Drama um Motsi Mabuses Bruder – wie sein Tod sie bis heute prägt: „Erzeugt unglaublichen Druck“
Stand: 15.10.2026, 20:03 Uhr
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Der Tod ihres Bruders lässt Motsi Mabuse bis heute nicht los. Nun spricht die „Let‘s Dance“-Jurorin offen über die schmerzhaften Folgen für ihren Familienalltag.
Köln – Im Fernsehen sprüht sie vor Energie: Seit 15 Jahren sitzt Motsi Mabuse (45) in der Jury von „Let‘s Dance“ und gehört zu den prägendsten Gesichtern der deutschen TV‑Landschaft. Doch hinter der fröhlichen Fassade trägt die gebürtige Südafrikanerin eine tiefe Trauer mit sich. Vor über 30 Jahren verlor sie ihren Bruder Neo. Ein Schicksalsschlag, der ihr Leben für immer verändert hat, wie sie nun offenbart.

Gegenüber Bunte schildert sie die tiefgreifenden Folgen des frühen Verlusts. „Sein Tod hat mein Leben verändert“, erklärt Motsi Mabuse. Seitdem wolle sie „jeden Tag so leben“, als könnte es ihr letzter sein. Diese innere Alarmbereitschaft hat jedoch eine dunkle Kehrseite – gerade im Alltag mit ihrer eigenen Tochter packt sie oft die pure Verlustangst. „War das gerade das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe?“, frage sie sich morgens manchmal. Ein Gedanke, der „einen unglaublichen Druck“ erzeuge.
„Let‘s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse hatte „keine angenehme Kindheit“
Die Wurzeln dieser tiefen familiären Prägung liegen in der harten Apartheid-Zeit in Südafrika. Wie der britische Daily Mirror bereits 2019 aufarbeitete, wuchs die Familie im Township Mabopane bei Pretoria auf und erlebte dort den sozialen Aufstieg der Eltern hautnah mit. Der ältere Bruder Neo habe das „beengte Leben“ der Anfangsjahre noch bewusst miterlebt, während es für Motsi Mabuse und die jüngeren Schwestern „eher eine Erzählung als eine wirklich erlebte Realität“ gewesen sei. Einen entscheidenden Anteil an der neuen Sicherheit hatte der Vater, der es bis zum Richter am Obersten Gerichtshof in Pretoria brachte.
Auch im WDR-Talk „Kölner Treff“ blickte die „Let‘s Dance“-Jurorin ungeschönt auf diese frühen Jahre zurück: „Es war keine angenehme Kindheit.“ Doch der Druck von außen schweißte sie damals untrennbar zusammen. „Schön war, dass wir als Familie sehr eng waren. Unsere Eltern haben uns geschützt“, erinnerte sich die 45‑Jährige. Ein bedingungsloser Zusammenhalt, der schmerzhaft verdeutlicht, warum der spätere Tod ihres Bruders eine so riesige, bis heute spürbare Lücke hinterlässt.
Ihre eigenen Erfahrungen nutzt Motsi Mabuse heute gezielt, um andere zu stärken. Gleich mit zwei neuen Formaten geht sie demnächst in der ARD-Mediathek an den Start. Am 19. Oktober feiert die sechsteilige Doku „Motsi & Oti – Meet the Mabuses“ Premiere. Darin gewähren sie und Schwester Oti erstmals private Einblicke in ihr Leben und reisen zurück zu ihren Wurzeln nach Südafrika – zu Schwester Phemelo und den Eltern Peter und Dudu. Ab dem 5. November legt Mabuse dann mit dem Empowerment-Format „Vibes – Find Your Fire“ nach, in dem sie Frauen dabei hilft, neues Selbstvertrauen aufzubauen. (sk) Verwendete Quellen: bunte.de, mirror.co.uk, WDR („Kölner Treff“ vom 19. September), ard.de, presse.wdr.de