Eklige Dinge beim Modeln: Ein Slip für Hunderte, ein Pinsel für alle


Publiziert23. Oktober 2026, 19:38

Hinter den KulissenEin Slip für alle: Yente enthüllt die ekligsten Dinge beim Modeln

Derselbe Make-up-Pinsel für Hunderte Models und geteilte Unterwäsche beim Casting: Model Yente erzählt von den unhygienischsten Dingen, die sie bei Jobs erlebt hat.

Malin Mueller

Perfektes Make-up, teure Kleider und makellose Gesichter: Was auf dem Laufsteg glamourös aussieht, kann hinter den Kulissen ziemlich unappetitlich werden. In einem Tiktok erzählt das niederländische Model Yente von den unhygienischsten Situationen, die sie während ihrer Karriere erlebt hat.

Offenbar trifft sie damit einen Nerv – das Video sammelt mehr als zehn Millionen Views. In den Kommentaren berichten andere von ähnlichen Erfahrungen aus der Model-, Tanz- und Theaterwelt.

Wo ziehst du bei unappetitlichen Arbeitsbedingungen die Grenze?

Sobald mehrere Leute dieselben Dinge direkt am Körper tragen müssen.

Wenn Hygiene zwar nicht ideal ist, es aber noch vertretbar bleibt.

Ich sage erst etwas, wenn es wirklich sichtbar dreckig oder unhygienisch ist.

Solange der Job sonst stimmt, nehme ich solche Sachen meistens hin.

Derselbe Make-up-Pinsel für alle

Den Anfang macht eine Praxis, die wohl besonders bei Germaphobikern für Gänsehaut sorgen dürfte. Kurz bevor die Models auf den Laufsteg geschickt werden, stehen laut der Tiktokerin letzte Make-up-Korrekturen an. Das Problem: Teilweise werde dafür derselbe Pinsel bei einem Model nach dem anderen verwendet – an Lippen und Augen. Sie sagt: «Da weisst du, dass du wegrennen musst.»

Eine ehemalige Tänzerin berichtet in der Kommentarspalte Ähnliches wie das Model: Bei ihrem Make-up-Team habe eine Visagistin dieselben Pinsel für alle verwendet. Als sie nach einem separaten Pinsel gefragt habe, sei das nicht gut angekommen.

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Ein Bikinihöschen für Hunderte Models

Noch unangenehmer wurde es bei einem Bikini-Casting in Mailand. Das Model erzählt, sie sei erst gegen Ende eines Castings angekommen, das bereits den ganzen Tag dauerte, und habe einen Bikini zum Anprobieren bekommen. Grundsätzlich behalte sie bei solchen Castings ihre eigene Unterwäsche an.

An diesem Tag habe sich diese Regel besonders ausgezahlt. «Ich habe die Bikinihose genommen – und ich werde euch nicht sagen, was ich gesehen habe. Ihr könnt es euch auch selbst vorstellen.» Laut Yente trugen Hunderte Models an diesem Tag denselben Slip. Sie behielt schliesslich ihre eigene Unterwäsche zum Bikini-Top an.

Geteilte Unterwäsche bei Fittings

Damit war das Thema geteilte Unterwäsche für sie nicht erledigt. Bei einem Lingerie-Job hätten die Models für ein Fitting lediglich eine winzige hautfarbene Abdeckung aus Plastik bekommen.

Anschliessend seien verschiedene Lingerie-Sets unter den Models verteilt worden. Dabei sei es vorgekommen, dass zwei Models die Sets tauschen sollten – «exakt den gleichen Tanga, den gerade noch das andere Model getragen hatte.»

In der Kommentarspalte zieht das Thema Kreise über die Modelbranche hinaus. Userin Midas Diaries berichtet aus dem Theater: Gemietete Kostüme seien teilweise erst eine Stunde vor der Show angekommen und nicht einmal gewaschen gewesen. Deshalb habe sie Basics darunter getragen und sei nach Vorstellungen jeweils direkt nach Hause zum Duschen gegangen.

Haare und Schimmel in Model-WGs

Und dann wären da noch die Model-Apartments. Mit ihren eigenen Unterkünften habe sie zwar meistens Glück gehabt, betont die Tiktokerin. Sie habe aber auch andere gesehen – und die beschreibt sie wenig schmeichelhaft.

«Haare, Schimmel, alles ist überall», erzählt sie. Besonders irritiert habe sie, wie selbstverständlich solche Zustände teilweise hingenommen würden. «Sie sagen, ah, das ist schon okay, Bro.» Für sie ist klar: «Nein, Bro, das ist nicht okay.»

Erzähl uns: Was ist das Ekligste, das du bei der Arbeit erlebt hast?

Malin Mueller

Malin Mueller (mmu) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten. Sie ist stellvertretende Leiterin Lifestyle und Beauty-Redaktorin. Ihr Fokus: Hautpflege, Frisuren und Trend-Checks.

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