Zwei Spieler stechen bei der Eintracht heraus: Trotzdem reichte es bei Union nur zum Unentschieden


Eintracht-Klassenbuch: Zwei Tadellose reichen nicht für drei Punkte

Stand: 29.08.2026, 18:58 Uhr

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Die Spieler der Frankfurter Eintracht in der Einzelkritik nach dem wilden 3:3-Auftakt bei Union Berlin. Stürmer Ebnoutalib und Torwart Atubolu stechen heraus.

Primus

Younes Ebnoutalib: Eiskalt, der Frankfurter Bub. Binnen weniger Sekunden sogar. Schnürte einen sauberen Doppelpack in Minute zehn und elf, beim 2:1 mit ein wenig Fortune. Doch wen juckt’s am Ende? Machte später mit dem 3:1 (67.) seinen Dreierpack perfekt. Sollte nicht reichen zum Sieg. Dennoch: Was für ein Tag für Nordi, 0-6-9. Die Provokation vor der Union-Kurve nach dem 2:1, mit Gelb bestraft, hätte er sich sparen können, aber okay, gibt Schlimmeres. Entschuldigte sich dafür hinterher.

Gruß in die Frankfurter Nordweststadt: Younes Ebnoutalib, Dreierpacker.

Gruß in die Frankfurter Nordweststadt: Younes Ebnoutalib, Dreierpacker. © Michael Taeger/Jan Hübner

Tadellos

Noah Atubolu: Bockstarker Einstand des aus Freiburg geholten Keepers. Sehr sicher, ohne Nerven. Schwer getroffen von Unions Aebischer, der dafür auch Gelb-Rot hätte sehen können. Schüttelte sich, machte weiter. Und hielt wie ein Teufelskerl, drei klasse Paraden binnen drei Minuten (70./71./72.), danach noch zweimal hervorragend (77./78.). Glatte Eins. Super Debüt. Klar, drei Gegentreffer verhageln die Bilanz. Aber dreimal war er schuldlos.

Burkardt, Baum und Chaibi haben bei der Eintracht noch deutlich Potenzial nach oben

Gut dabei

Ayoube Amaimouni: Immer mal mit einem Haken, einer Körpertäuschung. Sucht den Abschluss, auch in der Halbposition schwer zu verteidigen. Hat sich festgespielt. Wird schwer für Doan, wieder reinzukommen ins Team – falls er denn in Frankfurt bleibt.

Ganz okay

Can Uzun: Körpersprache ausbaufähig, Standards auch. Ansonsten blitzsauberer Auftritt, spielfreudig bis zum Anschlag. Ein Schnicker, wie er im Fußballbuch steht (Achtung, nicht abwertend gemeint). Hätte das 3:1 machen können, vielleicht sogar müssen, drüber (19.). Auffällig: Bindet Hintermann Kosugi nicht so gerne ins Spiel ein. Als Zocker offenbar nicht anerkannt, der kleine Japaner. Baute später ab.

Jeremiaha Maluze: Vertragsverlängerung, Startelfdebüt, alles an einem einzigen Samstag im August. Gibt schlechtere Tage. Machte seine Sache sehr solide, aufmerksam, selbstbewusst. Bereitete sogar das 1:1 per Kopfballablage vor. Konnte freilich auch nicht alles wegverteidigen.

Keita Kosugi: Giftnudel da rechts hinten, ließ sich nichts gefallen, nicklig, bissig, immer da und aufmerksam. Im zweiten Durchgang mit Problemen, da fehlte die Klarheit, konnte sich seiner Haut nicht mehr erwehren. Dennoch: Ein Anfang ist gemacht.

Raphael Onyedika: Lief Löcher zu, hielt seine Position. Gab schon die geforderte Stabilität. Das hatte man sich von ihm erhofft.

Robin Koch: Hielt seine Abwehr lange zusammen, doch auch nicht fehlerlos. Wird sich mit seinen Kameraden bei den defensiven Standards etwas einfallen lassen müssen.

So lala

Fares Chaibi: Trägt mit seiner Technik zum flüssigen Spiel bei, Adi Hütter mag ihn. Wie fast jeder Trainer. Cooler Schlenzer, knapp vorbei (57.). Schlief vor dem 2:3. Dürfte wohl dennoch an Bord bleiben.

Elias Baum: Mit vielen vielversprechenden Vorstößen, macht aber viel zu wenig daraus. Zu unpräzise beim letzten Pass, dem finalen Zuspiel. Schwamm im zweiten Abschnitt auch defensiv, konnte mit den frischen Union-Kräften nicht mehr mitgehen, wirkte ganz schön ausgepumpt. Gut: Vor dem 3:1 mit den Füßen am Ball.

Jonathan Burkardt: Kam nicht so richtig rein, noch geschwächt von seinem Infekt. Deshalb auch früher ausgetauscht. Ohne große Torgefahr, aber bienenfleißig, ließ sich fallen, nahm am Spiel teil. Die Tore überließ er dieses Mal dem Kollegen Ebnoutalib. War in der Vorbereitung genau andersherum.

Schwächelnd

Kein Eintrag.

Zu spät gekommen

Malik Pimpong, Oscar Hojlund, Love Arrhov, Otavio.