Expressbus X910 knackt 2000 Fahrgäste am Tag – MVV zeigt Grafik


Stand: 03.08.2026, 07:00 Uhr

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An der Hop-off-hop-on-Sonderfahrt mit dem Expressbus X910 nahmen Landräte, Bürgermeister und MVV-Mitarbeitende teil.

An der Hop-off-hop-on-Sonderfahrt mit dem Expressbus X910 nahmen Landräte, Bürgermeister und MVV-Mitarbeitende teil. © Photographer: Andrea Jaksch

Die Expressbuslinie X910 zwischen Großhadern und Geltendorf transportiert inzwischen fast 2000 Menschen täglich. Seit Dezember fahren die Busse 14 neue Haltestellen an.

Landkreis – Eine vergnügte Runde sprang da am Freitag vor dem neuen ADAC-Gebäude im Gewerbegebiet Oberpfaffenhofen an der Claude-Dornier-Straße aus dem ÖPNV-Bus. Ein halbes Jahr nach Erweiterung der Expressbuslinie X910 hatten sich Bürgermeister, Landräte und MVV-Mitarbeiter einen Tag lang aufgemacht, bei einer Hop-off- und Hop-on-Tour namhafte Firmen entlang des Wegs zu besuchen. Im Mittelpunkt stand die Erweiterung der Linie, die mit ständig wachsenden Fahrgastzahlen eine Erfolgsgeschichte ist. Sie wurde am 1. August 2018 als Expressbuslinie zwischen Weßling und dem Klinikum Großhadern eröffnet.

Zahlreiche und spannende Unternehmen finden sich entlang des Streckenverlaufs des X910, der seit dem 14. Dezember 2025 um 14 Stationen länger geworden ist. Zuvor war nach einer knappen Stunde Fahrzeit Schluss in Weßling. In einer Stunde 40 Minuten sind die Fahrgäste nun auch in Geltendorf. Der erste Bus fährt um 5.11 Uhr, der letzte, unter der Woche, um 22.41 Uhr ab Großhadern. Neu hinzugekommen sind mit dem Fahrplanwechsel die Haltestellen Krailling (Heimstraße), Unterbrunn (Ort), Gilching (Gewerbepark West), Delling, Oberalting (Meilinger Weg), Oberalting (Espe-Platz), Etterschlag (Am Anger), Inning (Landsberger Straße), Neugreifenberg (Brücke), Windach (Rathaus), Schöffelding (Delo), Eresing (Süd), Eresing (Gewerbegebiet) und Geltendorf (S-Bahn).

Bei der Tour am Freitag machten die Fahrgäste mehrere Abstecher. Erzabt Wolfgang Öxler begrüßte die Schar in St. Ottilien (Haltestelle Eresing Süd) und gab gemeinsam mit Betriebsleiter Josef Götz einen Überblick über das Klosterdorf. Das Unternehmen Bioverde (Isana Naturkost) präsentierte seine Feinkostprodukte. 160 Mitarbeiter sind mit deren Produktion beschäftigt. Das 1983 gegründete Unternehmen stellte vor 40 Jahren auf Bio um.

Delo ist ein international führender Hersteller von Industrieklebstoffen und dazugehörigen Dosier- und Aushärtungsgeräten. Die Firma findet sich nahe der Haltestelle Schöffelding. Im Landkreis Starnberg wartete dann das Team von Solventum, ehemals Espe und 3M, an der Haltestelle am Espe-Platz in Seefeld. Im Geschäftsbereich Dental Solutions werden mehr als 16.000 Produkte für die Prophylaxe, Kieferorthopädie, Zahnerhaltung und Prothetik entwickelt, produziert und vertrieben.

Spannend war der Besuch des ADAC-Luftrettungscampus an der Claude-Dornier-Straße. Eingeweiht wurde er vor ziemlich genau einem Jahr, wie Peter Knechtel, Geschäftsführer des Tochterunternehmens HEMS Academy, seinen Gästen berichtete. Die Eröffnung fand im Oktober statt. Auf rund 16.000 Quadratmetern arbeiten etwa 280 Menschen der ADAC Luftrettung sowie deren Tochterunternehmen. Drei Simulatoren stehen für Piloten aus aller Welt bereit und sind 20 Stunden täglich im Einsatz. In der HEMS Academy finden Training und Schulung von Ärzten und Rettungskräften statt, mit lebensgroßen Puppen und Wohnungen, in denen Szenarien gestellt und die Einsätze gefilmt werden. Dazu kommen die Wartung der 60 ADAC-Hubschrauber und der telemedizinische Notdienst.

All diese Unternehmen und noch viele mehr, darunter auch TQ Systems, sind mit dem X910 verbunden. „Wir haben damals die Unternehmen gefragt, wo ihre Mitarbeiter herkommen“, erinnerte sich Wirtschaftsförderer Christoph Winkelköter (gwt) an die Anfänge. „Viele kamen aus Landsberg, Augsburg und dem Allgäu. Das war die Initialzündung, mit der Idee des Busses auf Landsberg zuzugehen.“ Die Unternehmen würden mit der X-Bus-Anbindung auch gerne werben, tausende Mitarbeiter profitieren davon.

Fast rundum zufrieden war MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch auf der Tour durch die Landkreise. „Wir sind bei fast 2000 Fahrgästen am Tag“, sagte er und zeigte auf seinem Handy Grafiken von ständig steigenden Zahlen. Im Schnitt sitzen 18 Menschen in jedem X-Bus, „das ist viel“. Tendenz steigend. Schwachpunkt sei da eher die Bahn. „Wenn die noch pünktlich fahren würde, könnten wir uns nicht retten“, davon ist Rosenbusch überzeugt. „Er ist schnell, effizient, und er verbindet ganz tolle Orte“, fasste es Landrat Stefan Frey zusammen.