Fußball-Transferticker: Früherer HSV-Kapitän Reis wechselt zu Werder Bremen | FAZ


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Werder Bremen hat Ludovit Reis zurück nach Deutschland geholt. Der ehemalige Kapitän des Nordrivalen Hamburger SV kommt vom belgischen Meister FC Brügge, über die Vertragslaufzeit machte Werder keine Angaben. Laut übereinstimmender Medienberichte zahlt Bremen keine Ablöse für den 26-Jährigen.

"Er ist läuferisch sehr stark, gewinnt viele Bälle und strahlt eine gewisse Torgefahr aus. Er ist ein technisch gut ausgebildeter Mittelfeldspieler, der seine Stärken auf der Sechser- oder der Achterposition hat und uns mit seiner Qualität helfen wird", sagte Trainer Daniel Thioune. Der Niederländer hatte in Deutschland zunächst beim VfL Osnabrück (2020/21) gespielt, eher er von 2021 bis 2025 das Trikot des Hamburger SV trug. (dpa)

Drei Monate nach seinem geräuschvollen Rauswurf bei Eintracht Frankfurt hat Trainer Albert Riera einen neuen Job gefunden. Der Spanier übernimmt den serbischen Fußball-Rekordmeister Roter Stern Belgrad, das gab der Klub am Freitag bekannt. Riera erhält einen Vertrag über zwei Jahre und tritt die Nachfolge von Dejan Stanković an, der mit Belgrad in dieser Woche in der Champions-League-Qualifikation gegen Hapoel Beer Sheva gescheitert und im Anschluss zurückgetreten war.

Riera hatte die Frankfurter Anfang Februar nach der Freistellung des langjährigen Erfolgstrainers Dino Toppmöller übernommen. Der frühere Liverpool-Profi war in seiner Eintracht-Zeit regelmäßig mit skurrilen Äußerungen in Pressekonferenzen aufgefallen, er musste nach Platz acht am Saisonende gehen. Neben sportlichen Defiziten wurden dem Exzentriker interne Unstimmigkeiten zur Last gelegt.

Später trat er gegen seinen ehemaligen Klub nach, an seinen früheren Spielern ließ Riera kein gutes Haar. „Es liegt nicht daran, dass Frankfurt schlechte Spieler hat, ganz im Gegenteil“, sagte der 44-Jährige im Juni über seine erfolglose Zeit am Main: „Aber es gibt keinen einzigen Spieler in dieser Mannschaft, den ich für mein nächstes Projekt mitnehmen würde.“ (sid)

Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl sieht den Rekordmeister bei den geplanten Verkäufen von João Palhinha, Sacha Boey und Bryan Zaragoza weiterhin nicht unter Druck. Deshalb ließen die Bayern auch einen möglichen Transfer von Palhinha zu Aston Villa platzen.

Da gebe es „keine Chance mehr auf eine Einigung“, sagte Eberl am Rande der Vorstellung von Ismael Saibari am Freitag: „Das funktioniert einfach nicht, weil wir auch nicht in der Situation sind, alles machen zu müssen, was andere uns aufdrängen.“ Auch bei Boey und Zaragoza gebe es „eine Gesamtkonstellation und bis jetzt leider noch keine Einigung“.

Den drei Profis war vom Klub trotz laufender Verträge klar kommuniziert worden, dass sie in den Planungen keine Rolle mehr spielen. Seitdem gibt es immer wieder Transfergerüchte um das Trio. Palhinha soll sich mit Villa schon geeinigt haben, der Premier-League-Klub wollte aber nur ein Leihgeschäft, die Bayern verkaufen. Bis zum 1. September ist der Transfermarkt in Deutschland geöffnet. Dieser sei, so Eberl, „nach einer WM unberechenbar“. (sid)

Der SV Darmstadt 98 hat im Niederländer Milan Smit den gewünschten Mittelstürmer verpflichtet. Der 23-Jährige wechselt bis zum Saisonende auf Leihbasis von Stoke City zum südhessischen Fußball-Zweitligaklub, wie die Lilien mitteilten.

„Nach intensiven Verhandlungen und Gesprächen in den vergangenen Wochen hat sich jetzt die Möglichkeit ergeben, Milan auf Leihbasis zu verpflichten“, sagte Sportchef Paul Fernie. „Trotz seiner Körpergröße unterscheidet sich sein Profil von den Stürmertypen, die wir bereits im Kader haben. Er hat ein ausgeprägtes Gespür für Räume und besitzt ein gutes Timing bei seinen Tiefenläufen.“

Der 1,90 Meter große Smit spielte zuvor unter anderem beim niederländischen Pokalsieger Go Ahead Eagles, ehe er im Januar zu Stoke City ausgeliehen und dort nach Saisonende mit einem Vertrag ausgestattet wurde.

Darmstadt hatte zuvor die Topstürmer Fraser Hornby (VfL Wolfsburg), Isac Lidberg (Borussia Mönchengladbach) und Killian Corredor (FC Nantes) ziehen lassen müssen. Das Trio sorgte in der abgelaufenen Saison allein für 33 Ligatore. (dpa)

Eintracht Frankfurt hat die dänische Mittelfeldspielerin Sofie Lundgaard verpflichtet. Die 24-Jährige kommt vom FC Liverpool und erhält nach Angaben des hessischen Fußball-Bundesligaklubs einen Vertrag bis 30. Juni 2029. 

Für die Reds absolvierte sie in dreieinhalb Jahren insgesamt 42 Pflichtspiele, 29 davon in der Women's Super League.  „Wir sind davon überzeugt, dass sie mit ihren Fähigkeiten, ihrer defensiven Stabilität, aber auch ihren Qualitäten im Spiel nach vorn langfristig eine wichtige Rolle im Mittelfeld einnehmen kann“, sagte Eintracht-Sportdirektorin Babett Peter über Lundgaard. (dpa)

Borussia Dortmund ist aus dem Poker um Jungstar Said El Mala ausgestiegen. Das bestätigte Geschäftsführer Lars Ricken am Freitag, nachdem der 1. FC Köln ein weiteres Angebot des BVB abgelehnt hatte.

„Said El Mala ist kein Spieler von Borussia Dortmund und wird es in diesem Sommer auch nicht werden“, sagte Ricken der Funke Mediengruppe. Man habe in den vergangenen Tagen „offene Gespräche mit den Verantwortlichen des 1. FC Köln geführt, die unser letztes Angebot jedoch abgelehnt haben“, führte Ricken aus: „Borussia Dortmund wird kein weiteres Angebot mehr unterbreiten und einen Transfer des Spielers nicht weiter verfolgen."

Die Verhandlungen zwischen Dortmund und Köln hatten sich seit Wochen gezogen. Der BVB scheiterte laut Medien bereits mit mehreren Angeboten, die Rheinländer beharren demnach auf ihrer Ablöseforderung von 50 Millionen Euro.

Erst im Juli 2025 hatte El Mala seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2030 verlängert – ohne Ausstiegsklausel. Der Flügelspieler überzeugte in Köln auf Anhieb. In seiner Premierensaison in der Bundesliga gelangen dem Offensivspieler 13 Treffer und fünf Vorlagen.

„Said hat einen langfristigen Vertrag und wir haben keinen Grund, den Spieler abzugeben“, sagte FC-Geschäftsführer Thomas Kessler zuletzt, doch: „Wir haben auch gesagt: Wenn etwas kommt, das für den 1. FC Köln in der Größenordnung ist, dass wir uns unterhalten wollen, werden wir das auch tun.“ (sid)

Der Hamburger SV und Offensivtalent Fabio Baldé gehen künftig getrennte Wege. Der 21 Jahre alte gebürtige Hamburger verlässt die Rothosen nach sechs Jahren und wechselt zum französischen Erstligaklub Racing Straßburg. Das teilte der HSV am Freitag mit.

Baldé stammt aus der Nachwuchsakademie des HSV und schaffte 2024 den Sprung in den Profikader. Insgesamt absolvierte der Flügelspieler 41 Pflichtspiele für die Hanseaten, in denen er drei Tore erzielte und vier weitere vorbereitete. In der vergangenen Bundesliga-Saison kam er auf 16 Einsätze und erzielte dabei ein Tor.

„Fabio ist mit dem Wunsch auf uns zugekommen, sein gewohntes Umfeld zu verlassen, um sportlich den nächsten Schritt zu gehen“, sagte HSV-Sportdirektor Claus Costa. Baldé habe sich persönlich für die Freigabe und die gemeinsamen Jahre bedankt. (sid)

Borussia Dortmund leiht Abwehrspieler Almugera Kabar mit sofortiger Wirkung bis zum Saisonende an den niederländischen Erstligaklub NEC Nijmegen aus. Der 20 Jahre alte Linksverteidiger stammt aus der BVB-Jugend und lief bislang sechsmal für die Profis in der Bundesliga auf. Hinzu kommen 14 Einsätze in der 3. Liga und 21 Partien in der Regionalliga West.

Kabar kam 2019 als 13-Jähriger in den Nachwuchs von Borussia Dortmund und durchlief seitdem alle Nachwuchsmannschaften. Zur Saison 2024/25 rückte er zu den Profis auf und wurde erstmals im Oktober 2024 in der Bundesliga eingesetzt. In seiner Zeit beim BVB wurde der deutsche Juniorennationalspieler U17-Welt- und Europameister. (dpa)

Der VfL Wolfsburg hat kurz vor dem Saisonstart Verstärkung für das Sturmzentrum geholt. Lara Prasnikar kehrt vom US-Klub Utah Royals in die Fußball-Bundesliga zurück, die slowenische Nationalspielerin erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029. Das gab der VfL zwei Tage vor dem Supercup gegen den FC Bayern bekannt.

„Lara hat ihre Klasse über viele Jahre in der Frauen-Bundesliga unter Beweis gestellt“, sagte Wolfsburgs Direktorin Vanessa Bernauer über die 28-Jährige, die schon für Eintracht Frankfurt und Turbine Potsdam auf Torejagd ging. „Sie ist in der Offensive flexibel einsetzbar, kann im Sturmzentrum, aber ebenso etwas hängender agieren.“

68 Tore in 162 Bundesliga-Partien hat Prasnikar vorzuweisen, vor einem Jahr war sie für kolportierte 550.000 Euro vom Main nach Utah gewechselt. „Der VfL zählt zu den größten Vereinen in Europa, deshalb bedeutet mir dieser Wechsel sehr viel“, sagte die Tochter des ehemaligen Bundesliga-Trainers Bojan Prasnikar. (sid)

Der niederländische Fußballverband setzt bei der Neubesetzung des Trainerpostens auf Expertise aus dem Ausland. Der Spanier Xavi Hernández übernimmt das Traineramt bei der Nationalmannschaft. Nach Verbandsangaben unterschrieb der 46-Jährige einen Vertrag bis inklusive der WM 2030.

Der französische Nationaltrainer Zinedine Zidane hat sich die Unterstützung eines alten Weltmeisterkollegen in sein Team geholt. Wie der nationale Fußballverband FFF am Donnerstag mitteilte, wird der frühere Starkeeper Fabien Barthez neuer Torwarttrainer bei Les Bleus. Der 55-Jährige hatte 1998 gemeinsam mit Zidane die Heim-WM und zwei Jahre später auch die Europameisterschaft gewonnen.

Neben Barthez, der unter den Nationaltrainern Raymond Domenech und Laurent Blanc als Berater tätig gewesen war, stoßen auch die Ko-Trainer David Bettoni und Hamidou Msaidie zu Zidanes Staff. Mit beiden hatte Zidane bereits bei Real Madrid erfolgreich zusammengearbeitet.

Barthez hatte seine Karriere 2007 beendet – ein Jahr nach dem verlorenen WM-Finale in Berlin gegen Italien, als sein künftiger Chef nach einem Kopfstoß vom Platz geflogen war. Insgesamt bestritt Barthez 87 Länderspiele, der Welttorhüter von 2000 spielte unter anderem für Olympique Marseille, AS Monaco und Manchester United. Mit Marseille hatte Barthez 2003 die Champions League gewonnen.

Superstar Zidane war Ende Juli als neuer Nationaltrainer vorgestellt worden. Der 54-Jährige folgte auf Didier Deschamps. Das Debüt von Zidane und Barthez steht am 25. September zum Auftakt der Nations League in der Türkei an. (sid)

Der Fußball-Zweitligaklub FC St. Pauli hat den bulgarischen Torhüter Dimitar Mitov verpflichtet. Der 29-Jährige wechselt vom schottischen Erstligisaverein FC Aberdeen zum Kiez-Klub, wie die Hamburger mitteilten. Zu den Vertragsdetails äußerten sich beide Klubs nicht.

Der 1,93 Meter große Keeper absolvierte bislang 15 Länderspiele für sein Heimatland. Während seiner Jugendzeit war er in die Nachwuchsabteilung des englischen Clubs Charlton Athletic gewechselt und hatte fortan für einige Clubs in Großbritannien gespielt.

Neben Mitov gehören noch Ben Voll und der Österreicher Simon Spari zum Torhüterteam der Hamburger. Beim ersten Saisonspiel am vergangenen Wochenende gegen Greuther Fürth (1:1) stand Voll im Tor. Der bosnische Nationaltorwart Nikola Vasilj hatte die Hanseaten nach der vergangenen Saison als Leistungsträger verlassen und spielt jetzt in Saudi-Arabien. (dpa) 

Alexander Kohne

Der SV Werder Bremen geht ohne Österreichs WM-Teilnehmer Romano Schmid in die neue Saison. Der Mittelfeldspieler wechselt nach sieben Jahren zum italienischen Serie-A-Aufsteiger Frosinone Calcio. Dort erhält er einen Vierjahresvertrag.

„Uns verlässt ein Spieler, der in den letzten Jahren zu einem der Gesichter unserer Mannschaft wurde. Er ist in Bremen zu einem guten Bundesliga- und Nationalspieler gereift und hat sich mit dem Verein, der Stadt und den Fans sehr identifiziert“, sagte Werders Fußball-Geschäftsführer Clemens Fritz.

Frosinone habe allerdings ein Angebot abgegeben, „das sowohl unseren wirtschaftlichen Interessen als auch den persönlichen Vorstellungen von Romano gerecht wird“. Werder soll etwa acht Millionen Euro Ablöse kassieren. Der 26-jährige Schmid hat für Bremen 192 Pflichtspiele absolviert, in denen er insgesamt 18 Tore erzielte.

Alexander Kohne

Mainz 05 kann weiter auf die Dienste des österreichischen Nationalspielers Stefan Posch bauen. Der rheinhessische Bundesligaklub hat den Verteidiger, den er in der Rückrunde der vergangenen Saison vom italienischen Serie-A-Klub Como 1907 ausgeliehen hatte, fest verpflichtet.

Angeblich zahlt der FSV rund vier Millionen Euro Ablöse für den 29 Jahre alten WM-Teilnehmer. Über die Vertragsdauer machte der Klub keine Angaben.

„Poschi kam im vergangenen Winter zu uns, um sich für die WM mit Österreich zu empfehlen und hat uns direkt weitergeholfen. Stefan hat sich extrem schnell integriert und uns direkt besser gemacht“, sagte der Mainzer Sportdirektor Niko Bungert über den früheren Profi des Ligarivalen TSG Hoffenheim. (sid)

Alexander Kohne

Holstein Kiel hat seinen Kader nach dem Auftaktspieltag der zweiten Bundesliga noch einmal ergänzt. Die Schleswig-Holsteiner leihen den 20 Jahre alten Linksverteidiger Niko Takahashi vom japanischen Fußball-Erstligisten Cerezo Osaka für ein Jahr aus. Danach haben die Kieler eine Kaufoption.

Takahashi besitzt neben der japanischen auch die spanische Staatsbürgerschaft und wurde in der Nachwuchsakademie des FC Barcelona ausgebildet. In der Rückrunde der vergangenen Spielzeit war der Defensivspieler an den niederländischen Zweitligisten Almere City FC ausgeliehen und besitzt damit bereits Erfahrung im europäischen Profifußball.

„Takahashi ist ein schneller, technisch versierter und laufstarker Spieler, der gute kreative Lösungen findet und sich immer wieder mit ins Offensivspiel einschaltet“, sagte Kiels Sport-Geschäftsführer Olaf Rebbe. (dpa)

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