Evakuierung wegen Föhrenwaldbrand in NÖ: 700 Einsatzkräfte gefordert | Kleine Zeitung


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Zahlreiche Feuerwehren rückten zum Brand im Föhrenwald in St. Egyden aus. Bewohner wurden in Sicherheit gebracht.

Erneut steht ein Föhrenwald in St. Egyden (Bezrik Neunkirchen) in Brand

© APA / Unbekannt

Erneut steht ein Föhrenwald in St. Egyden (Bezrik Neunkirchen) in Brand

vor 57 Minuten

14. August 2026 um 17:50

Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist am Freitag erneut ein Großbrand ausgebrochen. 830 Feuerwehrmitglieder rückten aus, auch elf Hubschrauber standen im Einsatz. Über 50 Hektar waren laut Feuerwehr betroffen. Die Flammen breiteten sich in Richtung von Häusern in der Katastralgemeinde Neusiedl am Steinfeld aus, Bewohner wurden evakuiert. Laut Bezirkshauptmannschaft gab es rund 250 Betroffene, die meisten durften um 21.00 Uhr in ihre Häuser zurück.

Bewohnerinnen und Bewohner der Bahnstraße und Waldstrandsiedlung sowie in der Oberen und Unteren Waldgasse wurden evakuiert. Auch ein Gasthaus in dem betroffenen Gebiet musste schließen. Straßen in der Umgebung wurden gesperrt. Die Gemeinde habe den Krisenstab einberufen, berichtete Vizebürgermeister Johannes Tinhof (SPÖ). Ein Notquartier mit Feldbetten wurde vorbereitet. Viele Betroffene kamen indes bei Angehörigen oder Freunden unter.

Der Großteil der Betroffenen durfte um 21.00 Uhr wieder in die Häuser und Wohnungen zurückkehren. Nur für die Kamper-Siedlung bleibe die Evakuierung aufrecht, informierte die Bezirkshauptmannschaft.

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Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist am Freitag erneut ein Brand ausgebrochen

Im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist am Freitag erneut ein Brand ausgebrochen © APA / Diana Jaeger

Wind erschwerte Löscharbeiten

Eine Rauchsäule war kilometerweit sichtbar. Es wurde die höchste Alarmstufe (B4) ausgelöst. Wind erschwerte die Löscharbeiten. 91 Feuerwehren, der Flugdienst und der Sonderdienst Waldbrand sowie vier Katastrophenhilfsdienst-Züge waren im Einsatz. Vier Hubschrauber des Innenministeriums, ebenso viele des Bundesheeres - darunter drei Black Hawks und ein Leonardo - sowie drei Helikopter von privaten Firmen unterstützten bei der Bekämpfung der Flammen in schwer zugänglichen Bereichen. „Die Einsatzkräfte arbeiten weiterhin mit Hochdruck an der Eindämmung des Brandes“, teilte das Bezirkskommando mit. Die Feuerwehr appellierte an die Bevölkerung, sich vom Brandereignis fernzuhalten.

Der ausgedehnte Wald- und Flurbrand war in den Mittagsstunden ausgebrochen. Betroffen sei ein anderes Gebiet als beim Feuer in der Vorwoche, teilte Klaus Stebal vom Landeskommando mit. Die Ursache stand vorerst nicht fest. Das Rote Kreuz war mit 44 Mitarbeitenden, darunter Spezialisten für Krisenintervention, und 21 Fahrzeugen im Einsatz, berichtete Sprecherin Sonja Kellner der APA. Ebenso war der Arbeiter-Samariter-Bund an Ort und Stelle.

„Meine Gedanken sind heute bei allen, die in St. Egyden gegen die Flammen kämpfen, und bei den Menschen, die um ihr Zuhause bangen“, teilte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) mit. Sie bedankte sich ebenso wie ihre Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) und Udo Landbauer (FPÖ) in Facebook-Postings bei den Einsatzkräften.

Die Karte zeigt die Lage eines Großbrands im Föhrenwald in Niederösterreich und die betroffenen Orte St. Egyden am Steinfeld und dem Ortsteil Neusiedl am Steinfeld. Es wird auf Evakuierungen hingewiesen. Quelle: APA.

Erst in der Vorwoche rund 100 Hektar großer Waldbrand

Erst Anfang August hatte sich ein Feuer im Föhrenwald auf rund 100 Hektar ausgedehnt. Die Flammen waren am Mittwochnachmittag (5. August) ausgebrochen. Es dauerte bis Sonntagabend, ehe „Brand aus“ gegeben wurde. Hunderte Feuerwehrleute standen im Einsatz. Verursacht worden sein soll der Brand durch Phosphor in Munitionsteilen einer Ende des Zweiten Weltkrieges gesprengten Fabrik. Das Feuer zählt zu den größten in Niederösterreich in den vergangenen Jahren.