Infantino kritisiert und schon gefeuert: Wichtiger FIFA-Funktionär verliert seinen Job


FIFA feuert Direktor nach Kritik an Infantino

Stand: 17.08.2026, 22:37 Uhr

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Die FIFA und Präsident Gianni Infantino kommen nicht zur Ruhe. Nachdem ein wichtiger Angestellter Infantino kritisiert hat, folgte die Kündigung.

Zürich – Auch einen Monat nach der Weltmeisterschaft steht die FIFA mit Präsident Gianni Infantino dauerhaft in der Kritik. Kevin Lamour, der als Betriebsdirektor beim Weltverband angestellt war, hatte den Mut, sich gegen den stärksten Mann des Fußballs zu stellen. Dies hat nun gravierende Folgen für ihn, denn er wurde von der FIFA mit sofortiger Wirkung entlassen.

Ist sich keiner Schuld bewusst: FIFA-Präsident Gianni Infantino.

FIFA-Boss Gianni Infantino steht weiter in der Kritik. © picture alliance/dpa/PA Wire | Bradley Collyer

Nachdem bekannt geworden war, dass Infantino Anteile an der WM und anderen Turnieren an Investoren verkaufen möchte, stellte sich Lamour gegen seinen Chef. „Es ist das Projekt einer Person. Nicht nur darf dieses Projekt nicht weitergehen. Aber die Zeit ist nun gekommen, dass sich die politischen Entscheidungsträger im Fußball die richtigen Fragen stellen und die richtigen Entscheidungen treffen“, hatte er unter anderem mitgeteilt.

Infantino-Kritiker von FIFA gefeuert

Lamour sagte zudem: „Ich werde diese Entscheidung verstehen und respektieren. Zumindest werde ich nachts ruhig schlafen.“ Die FIFA hat die zu erwartende Entscheidung nun auch vollzogen. Auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes gab der Verband zu, Lamour entlassen zu haben. Zur Kritik an Gianni Infantino allerdings schweigt die FIFA – wenig überraschend – weiter.

„Die FIFA kann bestätigen, dass die Zusammenarbeit mit Kevin Lamour als Chief Operating Officer am 17. August 2026 beendet wurde. Die FIFA dankt Kevin für seine zwei Jahre im Dienst und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft“, so das offizielle Statement. Eine ausführlichere Stellungnahme jedoch gab es nicht. Mit seiner Entlassung hatte Lamour nach seiner Kritik gerechnet.

Ob die mutige Kritik etwas an den Plänen Infantinos ändern kann? Im März will sich der Schweizer erneut zum Präsidenten wählen lassen. Die Investoren-Idee liegt nach dem Aufschrei aus der Fußballwelt vorerst auf Eis. Vor allem die UEFA will sich von Infantino nicht mehr für dessen Zwecke instrumentalisieren lassen. Die Anzahl der Infantino-Unterstützer nimmt in jedem Fall immer weiter ab. (is)