? Gott bewahre, dass Harry, Meghan und die Kinder am Weihnachtsmorgen beim Kirchgang mitlaufen dürfen – falls doch, liegt der Frost nicht nur auf dem Boden. Es ist eine toxische Situation, weil jegliches Vertrauen zerstört ist.

Was führen Harry und Meghan im Schilde? Bei dem Tee in Highgrove mit dem König im Juli soll von einem Umzug zurück ins Vereinigte Königreich keine Rede gewesen sein. Er sei überrumpelt worden und erst am Sonntag über den Plan informiert worden, was, falls es stimmt, eine außergewöhnlich unhöfliche Art ist, den Monarchen zu behandeln. Sie müssen seit Monaten planen, indem sie eine Bleibe suchten und die Kinder an einer Schule anmeldeten.

Gefährliche Pläne der Sussexes und die Zukunft der Monarchie

Die Sussexes sind gefährlich. „Manipulativ bis zum Äußersten“, warnt Tom Bower. Sollten sie im kommenden Jahr zahlreiche Wohltätigkeitsauftritte und Vergnügungs-Events absolvieren, könnten sie hoffen, allmählich die Öffentlichkeit zurückzugewinnen und sich doch noch das halb drinnen, halb draußen‑Modell der Monarchie zu erschleichen, das die verstorbene Königin ausdrücklich ausgeschlossen hatte. Levin weist darauf hin, dass sie als nicht arbeitende Royals „frei sind, zu tun und zu sagen, was sie wollen“.

„Sie können lesen, was die anderen Familienmitglieder vorhaben, und ihnen zuvorkommen. Sie können sich ins Rampenlicht drängeln und politische Anliegen vorantreiben, die den König in Verlegenheit bringen. Ich mache mir wirklich Sorgen.“ Wir alle sollten besorgt sein, zumindest jene von uns, denen das Überleben der Monarchie am Herzen liegt. „Bitte, Jungs. Macht mir meine letzten Jahre nicht zur Qual“, flehte der König vor fünf Jahren. Seine Söhne sind noch immer zerstritten, und es muss für ihn unendlich schmerzhaft sein.

Doch so sehr sich Charles privat nach Versöhnung sehnen mag, er muss gegenüber den Sussexes die härteste aller harten Linien verfolgen (seine Frau teilt Williams Sicht auf dieses Paar). Es wäre, so denke ich, unverzeihlich, von seinem ältesten Sohn zu erwarten, so viele unverzeihliche Dinge zu vergeben – den Ruf seiner Familie in den Schmutz gezogen, seine Frau attackiert, als sie Krebs hatte, seine geliebten Großeltern gezwungen, Harrys Verrat in ihren letzten Lebensmonaten zu bekämpfen.

Keine Brücken mehr – und ein klarer Schlussstrich

Von Brückenbau kann keine Rede sein. Selbst Isambard Kingdom Brunel könnte keine Brücke errichten, die das, was Harry und Meghan den Windsors angetan haben, wieder kitten würde. Es darf keine quasi-royalen Rollen für sie geben und kein Untergraben des Thronfolgers und seiner wunderbaren Frau, auf denen die Zukunft der Institution ruht. Der König sollte die Familie zwar als Vater und Großvater aus Kalifornien willkommen heißen.

Doch als Monarch sollte er ihnen die Titel entziehen, um den Schaden zu begrenzen, den sie anrichten können. Nur weil der amerikanische Traum für Harry und Meghan sauer geworden ist, haben sie kein Recht, hierher zurückzukehren und einen Albtraum zu verursachen. Wenn es zu einem Krieg rivalisierender Höfe kommt, stehe ich bedingungslos auf der Seite von William und Kate. (Dieser Artikel von Allison Pearson entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk)