Duell der Ex-Rotenburger: Kanowskis besonderer Coup im DFB-Pokal


Stand: 25.08.2026, 13:30 Uhr

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Maximilian Breunig (1. FC Heidenheim) gegen Tom Kanowski

Hier bedrängt Jeddelohs Tom Kanowski (l.) Heidenheims Maximilian Breunig. Lange Zeit duelliert sich der ehemalige Rotenburger aber mit Marcel Costly. © IMAGO/Eibner

Tom Kanowski gewinnt mit Jeddeloh gegen Heidenheim und Marcel Costly, bekommt diverse Glückwünsche und träumt von einem konkreten Gegner.

Rotenburg – Was für ein Tag für die Regionalliga-Fußballer des SSV Jeddeloh II! In der ersten Runde des DFB-Pokals schaltete der Vertreter aus Niedersachsen den Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim mit 5:2 (3:1) aus. Zwei ehemalige Rotenburger waren daran maßgeblich beteiligt. 

Denn bei Jeddeloh bejubelte Tom Kanowski die Sensation. Der Linksfuß begann in der Offensive, rückte im Laufe des Spiels auf die linke Abwehrseite und spielte durch. Der 23-Jährige hatte in der Saison 2022/2023 noch für den Rotenburger SV gespielt und dort mit 19 Jahren total überzeugt. Er erzielte sechs Tore und kam auch noch auf sechs Vorlagen. So warb ihn Jeddeloh schnell ab. Nach dem Pokal-Coup gab es deshalb auch aus der Wümmestadt zahlreiche Glückwünsche an den Bremer. „Es haben sich mehrere meiner alten Teamkollegen bei mir gemeldet. Man vergisst seine erste Station im Herrenbereich natürlich nicht. Also freut es mich sehr“, sagt der Pokalheld. 

Ebersbach baggerte an Kanowski

Unter anderem meldete sich Ex-Coach Tim Ebersbach. „Ebbe hat mir natürlich direkt geschrieben, dass er an mich gedacht hat. Da habe ich mich sehr drüber gefreut und ich habe ihm mitten in der Nacht mit verklatschtem Kopf auch noch geantwortet. Man kommt immer wieder mal ins Gespräch. Ich habe seinen Weg nach Verden zusammen mit Christoph Drewes natürlich auch genau verfolgt“, erzählt Kanowski. Kein Wunder: „Ich habe an ihm gebaggert und wollte ihn nach Verden holen“, sagt Ebersbach. 

Doch Kanowski blieb und durfte nun den größten Sieg seiner Laufbahn feiern. „Ich habe das Ergebnis erst nur im Ticker gesehen und dann extra den Fernseher angemacht, um das zu sehen. Das konnten wir gar nicht fassen, dass er da mit Jeddeloh gewinnt. Es ist ohnehin total komisch, wenn man seine ehemaligen Spieler auf einmal in der Übertragung sieht“, gesteht Ebersbach. Er sah in seinem Haus in Oyten ein für den RSV ganz besonderes Duell im Oldenburger Stadion. Immerhin spielte bei Heidenheim Marcel Costly ebenfalls durch. Und Kanowski? Der hatte keine Ahnung, dass auch sein Gegner in Rotenburg seine ersten Spuren im Herrenbereich hinterließ. „Ich wusste es wirklich gar nicht, dass er auch beim RSV war. Er war sogar mein direkter Gegenspieler – schon lustig. Er ist ein super auffälliger Spieler, der immer die Tiefe sucht und sein Tempo einsetzt. Das ist für einen Verteidiger gar nicht einfach und ich würde sagen, dass ich schon nicht langsam bin“, so Kanowski. Zu einem Gespräch der beiden kam es nicht mehr. „Nach dem Spiel sind die Heidenheimer natürlich recht schnell weg. Das versteht man ja auch“, sagt Kanowski.

Spezieller Wunschgegner für die zweite Runde

Ebersbach schaute bei den Zweikämpfen jedenfalls ganz genau hin und schwärmte auch von Costly, der erst im Sommer aus Ingolstadt nach Heidenheim kam. „Wahnsinn, wenn man die Entwicklung sieht. Ich weiß noch, wie wir damals in Rotenburg gegrübelt haben, ob wir ihn wirklich mit in die Saison nehmen. Und dann spielen die beiden auch noch in direkten Duellen gegeneinander. Das war schon sehr lustig.“

Nun geht es für Kanowski am 27. oder 28. Oktober in der zweiten Runde weiter. Gegen wen? „Als Bremer wäre natürlich Werder das Nonplusultra“, sagt er. Kein Wunder: Immerhin spielte der Held bis zur U 17 für die Grün-Weißen und zog dann weiter zum VfL Osnabrück. Auch dort schaffte er den Sprung zu den Profis nicht und kam so nach Rotenburg. „Ich freue mich total für ihn. Gerade, weil er auch diese Widerstandsfähigkeit hat, die ja gerade in Fußballdeutschland immer Thema ist. Für Tom lief es im Fußball auch nicht immer gut. Aber er hat sich da total durchgebissen“, sagt Ebersbach. Er will nun Ende Oktober natürlich dabei sein. „Wir wollten ohnehin mal wieder ein Heimspiel bei Tom angucken. Das ist dann eine gute Gelegenheit.“