HSV-Stadionausbau: Warum der Start weiter auf sich warten lässt


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Folgen für die Dauerkarteninhaber: So läuft der Stadion-Umbau des HSV

Zurzeit können 57.000 Zuschauer bei den HSV-Heimspielen im Volksparkstadion dabei sein. Doch das soll sich bald ändern.
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Der HSV plant den Stadionausbau in mehreren Etappen. Die Kosten liegen im mittleren siebenstelligen Bereich. Doch der Start lässt noch auf sich warten.

Anfang September hatte der HSV die Genehmigung erhalten, die Kapazität des Volksparkstadions von bislang 57.000 auf mehr als 60.000 Plätze zu erweitern. Der Ausbau soll im laufenden Spielbetrieb in mehreren Etappen umgesetzt werden. Als Startschuss für die ersten Umbaumaßnahmen wurde direkt der Oktober angepeilt. Ob es dazu auch kommt, ist fraglich. Die MOPO nennt Details zum Fahrplan, zu den Kosten und zur Anzahl der ersten neuen Plätze.

Nach dem Testspiel an diesem Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) gegen den FC Kopenhagen gibt es für das Volksparkstadion eine knapp zweiwöchige Auszeit. Weder für die Männer noch für die Frauen findet in dieser Zeit ein Spiel statt. Erst am 17. Oktober steht für die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin mit dem Auftritt gegen den VfB Stuttgart das nächste Bundesliga-Heimspiel auf dem Programm. Die Frauen müssen das nächste Mal am 25. Oktober gegen Union Berlin im Volkspark wieder ran.

Stadion-Arbeiten nicht vor dem HSV-Spiel gegen Stuttgart

Eigentlich ein guter Zeitpunkt, um mit der ersten Etappe der Kapazitätserweiterung zu starten. Doch passieren wird das nicht. Vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart sind noch keine baulichen Maßnahmen vorgesehen. Auch einen konkreten Starttermin gibt es weiterhin nicht. Aktuell laufen im Hintergrund noch die Vorbereitungen.

Blau-weiß-schwarze Wegmarkierung führt auf das Volksparkstadion in Hamburg zu.
Am Sonntag wird es wieder voll im Volkspark. Der Test gegen den FC Kopenhagen sorgt für großes Interesse bei den Fans.
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Fakt ist: In der ersten Umbauphase werden zunächst neue Plätze an den Auf- und Abgängen installiert. Los gehen diese Arbeiten am A‑Rang. Insgesamt sollen dadurch im gesamten Stadion mehr als 1000 zusätzliche Plätze entstehen. Die Arbeiten werden sich nach aktuellem Stand in jedem Fall bis in das Jahr 2027 hinziehen. Wie schnell sie vorankommen, hängt unter anderem von den Witterungsbedingungen im Winter ab.

Folgen für die Dauerkarteninhaber beim HSV

Ist es ein Problem, dass durch diese Umbaumaßnahmen die Gänge im Stadion schmaler werden? Im Volkspark sieht man darin kein Problem. Die Begründung: Die derzeitigen Breiten liegen über den Mindestmaßen, die die Versammlungsstättenverordnung vorgibt. Auch Dauerkarteninhaber, die einen Randplatz haben und diesen gerne behalten wollen, müssen sich keine Sorgen machen. Sie sollen im Vorfeld kontaktiert werden und haben die Möglichkeit, gemeinsam mit den neben ihnen sitzenden Personen auf einen Gangplatz zu rücken.

Am kompliziertesten wird der letzte Arbeitsschritt, bei dem der untere Teil des A-Rangs in Richtung Spielfeld erweitert werden soll. Für diesen technisch komplexeren Teil der Kapazitätserweiterung in den Innenraum ist die Planung noch nicht abgeschlossen. Entsprechend lässt sich derzeit auch noch nicht konkret sagen, wann alle Umbaumaßnahmen beendet sein werden.

Bleibt noch die Frage nach den Kosten. Finanziert werden soll alles durch die Einnahmen aus dem Supporters Trust. In die im Mai gegründete Genossenschaft wurden durch Anteilsverkäufe bislang rund sechs Millionen Euro eingezahlt. Reicht das Geld für den Stadionausbau? Für die geplante Kapazitätserweiterung kalkuliert der HSV mit einem mittleren siebenstelligen Betrag. Die Kosten wären damit aktuell durch den Supporters Trust gedeckt. Viel mehr Geld steht allerdings auch nicht zur Verfügung.