Erster Eindruck überrascht: Trump startet eigenen TV-Sender
Erster Eindruck überrascht
Trump startet eigenen TV-Sender
Aktualisiert am 22.09.2026 - 07:33 UhrLesedauer: 3 Min.
Das Weiße Haus startet einen eigenen TV-Sender – womöglich als Reaktion auf den Berichterstattungsboykott renommierter Medien, die Trump zuvor ausgeschlossen hatte. Die ersten Sendungen werfen Fragen auf.
Das Weiße Haus hat am Montag angekündigt, einen eigenen TV-Sender zu starten. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump bewirbt den Kanal mit dem Titel "Trump TV: The Essentials Station" (zu Deutsch etwa: "Der unverzichtbare Sender"). Allerdings ist darunter kein herkömmlicher TV-Sender zu verstehen, sondern vielmehr eine Online-Streamingplattform. Sie soll 24 Stunden und sieben Tage die Woche Trump-affine Inhalte abspielen.
Welche das sind, wurde kurz nach dem Start des Kanals, der auf der Seite des Weißen Hauses ebenso wie auf YouTube zu finden ist, anschaulich. Da konnten geneigte Trump-Anhänger etwa der Rede eines fanatischen Ex-Marines lauschen, der neben Jesus Christus auch das tödliche Handwerk der US-Spezialtruppe, vor allem aber die US-Regierung von Donald Trump pries.
Bei der übertragenen Veranstaltung handelte es sich um ein Event aus der Konserve: Die Feier zum 250. Gründungstag des US Marine Corps, von der die Rede stammte, fand bereits im November 2025 statt. Aktualität, wie man sie von Nachrichtensendern gewohnt ist, scheint hier kein Anspruch zu sein. Das Interesse am neuen "Trump TV", zumindest auf der Streamingplattform YouTube, hielt sich dann auch in Grenzen. Gerade einmal etwas mehr als 2.000 Interessierte schalteten ein.
Spielte Natalie Harp erneut eine Rolle?
Wie das Weiße Haus mitteilte, soll der Stream täglich "mit den besten Momenten aus der Vergangenheit, Ankündigungen sowie den neuesten und wichtigsten Nachrichten aus der Regierung" aufwarten. Eigene Produktionen oder journalistische Inhalte waren auf dem Sender zunächst nicht zu sehen.
Dass Trump den Fokus nicht auf Aktualität und kritische Hintergrundberichterstattung legt, dürfte nicht verwundern. Erst am Freitag hatte er den Reportern einiger renommierter US-Nachrichtensender die Akkreditierung für das Weiße Haus entziehen lassen. CNN, MS NOW und "Politico" wurde der bis dato übliche direkte Zugang mit sofortiger Wirkung verwehrt.
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