FC Bayern verkauft Anteile für dreistelligen Millionen-Betrag an deutsches Unternehmen


Exklusiv: FC Bayern plant, Anteile für dreistelligen Millionen-Betrag zu verkaufen

Stand: 13.08.2026, 18:30 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Lange wurde darüber spekuliert, nun wurde eine Entscheidung getroffen: Der FC Bayern veräußert die letzten fünf Prozent seiner Anteile.

München – Der harte Sparkurs des FC Bayern in der jüngeren Vergangenheit hat sich gelohnt: Das berühmte Festgeldkonto des deutschen Rekordmeisters ist aktuell wieder gut gefüllt. Kapitalbedarf hat der deutsche Rekordmeister im Sommer 2026 keinen – und trotzdem haben die Münchner Verantwortlichen eine wegweisende Entscheidung für die Zukunft getroffen: Nach Informationen von Absolut Bayern hat das Präsidium um Vereinsoberhaupt Herbert Hainer den Entschluss gefasst, die letzten fünf Prozent der AG an Viessmann zu verkaufen. Der Kaufpreis soll bei 250 Millionen Euro liegen. Das Heiztechnik-Unternehmen aus Allendorf wird demnächst vom sogenannten Platin- zum Hauptpartner aufsteigen und ist dann in einer Riege mit Hauptsponsor Telekom und den Anteilseignern Adidas, Audi und Allianz.

Bayern-Präsident und Aufsichtsratschef Herbert Hainer.

Bayern-Präsident und Aufsichtsratschef Herbert Hainer. © IMAGO/Karma Lo

Den Weg für Viessmann als neuen Anteilseigner ebnete der Verein bereits im Rahmen der Jahreshauptversammlung 2021: Damals stellte ein Mitglied den Antrag, dass der Verein auch in Zukunft 75 Prozent an den Anteilen der AG halten müsse. Aktuell sind Adidas, Audi und Allianz mit jeweils 8,33 Prozent am Club beteiligt. Doch bei der anschließenden Abstimmung fehlte die nötige Dreiviertelmehrheit. Darum blieb alles beim Alten: Der FC Bayern kann die restlichen fünf Prozent laut Satzung ohne die Zustimmung der Vereinsmitglieder veräußern. Mit dem Verkauf der letzten Anteile wird der Mutterverein künftig 70 statt bisher 75 Prozent der Aktien an der FC Bayern AG halten.

FC Bayern verkauft fünf Prozent seiner Anteile an Viessmann

„Wir haben einen Deal mit unseren Mitgliedern, dass wir nicht mehr als 30 Prozent verkaufen. Theoretisch könnten wir fünf Prozent verkaufen, ohne die Mitglieder zu fragen. Für mehr bräuchten wir eine Zweidrittelmehrheit. Und die werden wir niemals kriegen“, erklärte Ehrenpräsident Uli Hoeneß im November 2025 im OMR-Podcast.

Absolut Bayern - der Newsletter ⚽

Der „Absolut Bayern-Newsletter“ - ein Muss für FCB-Fans

Der „Absolut Bayern-Newsletter“ - ein Muss für FCB-Fans © Plietsch/Imago

Seien Sie näher am FC Bayern dran als je zuvor! Unser FCB-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News, liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach.

Jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren und Teil der FCB-Community werden. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden!

Sind Sie dabei?

HIER geht‘s direkt zur Anmeldung

Im gleichen Format verriet der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen vergangenen März: „Es kommen regelmäßig große Equity-Häuser auf uns zu, was wir bisher immer verneint haben.“ So haben die Münchner laut Angaben der Financial Times im Laufe des Jahres 2025 Gespräche mit der schwedischen Investmentfirma EQT über den möglichen Verkauf eines kleineren Aktienpakets geführt. Doch der Deal kam letztlich nicht zustande, weil Michael Diederich als damaliger Finanzvorstand und EQT-Ansprechpartner den Club verließ.

„Wenn wir unsere letzten fünf Prozent Anteile veräußern sollten, geht es nicht nur darum, das meiste Geld zu kriegen“, stellte Dreesen im OMR-Podcast klar. Laut des Vorstandsvorsitzenden gehe es darum, den richtigen Aktionär zu finden: „Unsere Minderheitsaktionäre Adidas, Audi und Allianz sind strategische Partner. Denen geht es nicht um eine hohe Dividende oder Wertsteigerung für einen späteren Verkauf. Sie haben ihr Commitment zum FC Bayern untermauert. Ein neuer Käufer müsste strategisch zu uns passen, unsere DNA teilen und die gleichen Ideale und Wertvorstellungen haben.“

Und dieses Anforderungsprofil trifft gut auf Viessmann zu, denn die Partnerschaft zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem Heiztechnikhersteller ist sukzessive gewachsen: 2018 wurde das Unternehmen in China offizieller Regionalpartner, 2021 wurde die Partnerschaft auf den südostasiatischen Raum ausgeweitet und Viessmann wurde offizieller Klimapartner in ausgewählten europäischen Märkten.

Zum Start der Saison 2022/2023 wurde besagte Partnerschaft global ausgeweitet. Seit der Spielzeit 2023/2024 ist der Konzern Partner der Frauenmannschaft. Und im Februar dieses Jahres wurde die internationale Zusammenarbeit vorzeitig bis 2029 verlängert. Max Viessmann (CEO Viessmann Generations Group) sitzt bereits im Bayern-Verwaltungsbeirat. Mit dem Kauf der AG-Anteile folgt nun der nächste Schritt in der langjährigen Zusammenarbeit.