ETF-Sparplan oder Altersvorsorgedepot: Was sich für Frauen mehr lohnt


Stand: 20.10.2026, 20:20 Uhr

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Zwei Ordner zu Altersvorsorge und ETF-Sparplan symbolisieren die finanzielle Planung für den Ruhestand

ETF-Sparplan oder Altersvorsorgedepot. © IMAGO/MICHAEL BIHLMAYER

Mit ETFs können Frauen langfristig Vermögen für den Ruhestand aufbauen. Ab 2027 kommt mit dem neuen Altersvorsorgedepot eine staatlich geförderte Möglichkeit hinzu.

Ein gewöhnlicher ETF-Sparplan bietet die Möglichkeit, regelmäßig Geld am Kapitalmarkt anzulegen. Mit dem neuen Altersvorsorgedepot wird diese Form des langfristigen Investierens künftig mit staatlichen Zulagen und steuerlichen Vorteilen verbunden.

Content-Partnerschaft

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden. Das kostenlose Webinar zum Altersvorsorgedepot erklärt die neue staatliche Förderung, die steuerlichen Vorteile und die wichtigsten Fragen rund um die Auswahl einer passenden Altersvorsorgestrategie.

Für Frauen, die ihre private Altersvorsorge aufbauen möchten, lohnt es sich deshalb, die beiden Möglichkeiten genauer zu betrachten.

Das Altersvorsorgedepot bietet staatliche Zulagen

Ein wesentlicher Unterschied zum gewöhnlichen ETF-Sparplan ist die staatliche Förderung.

Beim neuen Altersvorsorgedepot können Sparerinnen bis zu 540 Euro Grundzulage jährlich erhalten. Dafür müssen sie 1.800 Euro aus eigener Tasche einzahlen.

Zusätzlich sind für kindergeldberechtigte Kinder jeweils bis zu 300 Euro Kinderzulage pro Jahr möglich.

Ein gewöhnlicher ETF-Sparplan bietet diese staatlichen Altersvorsorgezulagen nicht.

„Staatliche Förderung kann beim langfristigen Vermögensaufbau einen wichtigen Unterschied machen. Trotzdem sollten Frauen nicht allein auf die Höhe der Zulagen achten, sondern auch die Kosten und die gewählte Anlagestrategie berücksichtigen“, erklärt Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista.

Steuerliche Vorteile beim Altersvorsorgedepot

Auch bei der Besteuerung bestehen Unterschiede.

Während der Ansparphase fallen innerhalb des Altersvorsorgedepots keine laufenden Steuern auf Erträge und Wertsteigerungen an. Die Besteuerung erfolgt erst bei der späteren Auszahlung.

Beim gewöhnlichen ETF-Depot gelten dagegen die üblichen steuerlichen Regelungen für Kapitalerträge.

Die steuerliche Behandlung kann deshalb ein wichtiger Faktor bei der langfristigen Vorsorgeplanung sein.

Warum die Kosten eine große Rolle spielen

Unabhängig davon, welche Anlageform gewählt wird, sollten Frauen die laufenden Kosten im Blick behalten.

Wie stark sich Gebühren langfristig auswirken können, zeigt eine Modellrechnung: Bei einer monatlichen Einzahlung von 200 Euro über 30 Jahre und einer angenommenen Bruttorendite von sieben Prozent ergibt sich bei jährlichen Kosten von 0,2 Prozent ein Endvermögen von rund 218.700 Euro.

Bei Kosten von zwei Prozent jährlich liegt das Ergebnis dagegen bei etwa 159.500 Euro. Der Unterschied beträgt rund 59.200 Euro.

Die Modellrechnung verdeutlicht, warum die Gebühren eines Anlageprodukts entscheidend für den langfristigen Vermögensaufbau sein können.

Welche Variante passt besser?

Beim Altersvorsorgedepot stehen die staatliche Förderung und die langfristige Altersversorgung im Mittelpunkt. Ein gewöhnlicher ETF-Sparplan bietet dagegen mehr Freiheit bei der Verwendung des angesparten Geldes.

Welche Variante besser geeignet ist, hängt von den individuellen finanziellen Zielen, dem gewünschten Anlagezeitraum und der persönlichen Risikobereitschaft ab.

Auch eine Kombination beider Möglichkeiten kann grundsätzlich infrage kommen. Entscheidend ist, dass die gewählte Strategie zur eigenen finanziellen Situation passt.