Zeki Amdouni muss weiter in der Zweitklassigkeit ausharren


Experte macht ihm trotzdem Mut

Amdouni muss weiter in der Zweitklassigkeit ausharren

An der WM kommt Zeki Amdouni in vier von sechs Spielen zum Einsatz, nun heisst die Bühne Championship in England. Weshalb Amdouni nicht in einer Top-Liga spielt. Und was Ex-Norwich- und -Bristol-Spieler Timm Klose sagt.

Publiziert: 17:56 Uhr

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Aktualisiert: vor 33 Minuten

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Stefan KreisReporter Fussball

In der Rangliste jener Schweizer, die am meisten Spiele in der zweithöchsten englischen Liga absolviert haben, steht Gaetano Berardi auf dem ersten Platz. Mit 144 Einsätzen für Leeds United. Dicht gefolgt von Almen Abdi, der 132 Spiele für Watford und Sheffield Wednesday absolvierte. Auch Timm Klose steht auf dem Podest, mit 128 Spielen für Norwich und Bristol.

Alle drei schafften den Aufstieg in die Premier League. Auch Nati-Stürmer Zeki Amdouni (25) wird in dieser Saison mit Burnley um die Rückkehr ins Oberhaus kämpfen. Ein möglicher Leihtransfer in eine Top-5-Liga ist kurz vor dem Deadline Day gescheitert.

Am Mittwoch steht der Genfer WM-Fahrer zum ersten Mal in der Startelf der Clarets und schreibt sich beim 1:1 gegen Middlesbrough gleich einen Assist aufs Konto.

The Den statt Camp Nou

Im März vor einem Jahr wurde Amdouni bei der 1:3-Niederlage von Benfica Lissabon gegen Barcelona eingewechselt, nun heissen die Stadien nicht Da Luz und Camp Nou, sondern The Den in London oder Bramall Lane in Sheffield. Championship statt Champions League.

Ist der Zauberfuss, der vor drei Jahren für 18 Millionen vom FC Basel in die Premier League zu Burnley wechselte, nicht zu gut für die Zweitklassigkeit? Ist ein Spieler wie Amdouni in der Championship nicht verschenkt?

«Nein», sagt Blue-Experte und Norwich-Legende Timm Klose. «Die Championship ist nicht weit weg von einer Top-5-Liga. Und sie ist für mich einer der interessantesten Wettbewerbe der Fussballwelt.» Grund: die unterschiedlichen Gegner. «Du hast Top-Klubs mit vielen finanziellen Möglichkeiten, die sofort zurück in die Premier League wollen. Und dann hast du jene, die bloss in der Liga bleiben wollen.» Der FC Burnley, der sich in den letzten Jahren zum Fahrstuhlklub entwickelt hat, gehört definitiv zur ersten Sorte.

«Die Stadien sind voll, die Intensität ist hoch»

Zur Attraktivität der Liga würden zudem die Zuschauerinnen und Zuschauer beitragen, so der 17-fache Schweizer Nationalspieler. «Die Stadien sind meistens voll, die Plätze sind top, die Intensität ist hoch.» Als Klose noch für Norwich kickte, kam er in einer Saison mit 46 Ligaspielen plus Playoffs plus Pokal auf fast 60 Spiele.

Für Amdouni könnte das noch zur Knacknuss werden, weil er in der vergangenen Saison lange mit den Nachwehen eines Kreuzbandrisses kämpfte, in der Premier League bloss auf vier Einsätze gekommen ist und den Abstieg nicht verhindern konnte.

So wie Berardi, Klose und Abdi, die auch deshalb zu den Top 3 der Schweizer Championship-Spieler gehören.

Mannschaft

SP

TD

PT

1

FC Lugano

FC Lugano

5

11

15

2

BSC Young Boys

BSC Young Boys

6

12

14

3

FC Basel

FC Basel

6

2

10

4

FC Sion

FC Sion

5

2

9

5

FC Luzern

FC Luzern

6

-3

8

6

FC St. Gallen

FC St. Gallen

5

-1

7

7

FC Thun

FC Thun

5

-5

7

8

FC Lausanne-Sport

FC Lausanne-Sport

6

-1

6

9

FC Zürich

FC Zürich

6

-7

6

10

Servette FC

Servette FC

5

-2

4

11

Grasshopper Club Zürich

Grasshopper Club Zürich

5

-5

4

12

FC Vaduz

FC Vaduz

6

-3

3

Meisterschaftsrunde

Abstiegsrunde