Flydubai: Experte über dramatischen Flug – „Gefahr, dass es auseinanderbricht“


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Der dramatische Zwischenfall auf dem Flydubai-Flug FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv könnte die Maschine auch aus flugtechnischer Sicht an die Grenzen gebracht haben. Das sagte der Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt gegenüber dem ZDF. „Aus den Daten die zur Verfügung stehen, kann man schließen, dass sich das Flugzeug phasenweise weit jenseits der Zulassungsgrenzen befunden hat und dass durchaus die Gefahr bestand, dass es in der Luft auseinanderbricht“, sagte Großbongardt.

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Die Boeing 737 war am Mittwoch auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv, als es zu einem Zwischenfall im Cockpit kam. Nach bisherigen Berichten soll der Co-Pilot den Kapitän mit einem Messer angegriffen haben. Anschließend verlor die Maschine innerhalb kurzer Zeit mehrere tausend Meter an Höhe. Passagiere sollen daraufhin in das Cockpit eingedrungen sein und den Angreifer überwältigt haben.

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Die Maschine setzte schließlich ein Notsignal ab und wurde zum Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien umgeleitet. Dort konnte sie sicher landen. An Bord waren nach bisherigen Angaben rund 180 Menschen.

Maschine verliert Tausende Meter an Höhe in kurzer Zeit

Besonders auffällig war der schnelle Höhenverlust während des Vorfalls. Nach Berichten über den Zwischenfall sank die Maschine innerhalb kurzer Zeit um mehrere tausend Meter. Großbongardts Einschätzung zufolge könnten dabei Belastungen auf das Flugzeug gewirkt haben, für die es nicht zugelassen ist.

Was genau im Cockpit geschah und wodurch die Maschine in den extremen Flugzustand geriet, ist allerdings weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Auch die Umstände des Angriffs und das mögliche Motiv sind bislang nicht abschließend geklärt. Die Fluggesellschaft Flydubai bestätigte eine Auseinandersetzung im Cockpit und erklärte, dass die Situation durch Besatzungsmitglieder unter Kontrolle gebracht worden sei.

Ermittlungen zu Angriff im Cockpit laufen

Nach israelischen Medienberichten wird geprüft, ob einer der Piloten tatsächlich versucht hat, die Maschine zum Absturz zu bringen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem schwerwiegenden Zwischenfall, während Verteidigungsminister Israel Katz von einem mutmaßlichen dschihadistischen Anschlagsversuch ausging.

Eine abschließende Bestätigung, dass es sich um einen Terroranschlag handelte, liegt bislang jedoch nicht vor.

Mit dpa/afp