Nepal: 469 Tote nach Fluten – über 1000 Vermisste


Behörden geben Entwarnung

Auslaufen des Stausees in Nepal gestoppt

Nach den verheerenden Sturzfluten in Nepal suchen Rettungskräfte weiter nach über 1000 Vermissten. 475 Tote wurden bereits bestätigt. Zwei Schweizer konnten gerettet werden, doch von einer weiteren Person aus der Schweiz fehlt jede Spur.

Publiziert: 07:27 Uhr

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Aktualisiert: vor 1 Minute

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Mattia JutzelerRedaktor News

Erneuter Überschwemmungsalarm in Nepal und Tibet am Freitagmorgen. Ein Stausee, entstanden durch Trümmer und Schlamm der Naturkatastrophe vom Mittwoch, lief kurzfristig über. Die nepalesische Polizei gab Warnungen vor neuen Überschwemmungen heraus.

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In der chinesischen Region Tibet wurden die Rettungsarbeiten am Freitag vorübergehend ausgesetzt. Grund dafür war eben genau die Sorge vor neuen Überschwemmungen. Auch in Nepal wurden die Arbeiten pausiert. Kurz nach 9 Uhr morgens wurde von den chinesischen Behörden Entwarnung gegeben. Das Auslaufen des Stausees konnte gestoppt werden.

Die Mündung eines Flusses auf der nepalesischen Seite der Grenze wurde infolge der Katastrophe durch Trümmer und Schlamm blockiert. Am Donnerstag berichteten chinesische Behörden, der dadurch entstandene Stausee könnte in den nächsten drei Tagen überlaufen und eine neue Sturzflut auslösen. Stundenlanger Starkregen hatte die Situation in der Grenzregion kurzzeitig verschärft.

Anzahl Todesopfer auf über 470 angestiegen

Auch zwei Tage nach den Sturzfluten und Schlammlawinen dauern die Rettungsarbeiten in Nepal an. Die Anzahl der Todesopfer ist laut lokalen Polizeibehörden auf 475 angestiegen, wie die BBC berichtet. Mehr als 1000 Personen werden immer noch vermisst, darunter Hunderte Ausländer. Die Familien der Betroffenen warten verzweifelt auf Lebenszeichen.

Allerdings konnten Rettungskräfte auch Tausende Menschen in Sicherheit bringen. Momentan läuft eine Rettungsaktion in einem Wasserkrafttunnel im betroffenen Gebiet. Rund 100 Personen sind seit der Katastrophe am Mittwoch dort eingeschlossen, wie der «Guardian» schreibt. Helikopter sind im Einsatz, um die Geretteten ins Spital zu bringen.

Hunderte Menschen konnten in den letzten 48 Stunden von den Einsatzkräften gerettet werden, unter anderem auch viele der ausländischen Touristen. Zwei Schweizer Staatsbürger sind unter den Geretteten. Zu einer dritten Person aus der Schweiz versuchen die Behörden weiterhin, Kontakt aufzubauen.