„Explosion“ am Anglberger Weiher: Rund 700 Rettungskräfte bei Großübung in Zolling gefordert


Stand: 26.09.2026, 21:04 Uhr

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An der Festival-Bühne war es zur Explosion einer Gasflasche gekommen - so lautete das Übungsszenario. Dabei wurden viele Besucher verletzt.

An der Festival-Bühne war es zur Explosion einer Gasflasche gekommen - so lautete das Übungsszenario. Dabei wurden viele Besucher verletzt. © Hermann

Der Anglberger Weiher in Zolling war am Samstag Schauplatz einer Katastrophenschutzübung, die es in dieser Dimension noch nie im Landkreis gegeben hat. Über 700 Rettungskräfte waren im Einsatz.

Zolling – Ein Großaufgebot an Rettungskräften eilte am Samstagvormittag zum idyllisch gelegenen Anglberger Weiher in Zolling: Nach der „Explosion einer Gasflasche auf einem Musikfestival“ mussten rund 170 Besucher mit zum Teil schwersten Verletzungen versorgt werden. Was sich wie ein schweres Unglück anhört, war zum Glück nur eine Katastrophenschutzübung mit dem Titel „High Voltage 2026“, bei der rund 700 Einsatzkräfte und etwa 170 Mimen den Ernstfall probten.

In einer eigens für die Übung eingerichteten Notaufnahme im Klinikum Freising wurden die „verletzten“ Festival-Besucher versorgt.

In einer eigens für die Übung eingerichteten Notaufnahme im Klinikum Freising wurden die „verletzten“ Festival-Besucher versorgt. © Dirk Daniel Mann

Bis in den frühen Abend galt es für die Rettungskräfte aus den Reihen des BRK, der Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser, einiger Landkreis-Feuerwehren und der Polizei, die vielen „Verletzten“ mit ihren täuschend echt geschminkten Wunden zu versorgen und ins Krankenhaus zu transportieren. Das Klinikum Freising hatte dafür eigens eine zweite Notaufnahme eingerichtet. Auch aus dem Anglberger Weiher mussten Mimen gerettet werden. Zudem galt es, die vielen Betroffenen zu betreuen und zu versorgen.

Täuschend echt wurden die vielen Mimen geschminkt.

Täuschend echt wurden die vielen Mimen geschminkt. © Hermann

Es war die größte organisationsübergreifende Übung, die je im Landkreis Freising durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt standen die Zusammenarbeit und die Kommunikation über Organisations- und Landkreisgrenzen hinweg.

Nach Übung trafen sich Helfer, Mimen und Verantwortliche im Bürgerhaus in Zolling zum gemeinsamen Abendessen.

Nach Übung trafen sich Rettungskräfte, Mimen und Verantwortliche im Bürgerhaus in Zolling zum gemeinsamen Abendessen. © Hermann

Zum großen Finale trafen sich Rettungskräfte, Mimen und Verantwortliche zum gemeinsamen Essen im Bürgerhaus Zolling. Dabei gab es viele lobende Worte – allen voran von Landrätin Susanne Hoyer. Sie dankte allen für ihren „unglaublichen Einsatz“ und war sich nach der Großübung sicher, dass man im Landkreis Freising „sehr gut versorgt“ sei, sollte es einmal zu einem größeren Schadensereignis kommen. Zudem lobte sie den BRK-Kreisverband Freising für den Mut, so eine Übung abzuhalten. Denn: „Katastrophenschutz ist kein Relikt aus der Vergangenheit, sondern die Lebensversicherung in der Gegenwart.“

Ein ausführlicher Bericht folgt.