Straße von Hormus: Iran schockt Trump mit neuem Waffensystem zum Verlegen von Seeminen


Kampf um die Straße von Hormus

Iran schockt Trump mit neuem Waffensystem

Von t-online, afp, reuters, pri


Aktualisiert am 01.09.2026 - 19:40 UhrLesedauer: 3 Min.

Iran überrascht Trump mit einer neuen Waffe zum Verlegen von Seeminen. Russland hat ein ähnliches System. Beide Länder kooperieren eng in Rüstungsfragen.

Erstmals seit Wochen flog die US-Luftwaffe wieder Angriffe auf Stellungen im Iran. "US-Streitkräfte haben heute zwei iranische Abschussvorrichtungen auf der Insel Larak angegriffen", teilte die US-Leitzentrale Centcom mit. Demnach sind die iranischen Revolutionsgarden dabei beobachtet worden, "wie sie sich auf der Insel Larak "darauf vorbereiteten, Raketen mit Seeminen in die Straße von Hormus abzufeuern". Am Dienstag folgte eine zweite Angriffswelle, dieses Mal auf Ziele im Landesinneren.

Die Mitteilung auf die Attacke auf die Insel Larak überraschte. Denn Seeminen sind schwer zu verlegen. Üblicherweise werden sie von Spezialschiffen ausgebracht oder von Flugzeugen platziert. Nach Informationen der auf Rüstungsfragen spezialisierten Nachrichtenplattform "The War Zone" (twz) handelt es sich bei dem neuen System um eine mobile Abschussrampe vom Typ Fajr-5. Der Waffenexperte Neither Behnam Ben Taleblu sprach auf twz von einer "iranischen Visitenkarte".

Die Straße von Hormus ist im Iran-Krieg einer der Hauptstreitpunkte zwischen Teheran und Washington. Die iranisches Revolutionsgarden halten die für die Weltwirtschaft immens wichtige Meerenge de facto geschlossen und greifen dort immer wieder Schiffe an. Dabei werden auch Seeminen eingesetzt.

Seeminen sind mit Sprengstoff gefüllte Körper unter Wasser, die bei Kontakt oder bei Annäherung eines Schiffes explodieren. Manche Modelle detonieren bei direkter Berührung, andere registrieren anhand von Magnetfeld, Fahrtgeräusch oder Veränderung des Wasserdrucks, dass sich ein Schiff nähert. Die Fajr-5 mit einer Reichweite von rund 75 Kilometern können die verheerende Waffe über die Luft ausbringen.

Russland verfügt über ähnliches System

Das iranische Staatsfernsehen hatte erstmals im Januar 2025 im Zuge einer Marineübung über die Möglichkeit berichtet, Seeminen über eine Fajr-5-Raketensystem zu platzieren. Das Online-Magazin "Army Recognition" sah damals eine "hocheffektive Methode" und sprach von "einem bedeutenden Wandel in der iranischen Marinestrategie, das das ohnehin schon ausgefeilte Spektrum asymmetrischer Taktiken um eine neue Komponente erweitert".

Laut "Army Recognition" verfügen die Streitkräfte des russischen Staatschefs Wladmir Putin im Angriffskrieg gegen die Ukraine mit dem System Zemledeliye über eine ähnliche Möglichkeit zum Ausbringen von Minen.