Für Reisen in die EU: Auch Schweizer erhalten biometrische Ausweise


Schweizer können demnächst ebenfalls ID-Ausweise mit Biometrie-Chip beantragen. „Aus Sicherheitsgründen“, so heißt es, stellen die Länder der Europäischen Union (EU) bereits seit 2021 nur noch biometrische Identitätskarten aus (in Deutschland den Personalausweis). Sie verfügen über einen integrierten Speicherchip auf dem sich ein digitales Gesichtsbild sowie zwei Fingerabdrücke befinden.

Nun ist es auch in der Schweiz soweit. Ab 2. November können sich Schweizer Staatsangehörige eine biometrische Identitätskarte (BiomIDK) mit RFID-Chip ausstellen lassen. Damit will die Eidgenossenschaft sicherstellen, dass Schweizerinnen und Schweizer auch in Zukunft unkompliziert innerhalb der EU reisen können.

Die Einführung der biometrischen Identitätskarte bedeutet nicht, dass die bisherige, nicht-biometrische ID-Karte, abgeschafft wird. Eidgenoss*innen können weiterhin zwischen einer Identitätskarte mit und einer ID-Karte ohne Chip wählen. Der Bund empfiehlt jedoch Personen, welche die Identitätskarte für Reisen innerhalb der EU verwenden möchten, die neue biometrische Identitätskarte. Für Personen, welche die ID ausschließlich als Ausweis innerhalb der Schweiz benötigen, ist die nicht-biometrische Identitätskarte weiterhin ausreichend. Egal welche ID ausgestellt wird: beide Varianten kosten gleich viel.

Bereits ausgestellte Non-BiomIDK müssen wegen der Einführung der biometrischen ID nicht erneuert werden. Sie bleiben bis zu ihrem aufgedruckten Ablaufdatum gültig, auch für Reisen innerhalb der Europäischen Union. Wie lange die nicht-biometrischen Identitätskarten, die ab dem 2. November 2026 neu ausgestellt werden, für Reisen in die EU gültig bleiben, hängt laut Behörden-Angabe vom Inkrafttreten des angepassten Freizügigkeitsabkommens mit der EU (Bilaterale 3) ab.

In der Schweiz gibt es weder eine generelle Ausweispflicht noch eine Mitführpflicht für Schweizer Staatsbürger.

(mho)