Medienberichte: Eisbären-Urgestein André Rankel wird neuer Bundestrainer


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Medienberichte: Eisbären-Urgestein André Rankel wird neuer Bundestrainer

André Rankel, neuer Eishockey-Bundestrainer. (IMAGO/Eibner-Pressefoto/Franz Fe)
André Rankel, neuer Eishockey-Bundestrainer. (IMAGO/Eibner-Pressefoto/Franz Fe)

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Der langjährige Eisbären-Angreifer und frühere Nationalspieler André Rankel wird nach dpa-Informationen neuer Eishockey-Bundestrainer. Der 40-Jährige folgt überraschend auf Harold Kreis, der nach der verkorksten Weltmeisterschaft im Mai vorzeitig gehen musste.

Der "Mannheimer Morgen" und "Eishockey News" hatten ebenfalls über die Personalie berichtet.

Soll am Donnerstag offziell vorgestellt werden

Für den gebürtigen Schöneberger und bisherigen Co-Trainer der Eisbären Berlin ist es im Seniorenbereich die erste Anstellung als Cheftrainer. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) will den neuen Bundestrainer am Donnerstag (15:00 Uhr) in München offiziell vorstellen. Auf rbb-Nachfrage bei den Eisbären wollte der Klub die Personalie nicht bestätigen und verwies auf eben diese DEB-Pressekonferenz.

Der frühere DEB-Stürmer vertrat Deutschland bei sieben Weltmeisterschaften und war einmal bei Olympischen Spielen im Einsatz. Mit den Eisbären gewann der langjährige Kapitän sieben deutsche Meisterschaften. 2011 wurde er zum MVP der Playoffs gekürt. Er ist in der Berliner DEL-Historie mit 247 Treffern Rekordtorschütze.

Debüt beim Deutschland-Cup

Rankel wird den Vize-Weltmeister von 2023 erstmals beim traditionellen Deutschland Cup vom 5. bis 8. November in Düsseldorf betreuen. Richtig im Fokus stehen wird der neue Coach bei der Heim-Weltmeisterschaft 2027 im kommenden Mai in Gelsenkirchen, Mannheim und Düsseldorf. Ursprünglich sollte Kreis die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes dann noch betreuen, doch dem 67-Jährigen waren drei enttäuschende größere Turniere am Stück zum Verhängnis geworden.

Die sportliche Entwicklung des Olympiazweiten von 2018 ist seit 2023 rückläufig. Bei seiner ersten WM als Bundestrainer hatte Kreis das DEB-Team überraschend bis ins Finale geführt. 2025 und 2026 hatte Deutschland aber das Minimalziel Viertelfinale verpasst und war jeweils bereits in der Vorrunde gescheitert. Auch die Olympischen Winterspiele im Februar in Mailand endeten mit einer riesigen Enttäuschung.

Trotz Kritik: Sportvorstand Künast durfte bleiben

Die womöglich beste deutsche Auswahl überhaupt mit sämtlichen NHL-Topstars um die Weltklassespieler Leon Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider hatte die große Chance auf eine Medaille angesichts eines günstigen Turnierbaums leichtfertig verspielt. Neben Kritik am Coaching hatten insbesondere die Führungsspieler auch die Situation rund ums Team und die Organisation kritisiert. Trotzdem durfte DEB-Sportvorstand Christian Künast, der sich nach eigener Aussage die Verantwortung dafür gab, im Amt bleiben.

Sendung: rbb24, 26.08.2026, 19:15 Uhr
Audio: rbb|24, 26.08.2026, Shea Westhoff

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